Gegen den Feinstaub aus dem Cheminée

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  • Gegen den Feinstaub aus dem Cheminée

    Das Feuer im Cheminée oder Schwedenofen verbreitet eine angenehme Stimmung und Wärme, aber auch schädlichen Feinstaub. Dagegen will man beim Bund künftig härter vorgehen: Für Anlagen, welche die Grenzwerte nicht einhalten, denkt man beim Bundesamt für Umwelt an eine Filterpflicht.

    Vorbild ist Deutschland.

    Deutschland hat seine Bestimmungen für Holzfeuerungen bereits verschärft: Neue Öfen haben eine Typenprüfung zu bestehen. Bestehende Anlagen, welche die Feinstaub-Grenzwerte überschreiten, müssen künftig ersetzt oder mit einem sogenannten Staubabscheider nachgerüstet werden. «Ich rechne damit, dass das früher oder später auch in der Schweiz gilt», sagt Beat Müller, Sektionschef beim Bundesamt für Umwelt. Im Moment sei die Abscheider-Technik für eine schweizweite Pflicht noch nicht weit genug entwickelt. In einzelnen Regionen werden solche Anlagen allerdings gefödert. Wie sie funkionieren, liess sich «Espresso» an der Fachhochschule Nordwestschweiz zeigen, in der einzigen Schweizer Prüfstelle für Holzfeuerungen.

    Tobias Fischer

  • Honig vs Äpfel

    Das Antibiotikum Streptomycin darf auch in diesem Frühling zum Schutz gegen die Pflanzenkrankheit Feuerbrand eingesetzt werden. Was die Obstbauern erfreut, ärgert die Imker.

    Im letzten Jahr mussten neun Tonnen Thurgauer Honig entsorgt werden, weil sie mit Streptomycin belastet waren. Zwar wurden die betroffenen Imker entschädigt, «aber für den einzelnen Imker ist das jeweils eine furchtbare Sache, da steckt viel Herzblut dahinter», weiss Rene Stucki. Er ist Vereinspräsident der Thurgauer Bienenzüchter.

    «Wir kennen die Sorgen der Imker», entgegnet ihm Eva Reinhard vom Bundesamt für Landwirtschaft. «Jedoch kennt die Wissenschaft noch kein wirksameres Mittel gegen den Feuerbrand, wir sind auf das Antibiotikum angewiesen.»

    Simon Thiriet

  • Wegen Beulen am Occasionsauto: Kann ich den Kauf rückgängig ma...

    «Espresso»-Hörer Siegfried Wünsch aus Dänikon (ZH) hat bei einem Autohändler ein Occasionsauto gekauft. Das Auto sollte er ein paar Tage später abholen. In der Zwischenzeit hat Herr Wünsch jedoch einige Beulen bemerkt, die vorher noch nicht am Auto waren. Nun will er vom Kauf zurücktreten.

    Laut Rechtsexpertin Doris Slongo müssten die zusätzlichen Beulen ziemlich massiv sein, damit Herr Wünsch tatsächlich vom Kauf zurücktreten könnte. Diese Möglichkeit gäbe es zum Beispiel auch, wenn sich der Motor nach dem Kauf als kaputt herausstellen würde. Sind die Beulen jedoch gesamthaft gesehen keine grosse Einschränkung, kann Herr Wünsch lediglich einen Preisnachlass verlangen.

    Matthias Schmid