Ständig erreichbar: Arbeitnehmer im Dauerstress

Immer mehr Arbeitnehmer sind für ihren Chef oder ihre Kunden auch in der Freizeit erreichbar. Die ständige Erreichbarkeit kann zu Frust und Überbelastung führen. Wichtig ist eine entsprechende Regelung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer.

 


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Alte Velos und Mofas: entsorgen erlaubt?

«Espresso»-Hörerin Liselotte Schuler aus Zürich arbeitet in einer Liegenschaften-Verwaltung. In den Liegenschaften stehen alte, nicht eingelöste Fahrräder und Mofas herum. Die Mieter wurden aufgefordert, diese wegzuräumen, andernfalls würde alles entsorgt. Dies ist der Verwaltung aber nicht gestattet, sagt Rechtsexpertin Doris Slongo.

Beiträge

  • Ständig erreichbar: Arbeitnehmer im Dauerstress

    Viele Angestellte sind auch nach Feierabend für ihren Chef oder für Kunden erreichbar. Dies, obwohl sie dies gar nicht müssten. In vielen Fällen ist die Erreichbarkeit per Handy oder E-Mail in der Freizeit nämlich gar nicht geregelt.

    In der Wirtschaftskrise bangen viele Arbeitnehmer um ihre Stelle. Laut der Gewerkschaft Unia gibt es Fälle, in denen Arbeitgeber diese Situation ausnutzen und ihre Angestellten auch in der Freizeit arbeiten lassen - ohne entsprechende Entlohnung. Dies führe zu Frust und Überlastung der Arbeitnehmer.

    Laut dem Arbeitgeberverband gibt es keine Richtlinien oder Empfehlungen an die Mitglieder. Es sei aber klar, dass die Erreichbarkeit geregelt sein müsse. Dies kann über einen vertraglich festgelegten Pikettdienst mit entsprechender Entlohnung geschehen. Vielfach reicht jedoch eine mündliche Abmachung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer.

    Matthias Schmid

  • Alte Velos und Mofas: Entsorgen erlaubt?

    «Espresso»-Hörerin Liselotte Schuler arbeitet in einer Liegenschaften-Verwaltung. Sie hat die Mieter in einem Schreiben dazu aufgefordert, alte, nicht eingelöste Fahrräder und Mofas zu entsorgen oder in die Kellerräume zu stellen.

    Falls dies nicht innert einer bestimmten Frist geschehe, würde die Verwaltung die Entsorgung selbst in die Hand nehmen.

    Dies darf sie in diesem Fall nicht, erklärt Rechtsexpertin Doris Slongo. Niemand dürfe über Gegenstände verfügen, die jemand anderem gehören - oder gehören könnten. Es könnte z.B. sein, dass ein Fahrrad gestohlen und in der Liegenschaft abgestellt wurde. In diesem Fall hätte der Eigentümer auch das Schreiben an die Mieterschaft nicht bekommen.

    Matthias Schmid