Gönnen Sie sich einen «Espresso to go» und tauchen Sie mit unseren Reportagen ein in die Konsumwelt: Dieses Jahr treffen wir beispielsweise Studierende, die «echtes» Schweizer Bier wollen, wir bekommen Einblick in eine Lebensmittelkontrolle oder lassen uns zeigen, wo die Schweiz in Sachen Pflegeroboter steht.
Mehr Schweiz im Bier dank einem Label für Schweizer Malz
Schweizer Bier darf gemäss Swissness-Gesetz als solches bezeichnet werden, wenn es mit Schweizer Wasser (Hauptzutat, 80 Prozent, wesentlicher Verarbeitungsschritt in der Schweiz) gebraut wird. Das stört eine Gruppe von Agronomie-Studierenden der Berner Fachhochschule in Zollikofen. Denn die anderen zentralen Zutaten des Schweizer Biers, Hopfen und Malz, werden meist aus dem Ausland importiert. Aus Kostengründen, und weil im Ausland schlicht und einfach viel mehr davon verfügbar ist. Nur gerade etwa ein Prozent des Malzes, das hierzulande fürs Bierbrauen verwendet wird, stammt aus heimischer Braugerste.
Die Studierenden wollen nun ein Label für Schweizer Malz ins Leben rufen. Denn für den Brauprozess wird viel mehr Malz benötigt als Hopfen. Ziel: Den Anbau von Braugerste, die Produktion von Bier mit Schweizer Malz und dessen Konsum anzukurbeln. Die Idee stösst auf Sympathie, aber auch auf Skepsis.
So arbeitete der erste Kantonschemiker
Seit 150 Jahren gibt es in der Schweiz Kantonschemiker. Der erste war von 1876 bis 1879 Dr. Robert Stierlin-Hauser im Kanton Luzern. Kantonschemiker war er allerdings nur im Nebenamt. Er führte weiterhin seine Apotheke in der Stadt Luzern. Der heutige Luzern Kantonschemiker Silvio Arpagaus erzählt Anekdoten aus der Anfangszeit.
Beispielsweise von Lebensmittelbetrug im 19. Jahrhundert oder davon, wie fehlbare Wirte und Produzenten im Amtsblatt an den Pranger gestellt wurden. Und haben Sie gewusst, dass eine alte Verordnung es den Wirten ausdrücklich untersagte, beim Bierzapfen mit dem Mund den Schaum wegzublasen?
Mit dem Lebensmittelkontrolleur auf Restaurant-Inspektion
Normalerweise unterstehen Kontrollgänge in Restaurants, Bars und Take-Aways der Schweigepflicht. Es bleibt geheim, wie gut oder schlecht eine Beiz abgeschnitten hat. Für einmal macht der Kanton Luzern eine Ausnahme.
«Espresso» durfte den erfahrenen Lebensmittelkontrolleur Marcel Estermann auf seinem Rundgang durch ein italienisches Restaurant in Kriens begleiten. Wir schauen mit ihm in die Kühl- und Vorratsräume, in jeden Schrank der Restaurantküche und auch in die Personalgarderobe und die Speisekarte.
Anmerkung der Redaktion: Artikel wird laufend ergänzt.