Konsumenten schaffen Transparenz bei Lebensmitteln

Mit einem Label wollte das Bundesamt für Gesundheit BAG transparent machen, welche Lebensmittel gesund sind und welche nicht. Dieses Vorhaben ist zwar am starken Widerstand der Lebensmittelbranche gescheitert. Die Konsumenten helfen sich jetzt aber selber - durch die Hintertür.

 

Schulden einfordern: Geht es auch freundlich?

Nach einem Beitrag über «Intrum Iustitia» haben sich viele Hörerinnen und Hörer über den Kommunikationsstil der Inkassofirma beschwert. Frech und unprofessionell werde man behandelt. Dies könne unmöglich im Sinne der Auftraggeber sein, darunter viele renommierte Unternehmen. Gegenüber «Espresso» bestätigen mehrere Gläubiger, man wisse vom Problem und sei diesbezüglich auch schon bei «Intrum Iustitia» vorstellig geworden.

Nach Unfall: Muss die Versicherung ein Ersatzauto bezahlen?

«Espresso»-Hörer Markus Dorenkamp hat nach einem unverschuldeten Autounfall ein Ersatzfahrzeug gemietet. Die Versicherung des Unfallverursachers weigert sich nun, die Kosten zu übernehmen. Dies, weil Herr Dorenkamp beruflich nicht auf ein Auto angewiesen sei. Laut Rechtsexpertin Doris Slongo darf die Versicherung die Kostenübernahme in diesem Fall ablehnen.

Beiträge

  • Gemeinnütziger Verein schafft Transparenz bei Lebensmitteln

    In den Regalen der Grossverteiler stehen immer mehr Fertigprodukte. Diese sind zwar praktisch, es lässt sich jedoch nur schlecht zu erkennen, wie gesund oder ungesund sie sind.

    Wie eine Umfrage der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung zeigt, fordern die Konsumenten deshalb mehr Transparenz. Dagegen wehrt sich die Nahrungsmittel-Industrie vehement: Sie hat ein vom Bundesamt für Gesundheit BAG geplantes Gesundheitslabel im September 2010 erfolgreich abgewehrt.

    Die Konsumenten helfen sich jetzt aber selber. Der gemeinnützige Verein «Codecheck» hat für derzeit rund 15 000 Lebensmittel erfasst, wie hoch der Fett-, Zucker- und Salzanteil ist. Die Dienstleistung stösst bei den Konsumenten auf grosses Interesse - vor allem die Applikation von Codecheck ist ein Renner. Seit März 2010 wurde sie bereits 400 000 Mal heruntergeladen. Die Nahrungsmittel-Branche reagiert verärgert.

    Yvonne Hafner

  • Schulden einfordern: Geht es auch freundlich?

    Wer Geld einfordert, schlägt vielleicht einen etwas harscheren Ton an. «Espresso» hat kürzlich über einen Fall im Zusammenhang mit der Inkassofirma «Intrum Iustitia» berichtet. Darauf haben sich viele Hörerinnen und Hörer gemeldet.

    Die Briefe seien nicht nur harsch, sondern richtiggehend frech und der Umgang schlicht unprofessionell. Dies könne unmöglich im Sinn der Auftraggeber sein.

    Gegenüber «Espresso» bestätigen viele Gläubiger, darunter viele renommierte Firmen, dass sie sich des Problems bewusst seien. Man sei in dieser Sache auch schon bei «Intrum Iustitia» vorstellig geworden. Einige Firmen haben bereits durchgesetzt, dass ihre Kunden freundlicher angeschrieben werden. Die Erfahrung zeige: Wer offene Schulden freundlich einfordert, sei nicht weniger erfolgreich, als wenn ein harscher Ton verwendet wird.

    Edith Gillmann

  • Nach Unfall: Muss die Versicherung ein Ersatzauto bezahlen?

    «Espresso»-Hörer Markus Dorenkamp ist unverschuldet in einen Autounfall verwickelt worden. Weil dabei sein Auto kaputtgegangen ist, hat er sich für den privaten Gebrauch ein Ersatzfahrzeug gemietet. Die Versicherung des Unfallverursachers weigert sich nun, die Kosten zu übernehmen.

    Laut Rechtsexpertin Doris Slongo hat Herr Dorenkamp tatsächlich keinen Anspruch darauf.

    Dies, weil Herr Dorenkamp nicht zwingend auf ein Ersatzauto angewiesen ist. Anders wäre der Fall, wenn es an seinem Wohnort keine zumutbare öffentliche Verkehrsmittel gäbe, oder er gehbehindert wäre. Dann würden die Kosten zu den direkten Kosten zählen, die der Unfall mit sich bringt. In diesem Fall würde die Versicherung des Unfallverursachers die Miete übernehmen.

    Matthias Schmid