Krankenkasse pokert mit Prämien

Beiträge

  • Krankenkasse pokert mit Prämien

    Bei der «Groupe Mutuel» (GM) bekommt man bereits jetzt seine Prämien für das Jahr 2013 garantiert. Nicht ganz unproblematisch, sind die Prämien doch noch gar nicht durch das Bundesamt für Gesundheit (BAG) bewilligt.

    GM-Sprecher Yves Seydoux gibt sich zuversichtlich. «Es handelt sich hierbei um eine Win-Win-Situation. Wenn unsere Prämien durch das BAG nicht bewilligt und teurer würden als von uns kalkuliert, dann tragen wir die Mehrkosten.»

    Fachleute bemängeln allerdings die fehlende Transparenz beim «Päckchen». Beim GM-Angebot handelt es sich nämlich um eine Kombination zwischen Grund- und Zusatzversicherung, die abgeschlossen werden muss. Gegenüber «Espresso» wurde der Verdacht geäussert, dass die Kasse bei der Grundversicherung billig kalkuliert, dafür bei Zusatzversicherungen einen allfälligen Verlust wieder ausgleicht.

    Simon Thiriet

  • Trinkgeld: Je südlicher, desto mehr

    «Einfach ein paar kleine Münzen auf dem Tisch zu lassen, ist peinlich», sagt Catherine L. Tenger. Die Expertin für Stilfragen und Umgangsformen gibt Tipps zum Trinkgeld in den Ferien. Eine Faustregel für Europa: Je südlicher man ist, desto mehr Trinkgeld ist angebracht.

    In südeuropäischen Restaurants gilt ein Trinkgeld von 10 bis 15 Prozent des Rechnungsbetrags als angebracht. Dagegen ist man Skandinavien und in den Benelux-Staaten (Belgien, Niederlande, Luxemburg) mit 5 Prozent bei den Leuten - immer vorausgesetzt, dass man mit dem Service auch wirklich zufrieden ist.

    Weiter entfernte Länder sind auch in Sachen Trinkgeld weit von der Schweiz entfernt. In den USA zum Beispiel ist ein Trinkgeld (Tip) im Umfang von 10 bis 15 Prozent Pflicht, zum Teil ist es als «Service Charge» allerdings bereits auf der Rechnung aufgeführt.

    Tobias Fischer / Maria Kressbach

  • Konsumnachrichten

    Teures Leben in der Schweiz // Immer mehr Ritalin-Kinder // Alkoholgrenze von 0.5 Promille auch für private Schiffskapitäne

    Nirgends im europäischen Vergleich bezahlen die Bewohnerinnen und Bewohner so viel für ihren Lebensunterhalt wie in der Schweiz. Das deutsche Bundesamt für Statistik hat in einer Erhebung die Schweiz als Spitzenreiter ermittelt, vor Norwegen und Dänemark. Hierzulande zahlen Konsumenten 62 Prozent mehr als im europäischen Durchschnitt.

    Die Zahl der Kinder in der Schweiz, die regelmässig das ADHS-Medikament Ritalin einnehmen, hat zwischen 2005 und 2008 um 40 Prozent zugenommen. Wie das Bundesamt für Gesundheit mitteilt, hat nicht nur die Anzahl Fälle zugenommen, sondern auch die Grösse der Dosis.