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Die 180 m2 grosse Fläche ist zusammen mit Gärtner Dominique Schmucki entstanden
Aus Biodiversität vom 16.07.2020.
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Im Einsatz für Mission B Vom Rasen zur Ruderalfläche

Bis vor einem Jahr gab es im Garten von Beatrice Lindauer nur Rasen. Das hat sich nun geändert. Auf rund 180 Quadratmetern fördert sie die Biodiversität. In ihrem Naturgarten befinden sich eine Ruderalfläche, eine Totholzhecke und ganz viele Wildblumen.

Begonnen hat alles während einer Velo-Tour. Beatrice Lindauer war mit ihrem Mann in der Region Luzern unterwegs. Als sie an einer wunderschönen Wildblumenwiese vorbeifuhren, meinte ihr Mann: «Das müssen wir zuhause auch haben.» Und so begann Beatrice Lindauer zusammen mit Gärtner Dominique Schmuki, ihren Garten umzugestalten.

Es war hart, als Dominique in den Rasen stach und die Grasnarbe abgetragen hat.
Autor: Beatrice LindauerBesitzerin Naturgarten

Nach etwas mehr als einem halben Jahr ist der Garten kaum mehr wiederzuerkennen. Wo vorher perfekter grüner Rasen war, sind jetzt kleine und grosse Steine, Sandlinsen, Dornenzweige und natürlich viele Wildpflanzen zu finden. Das Zentrum des Gartens bildet die Ruderalfläche.

Ruderalfläche

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Eine Ruderalfläche ist eine meist brachliegende Bodenfläche. Ihr Ursprung kann natürlich sein (zum Beispiel durch Erdrutsche). In der vom Menschen kultivierten Landschaft sind solche Rohbodenstandorte selten. Ein Grund dafür ist die grossflächige Bebauung von Gebieten.

Ruderalflächen bieten Lebensraum für diverse Tier- und Pflanzenarten. Manche Arten können nur auf solch nährstoffarmem Gelände überleben. Solche Flächen sind für diese Tier- und Pflanzenarten deshalb überlebenswichtig.

Eine nützliche Steinwüste

Auf den ersten Blick sieht die Ruderalfläche etwas karg aus. Der Eindruck trügt nicht: Diese Fläche ist ein Extremstandort. Es kann dort sehr heiss werden und es sind nur begrenzt Nährstoffe vorhanden. Nur wenige Pflanzen können in einem solchen Untergrund überleben. Da es aber immer weniger derartige Flächen gibt, werden die dort lebenden Pflanzen bei uns auch immer seltener. «Dominique überzeugte mich, eine solche Fläche anzulegen», sagt Beatrice Lindauer. Sie wollte zu Beginn lediglich eine Blumenwiese anlegen. «Nun bin ich Feuer und Flamme für mein Projekt», schwärmt sie und kann es kaum erwarten, bis alle Pflanzen gewachsen sind. Viele neue Insektenarten hat sie bereits in ihrem geschaffenen Paradies entdeckt.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Monika Hug  (Frau Hug)
    Wohin man auch schaut, Schotterbeete, Beton, Kirschlorbeere, Thuja, Palmen und Rollrasen findet man landauf landab...die Menschen haben es immer noch nicht verstanden, dass das Insektensterben ein dramatisches Ausmass angenommen hat, und jeder und jede eine Veranstaltung dafür trägt.
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  • Kommentar von René Balli  (René Balli)
    Jeder Quadratmeter zählt! Habe auch eine kleine Wildwiese und erfreue mich ob all den Insekten. Man kann mit recht wenig schon sehr viel bewegen und verändern! Es gibt so viele toten Rasenflächen (grüne Wüsten) in der Schweiz, das Potenzial ist riesig.
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