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Porträtaufnahmen der Experten
Legende: Dr. Daniel Brunner, Dr. Heinrich Kläui und Dr. Heike Schwemmer SRF
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Schlafstörungen «Ist CBD eine gute Alternative zu Schlafmitteln?»

Daniel Brunner, Heinrich Kläui und Heike Schwemmer haben Ihre Fragen im «Puls»-Chat beantwortet.

Fachpersonen im «Puls»-Chat

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Chatprotokoll

Grüezi ich (70) nehme seit ca. 2 Jahren häufig 1/2 Tabl. Zolpidem !!! möchte gerne damit aufhören schaffe es aber nicht wirklich haben Sie mir einen Ratschlag. Danke

Heinrich Kläui: wenn Sie häufig, aber nicht täglich eine halbe Tbl Zolpidem einnehmen, haben Sie eine gute Chance, damit aufhören zu können. Besuchen Sie Ihren Hausarzt/ärztin und sprechen Sie über psychotherapeutische Hilfe (kognitive Verhaltenstherapie)

meine Partnerin nimmt Valium (2.5 - 5 mg abends) weniger wegen der sedierenden als vielmehr wegen der muskelentspannenden und krampfverhindernden Wirkung. Sie hatte bereits mehrere Ops wegen Spinalkanal-Verengung und diverse Infiltrationen. Der Zustand war bis vor wenigen Monaten so gravierend, dass eine weitere Ops ins Auge gefasst wurde. Seit der Einnahme von Valium ist das Problem nun weitgehend behoben. Ihre Meinung dazu ? Besten Dank !

Heike Schwemmer: Da eine längere iennahme von Valium auch duetliche Nebenwirkungen hat, sollten auch noch andere Möglichkeiten der Muskelentspannung versucht werden. In dieser Indikation wird z.T. auch eher auf andere Medikamente zurückgegriffen, die zwar auch zu den benzodiazepinen gehören, aber primär Muskelrelaxantien sind.

guten abend.ich nehme jeden abend 1/4 zopidem .also 0.25 mg .macht das auch süchtig.nehme es wegen ängsten und aufschrecken beim einschlafen.auch muskelschmerzen .bin in behandlung.psychopharmaka vertrage ich nicht .auch mehr zolpidem nicht.danke für eine antwort

Heinrich Kläui: Guten Abend eine Vierteltablette Zolpidem ist eine niedrige Dosis; aber auch mit einer kleinen Dosis kann man von einer leichten Abhängigkeit sprechen, wenn Sie dies schon mehrere Monate einnehmen. Versuchen Sie (vielleicht mit Hilfe Ihres hausarztes/Ihrer Hausärztin oder eineR PsychologIn), ganz aufzuhören. Pflanzliche Medikamente sind durchaus wirksam als Ersatz!

Guten Tag.Ich nehme Altershalber 57, zum Schlafen 1 Tablette Utogestan und Oestrogel für die Wallungen die komplett weg sind. Anfangs hat das mit dem Schlafen gut geklappt. Dann nicht mehr, auch 2 Utogestan halfen nicht weiter. Im Moment nehme ich eine Uto und dazu 15mg Dalmadorm. Damit klappt der Schlaf einigermassen, so 6-7 Std nicht aber am Stück. Habe aber viel schwierige Träume etc. Soll ich das Dalmadorm erhöhen? Vielen dank.

Heike Schwemmer: Eine Erhöhung von Dalmadorm ist keinesfalls zu empfehlen. Die Träume konnten auch eine NW von Dalmadorm sein. Auch ist das Risiko der Abhängigkeitsentwicklung gegeben. Ich empfehle Ihnen sich bei einem Psychiater über Alternativen beraten zu lassen

Seit Februar habe ich massive Einschlafstörungen. Habe verschiedenes probiert. Was soll ich tun? 78 Jahre alt, keine Sorgen, bin eigentlich eine zufriedene Frau.

Heike Schwemmer: Ich empfehle Ihnen eine Abklärung der Schlafstörungen, da diese ein Symptom anderer erkranungen sein können.

Ich schlafe seit Kind schlecht.Bin jetzt 63j und schlafe fast jede Nacht schlecht ca. 4-5 Std.oder gar nicht. Wenn ich in der Woche einmal 5 Stunden am Band schlafe, ist das viel. Ich nehme immer entweder Schlaftee mit Baldrian oder Schlaftee mit Sanalepsin. Mit 35 Tropfen Sanalepsin kann ich einigermassen schlafen. Merke aber nach regelmässiger Anwendung eine Neigung zu Depressionen. Darum nur ca. 1mal pro Woche für 1 Nacht Sanalepsin. Ich hatte alle schlaffördernde Massnahmen getroffen.

