Holzdeklaration neu, Unsicherheit bleibt

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  • Holzdeklaration neu, Unsicherheit bleibt

    Auf Holzwaren muss ab 2012 die Holzart und die Holzherkunft ersichtlich sein. Beispiel: «Birke, Polen». Diese Deklarationspflicht gilt vorerst für Massivholz, Rund- und Rohholz sowie verleimte Bauhölzer. In den nächsten Jahren soll die Pflicht auf weitere Holzprodukte ausgedehnt werden.

    Doch auch mit der neuen Deklarationspflicht müssen Konsumenten nach wie vor dem Händler oder Qualitätslabels wie «FSC» vertrauen.

    Wer Holz oder Möbel kauft, kann nicht darauf zählen, dass die dafür verwendeten Bäume auch nachhaltig gefällt wurden.Der Bund will das ändern und verschärft deshalb ab 2012 die Deklarationspflicht. Konkret muss neu auf der Verpackung oder am Regal stehen, aus welchem Land das Holz kommt.

    Krispin Zimmermann

  • «Qualitätsgarantie bis...» statt «mindestens haltbar bis...»

    Der Begriff «mindestens haltbar bis...» steht in der Kritik. Er ist missverständlich und verleitet Konsumenten dazu, Esswaren zu früh fortzuwerfen. Der Genuss kann zwar nach diesem Datum abnehmen, die Lebensmittel sind aber weiter haltbar. Sie lassen sich oft noch lange problemlos konsumieren.

    «Espresso» hat deshalb Vorschläge gesucht, um «mindestens haltbar bis...» zu ersetzen - ganz im Sinne des englischen «best before» oder des französischen «à consommer de préférence avant le...».

    Die häufigsten und besten Vorschläge der «Espresso»-Hörerinnen und -Hörer:

    • «Qualitätsgarantie bis...», «beste / garantierte / optimale Qualität bis...»• «Qualitätsminderung ab...», «Qualitätseinbusse ab...»• «bester Genuss bis...», «optimaler / höchster Genuss bis/vor...»• «einwandfrei bis/vor...», «bestens / optimal / perfekt bis/vor...»• «vorzugsweise zu konsumieren bis/vor...»• «schmeckt am besten vor...»• «(voll) geschmackstreu bis...»

    Oliver Fueter

  • Darf auf meinem Grundstück ohne meine Einwilligung gegraben we...

    «Espresso»-Hörer Heinz Wirz aus Therwil (BL) staunte letzthin nicht schlecht, als er seinen Parkplatz sah. Ohne seine Einwilligung war der Asphalt aufgerissen und eine Fernsehleitung gelegt worden. Das Loch ist wieder zugeschüttet, der Parkplatz ist aber nun ein Flickwerk.

    Das muss Heinz Wirz nicht akzeptieren, sagt Rechtsexpertin Doris Slongo.

    Herr Wirz kann theoretisch sogar verlangen, dass die Leitung wieder entfernt wird. Zumindest muss jedoch der Parkplatz wieder so hergerichtet werden, dass er aussieht wie vor den Grabarbeiten.

    Als Besitzer des Grundstücks muss Herr Wirz zwingend gefragt werden, ob eine Leitung gelegt werden kann. Ohne seine Einwilligung müsste ein Richterbeschluss vorliegen, wonach die Leitung nur auf diese Weise gelegt werden kann. In diesem Fall würde Herr Wirz ein Schadenersatz zustehen.

    Matthias Schmid

  • Konsumnachrichten

    Schweizer trinken mehr Bier / Bundesrat passt Import-Bestimmungen für Alpkäse an

    In der Schweiz wurde im vergangenen Braujahr 0,7 Prozent mehr Bier getrunken. Vieles davon stammt allerdings aus dem Ausland, da die Konsumenten ihr Bier immer mehr im billigen Supermarkt kaufen und nicht im Restaurant.

    Die Schweizer Käseproduzenten müssen ihren Alpkäse nach wie vor nach den eidgenössischen Richtlinien produzieren. Dies, obwohl seit rund einem Jahr in der Schweiz auch ausländischer Alpkäse verkauft werden darf, der unter weniger strengen Richtlinien produziert wird.

    Simon Thiriet