«Hier muss doch jemand etwas unternehmen!»

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  • «Hier muss doch jemand etwas unternehmen!»

    Nach dem «Espresso»-Bericht von Donnerstag, haben sich Hörerinnen und Hörer mit weiteren Beispielen über lusche Geschäftspraktiken der Firma «Primacall» gemeldet.

    Nebst haarsträubenden Schilderungen, wie ahnungslosen Kunden Telekommunikations-Verträge angedreht werden, fasst die Äusserung von Espresso-Hörerin Béatrice Sardi die Stimmung zusammen: «Hier muss doch jemand etwas unternehmen!»

    Wie auch andere sogenannter Preselect-Firmen, geben Mitarbeiter von «Primacall» an der Haustüre oftmals an, sie seien von der Swisscom oder Cablecom und sie würden eine Umfrage machen. Mit einer Unterschrift würde man für ihren Chef bestätigen, dass diese Umfrage auch wirklich durchgeführt wurde. In Tat und Wahrheit unterschreiben die Opfer aber einen Vertrag mit der entsprechenden Preselect-Firma.

    Muriel Jeisy

  • Wenn die Arztrechnung zu hoch scheint

    «Hoppla, so teuer?», fragt sich wohl manch ein Patient, wenn er die Arztrechnung aus dem Couvert zieht. Ob die Rechnung zu hoch ist, lässt sich von Laien jedoch nur schwer überprüfen.

    Laut «Santésuisse», dem Dachverband der Krankenkassen, können Patienten zumindest das Datum der Behandlung, die Behandlungsdauer und die verschriebenen Medikamente kontrollieren. Weiter, ob die verrechnete Untersuchung auch wirklich durchgeführt wurde und, ob ein verrechneter Notfalltarif auch wirklich berechtigt ist.

    Bestehen Zweifel an der Arztrechnung, empfiehlt «Santésuisse»-Sprecherin Anne Durrer als erstes, den Arzt zu kontaktieren. Ist ein Patient mit der Antwort des Arztes unzufrieden, kann er sich an seine Krankenkasse wenden. Dies passiert laut Anne Durrer jedoch nur selten, auch wenn es eigentlich das Sinnvollste wäre. Spezialisten der Krankenkasse oder ein Vertrauensarzt kann dann überprüfen, ob die Rechnung wirklich stimmt oder nicht.

    Oliver Fueter

  • «Wearable Devices»: Computer-Geräte am Körper

    «Tragbare Geräte» ist ein Begriff, der in Zukunft eine ganz neue Bedeutung erlangen könnte. Dann, wenn sich Elektronik mit Kleidung und Accessoires vermengt. 

    «Wearable» oder bloss «portable»? Die Deutsche Sprache macht da keine Unterscheidung und übersetzt beide englischen Wörter mit «tragbar». Dabei spielt es schon eine Rolle, ob ein Gerät bloss handlich genug ist, dass wir es mit uns herumtragen können (portable), oder ob wir es tatsächlich an uns tragen, wie eine Uhr, eine Brille oder ein Kleidungsstück (wearable).

    Dank fortschreitender Miniaturisierung und immer sparsamerem Betrieb von Elektronik dringen letztere - also intelligente Accessoires, die wir wie Kleidung an uns tragen - immer mehr in unseren Alltag vor.

    Jürg Tschirren