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Mit Andrew Bonds Kinderliedern auf Entdeckungsreise in der Natur
Aus Mission B vom 22.06.2020.
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Kinder und Natur Mit Andrew Bonds Kinderliedern auf Entdeckungsreise in der Natur

Der Schweizer Liedermacher Andrew Bond besingt die Natur, um sie Kindern näherzubringen. Doch er nimmt auch die Erwachsenen in die Pflicht: «Kinder müssen das in Liedern Besungene auch erleben können», ist er überzeugt.

Wer Kinder hat oder in den vergangenen 20 Jahren selbst Kind war, der kennt sie, die Hits für Kids von Andrew Bond. «Zimetschtern han i gern» oder «Sunnestrahl tanz emal» gehören seit langem zum Standardprogramm in Deutschschweizer Kindergärten.

In den Liedern von Andrew Bond spielt die Natur eine grosse Rolle: Er singt vom Brummen der Hummeln, von Monstern im Teich und für das SRF-Projekt Mission B hat er unlängst ein Lied komponiert mit dem Titel «En Egge Natur».

«Mister Bond» auf «Mission B»

Andrew Bond hat «En Egge Natur» für das Projekt «Mission B – für mehr Biodiversität» geschrieben. Das Lied dreht sich um all die Schätze, die man in der Natur entdecken kann – Schmetterlinge, Hummeln, Fledermäuse. Der Liedtext stellt den Kindern auch Fragen: «Was brauchen die Schmetterlinge? Wie leben wohl die Fledermäuse?». Eine gute Grundlage, um mit Kindern über Biodiversität zu sprechen. Das Lied kann hier gartis heruntergeladen werden. Alle Kindergärten und Schulklassen der Deutschschweiz, die auf missionb.ch bereits eine Fläche eingegeben haben oder dies noch tun werden, können gratis unter missionb@srf.ch, Link öffnet in einem neuen Fenster ein «Mission B»-Liederheft mit CD «En Egge Natur» bestellen.

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En Egge Natur - Andrew Bond
Aus Mission B vom 18.03.2020.
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Nur Neugier wecken reicht nicht

«Ins Kinderlieder-Machen bin ich reingerutscht», sagt Andrew Bond. Immer wieder fehlte es ihm an Liedern für alltägliche Situationen – etwa das «Guezle» mit seinen Kindern. So komponierte er sie kurzerhand selbst. Was mit Liedern für die Familie begann, endete in über 100 Konzerten im vergangenen Jahr. «Nach dem zufälligen Reinrutschen bin ich also durchaus aktiv weiter gerutscht», meint er schmunzelnd.

Woher Andrew Bonds Liebe zur Natur kommt

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Seine ersten Lebensjahre verbrachte Andrew Bond in Kongo-Kinshasa. Dort fand das Leben draussen statt und das legte den Grundstein zu seiner Verbundenheit mit der Natur. Auch ein Umzug nach Yorkshire in England konnte ihn nicht vom Draussensein abhalten. Heute lebt er, umgeben von Wiesen, Wäldern und Weiden, in einem selbst errichteten Garten-Paradies in Wädenswil ZH. Es kommt vor, dass sich Leute beim Wandern in seinen Garten verirren, so verwunschen sieht dieser aus

«Mit meinen Liedern möchte ich die Neugier der Kinder wecken». Doch Lieder oder auch Bücher allein seien nicht genug. «Die Kinder müssen auch Gelegenheit haben, das Besungene draussen in der Natur zu erleben». Wie Raupen am Dill fressen, Hummeln Pollen sammeln oder Fledermäuse am Abendhimmel geräuschlos hin und her flattern.

Andrew Bond mit Feldstecher im Wald
Legende: Auch Andrew Bond geht gerne in der Natur auf Entdeckungstour. Andrew Bond

Aufruf zu Entdeckungsreisen

«Die Verbindung zur Natur passiert heutzutage kaum noch selbstverständlich», gibt Andrew Bond zu bedenken. In unserer Gesellschaft sei alles geregelt und verbaut. «Die grosse Kunst für uns Erwachsene ist es, die Kinder zu animieren mit der Natur und in der Natur zu leben. Dazu brauchen sie Hilfe. Sie brauchen eine Brücke von ihrem Zuhause – von ihren Geschichten, Büchern und Liedern – zu dem was draussen ist.» Dazu gehöre auch, dass die Kinder dreckig würden, dass sie die Gerüche der Natur kennenlernten und sich die Hände an einem Baumstamm aufkratzten.

Das Allerwichtigste ist für mich die Begeisterung für die Natur, von der Natur Fan zu werden, sie schön zu finden. Das möchte ich Kindern unbedingt weitergeben
Autor: Andrew BondKinderliedermacher

Andrew Bond plädiert dafür, dass die Erwachsenen die Kinder in die Natur mitnehmen. Denn die eigene Begeisterung weiterzuvermitteln sei entscheidend, damit die Kinder eine Beziehung zur Natur aufbauen könnten. «Was uns beschäftigt und am Herzen liegt, das kommt auch bei den Kindern an.»

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