Music Box

György Ligeti war es, der die Musik des genialen Aussenseiters der amerikanischen Musik Conlon Nancarrow in Europa bekannt gemacht hatte.

Werke beider Komponisten hat das Collegium Novum Zürich in seinem Konzert am 4. Mai in der Tonhalle vorgestellt: das späte Klavierkonzert von Ligeti und eins der raren Stücke seines «Bruders im Geiste» Nancarrow, das er für lebende Interpreten komponiert hatte (die weitaus meisten seiner Werke hatte er für ein über Lochstreifen angesteuertes Player Piano geschrieben, das seine aberwitzig komplexen Rhythmen perfekt umsetzten konnte).

Conlon Nancarrow: Piece Nr. 2 for Small Orchestra (1986)
Franco Donatoni: «Hot» für Solo-Saxophon, Klarinette, Trompete,
Posaune, Schlagzeug, Klavier und Kontrabass (1989)
Marko Nikodijevic: «Music Box / Selbstportrait mit Ligeti und Strawinsky (und Messiaen ist auch dabei)» für Ensemble (2001 / 2003 / 2006)
György Ligeti: Klavierkonzert (1985 1988)

Collegium Novum Zürich
Jonathan Stockhammer, Leitung
Rico Gubler, Saxophon
Stefan Wirth, Klavier

Konzert vom 4. Mai 2015, Tonhalle Zürich

Redaktion: Florian Hauser