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Pioniergeist im Biowein
Aus Biodiversität vom 01.11.2019.
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Ganz ohne Gift Biowein – mit der Natur als Partnerin

Als erste Schweizer Weinbauern schaffen die beiden Biowein-Produzenten Roland und Karin Lenz den Spagat zwischen konsequenter Ökologie und qualitativ hochstehender Önologie: Ihr Wein heimst Preise ein und ist im Sortiment der renommiertesten Gastrobetriebe zu finden. So geht Weinbau der Zukunft.

95 % aller Schweizer Weinbaubetriebe arbeiten mit Herbiziden und Pestiziden. Und auch wenn die Schweizer Weinbauern langsam umdenken, so ist der Wechsel vom traditionellen zum biologischen Weinbau nicht einfach: Man muss die alten Reben ausreissen und den Rebberg mit neuen, resistenten Sorten bepflanzen.

Karin und Roland Lenz haben 2008 begonnen ihren Thurgauer Rebberg radikal umzubauen. Jedes Jahr entfernen sie etwa 10 Prozent ihrer bestehenden alten Reben und ersetzen sie durch neue Sorten. Neue Sorten, die besser den klimatischen und biologischen Bedingungen der Region angepasst sind.

Ihr Ziel: den Einsatz von Pestiziden und Herbiziden drastisch zu minimieren. Seit 2011 gehen sie noch einen Schritt weiter und arbeiten als «Delinat» zertifizierter Bio-Weinbetrieb. Das Delinat-Zertifikat steht für eine noch strengere Produktionsnorm als Bio. Dabei geht es darum, einen Teil der bewirtschafteten Fläche der Natur zurückzugeben – für die Biodiversität. So werden grosse Monokulturflächen verhindert, um die natürliche Balance aufrecht zu halten, beziehungsweise wiederherzustellen.

Diese Umstellung ist kurzfristig betrachtet sehr arbeits- und kostenintensiv. Dennoch ist sich das Ehepaar Lenz sicher, dass dies der für sie einzige Weg ist. Der schöne Lohn: 2015 und 2018 wurden sie zum Schweizer «Biowinzer des Jahres» gewählt und die Nachfrage ist gross, ihr Delinat-Wein ist unterdessen im Sortiment der renommiertesten Gastrobetriebe der Schweiz zu finden.

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