Lebensmittel aus Asien: Wer kontrolliert?

Pestizide in Gewürzen oder Antiobiotika-Rückstände im Fleisch. Stichproben bringen immer wieder Mängel bei asiatischen Lebensmitteln ans Licht. Welche Richtlinien gelten bei Importwaren und wer kontrolliert, dass diese eingehalten werden?

Sichere Lebensmittel: die Pflicht der ImporteureImporteure von Lebensmitteln sind verpflichtet, ihre Ware auf eigene Kosten testen zu lassen. Viele Güter, die per Schiff aus Fernost in Rotterdam, dem grössten europäischen Hafen, ankommen, werden dort auf Schadstoffspuren und Schwermetallrückstände untersucht. Espresso hat das Labor besucht.


Fehlerhafte Steuerrechnung: Kein Vorteil für Bürger
Auch auf Steuerämtern passieren Fehler. So hat das zuständige Steueramt von «Espresso»-Hörerin Regula Schär zu wenig Verrechnungssteuer eingefordert. Von diesem Fehler kann Frau Schär allerdings nicht profitieren, erklärt DRS-Rechtsexpertin Doris Slongo.

Beiträge

  • Lebensmittel aus Asien: Wer kontrolliert?

    Asiatisches Essen ist beliebt. Jedes Jahr importiert die Schweiz 100 Tonnen Lebensmittel aus dem asiatischen Raum. Doch die Importware birgt auch Probleme: Bei Stichproben finden Kontrolleure in der Schweiz immer wieder Rückstände. Zum Beispiel Pestizide oder Tierarzneimittel.

    Gemäss Angaben der Kantonschemiker werden 10 bis 20 Prozent der Stichproben beanstandet, im schlimmsten Fall ist die Ware gesundheitsgefährdend und wird beschlagnahmt. Im Vergleich mit anderer Ware würden die Importgüter jedoch nicht schlechter abschneiden.

    Relativ unproblematisch seien Waren, die von grossen Importeuren oder Grossverteilern eingeführt werden. Ein Grossteil der Beanstandungen würde bei kleineren Händlern gemacht. Diesen fehle oft das Wissen oder auch die Ausrüstung für detaillierte Analysen der Ware.

    Edith Gillmann

  • Sichere Lebensmittel: die Pflicht der Importeure

    Importeure von Lebensmitteln sind verpflichtet, ihre Ware auf eigene Kosten testen zu lassen. Und sie müssen vor den Kontrollbehörden den Beweis erbringen, dass sie die ganze Produktionskette im Herstellungsland überwachen.

    Die Güter, die auf dem Seeweg aus Fernost nach Europa gelangen, lassen viele Importfirmen meist noch im Ankunftsort kontrollieren. So gibt es in unmittelbarer Nähe vom Rotterdamer Hafen ein Labor, das auf der Suche nach Schadstoffspuren oder Schwermetallrückständen, jeden Monat rund 65'000 Tests mit importierten Lebensmitteln durchführt. Espresso hat dem Labor einen Besuch abgestattet.

    Elsbeth Gugger

  • Fehlerhafte Steuerrechnung: Kein Vorteil für Bürger

    «Espresso»-Hörerin Regula Schär aus Reinach (BL) ärgert sich über das kantonale Steueramt. Dieses hat ihre Verrechnungssteuer falsch berechnet und fordert nun knapp 700 Franken zurück. Laut DRS-Rechtsexpertin Doris Slongo muss Frau Schär bezahlen.

    Die Eidgenössische Steuerverwaltung hat den Fehler der kantonalen Steuerbehörde korrigiert. In so einem Fall kann das kantonale Steueramt die Verrechnungssteuer innert sechs Monaten zurückfordern.

    Ist die Rechnung nicht innerhalb dieser Frist bei Frau Schär eingetroffen oder zweifelt sie die Berechnungen an, kann sie den Bescheid innert 30 Tagen beim kantonalen Steuergericht anfechten.

    Matthias Schmid