Heinrich Kläui: Sanalepsi ist auch bei längerem Gebrauch wahrscheinlich harmlos; allerdings wäre es gut, wenn eine niedrigere Dosis ausreichen würde. Ob die Dperession mit dem Sanaleposi in Verbindung steht, ist für mich fraglich; eher in Verbindung der Schlafstörung. Ich würde psychologische Hilfe suchen und eine nichtmedikamentöse Behandlung der Schlafstörung beginnen.

Vor grösseren Herausforderung, besonders im Beruflichen Alltag, aber auch bei privaten, freudigen Ereignissen, ist es mir unmöglich ohne Schlaftabletten einzuschlafen. Ich habe von Autogenem Training, Selbsthypnose, Beruhigungstees, treibe viel Sport etc. alles versucht. Ich bin noch jung und möchte von den Medikamenten (Temesta, Trittico) wegkommen, die ich ca. 3 mal/ Woche nehme. Was könnte mir helfen? Ich vermute, dass es bei mir um Versagensängste handeln könnte.

Heinrich Kläui: ich würde psychotherapeutische Hilfe suchen; Psychotherapien sind sehr wirksam bei Angstzuständen/angst vor Schlaflosigkeit.

Guten Abend, ich kann gut einschlafen, erwache aber praktisch immer zwischen 01.00 und 1.30 Uhr und habe danach mühe wieder einen guten Schlaf zu finden. Ich habe es mit aufstehen probiert, Tee trinken etc. manchmal hilft es aber meistens drehe ich mich ab dann von einer Seite auf die Andere. Gerne würde ich mal wieder einige Stunden aneinander schlafen.

Heike Schwemmer: Sie berichten über eine Durchschlafstörung. Eine Abklärung der Schlafproblamtik ist zu empfehlen und eine medikamentöse Behandlung (keine Benzodiazepine) ist möglich.

ich frage mich, ob mir bei meinem/n Schlafproblemen, Medikamente helfen könnten. Zum einschlafen, ich gehe meist zwischen 23.00 und 23.30 zu Bett, habe ich keinerlei Probleme, aber nach 1-2 stunden wache ich auf und dann beginnen meine Gedanken zu rotieren und ich bin stundenlang wach. sodass ich vor dem aufstehen, so ca. 07.00 Uhr höchstens noch eine halbe Stunde schlafen kann. Alles was mich tagsüber beschäftigt oder belastet, das kommt Nachts rauf.

Daniel Brunner: Kurzes Aufwachen in der Nacht ist eigentlich normal und geschieht auch bei guten Schläfern häufig, ohne dass die Wachzeiten dann am Morgen erinnert werden. Wenn die kurze Wachzeit zu einer längerer Wachphase mit rotierenden Gedanken führt ist es das Beste, das Schlafzimmer zu verlassen und an einem Tisch oder Pult sitzend einer ruhigen Tätigkeit (Tee trinken, Lesen, Kartenspiel) nachzugehen bis man wieder Schlafbereitschaft verspürt. Nachts soll die Uhrzeit nie beachtet werden. Gehen Sie erst wieder zu Bett, wenn sie sich schlafbereit fühlen.

Seit über 20 jahren, nun 84, bin ich mal mehr mal weniger auf Schlafmittel angewiesen, kenne eine grosse menge dieser Schlafmittel. Gegenwärtig verschrieb mir der Arzt Zoldorm, abwechslungsweise mit Seresta. Letzteres wirkt fast nicht, sodass ich dann spät in der nacht noch Zoldorm nehme. Soll ich Sereste einfach weglassen? Danke für ihre antwort.

Heinrich Kläui: man dachte zuerst, Zoldrom seit harmlos, weiss aber mittlerweile, dass sie im wesentlichen gleich sind wie Benzodiazepine (Seresta). Ich würde dennoch versuchen, nur noch Zoldorm zu nehmen und in einem weiteren Schritt das Zoldorm langsam und in kleinen Schritten zu reduzeiren.

Wie harmlos ist Zolpidem.

Heinrich Kläui: man dachte bei der Einführung der Z-substanzen, sie seinen harmloser als Benzodiazepine; mittlerweile weiss man, dass sie ähnliche Nebenwirkungen (Abhängigkeit, Sturzgefahr) haben und deshalb zu vermeiden sind.

Guten Abend. Welche Auswirkungen haben Schlafmittel auf die Schlafqualität und die Erholungswirkung des Schlafs? Vielen Dank

Heike Schwemmer: Schlafmittel können die natürliche Schlafarchitektur verändern, dies ist abhängig vom Medikament. Benzodiazepine z.B. beeinflussen weniger die REM-Phase

Mein Freund hat ca. 5 Monate Bromazepan genommen wegen einer Angststörung. Er reduzierte es und nimmt heute keines mehr seit ca. 2 Monaten, hat aber immer noch oft Kopfschmerzen. Was hilft gegen diese Kopfschmerzen? Pfefferminzöl oder sonst etwas Mildes? danke!!!

Heinrich Kläui: die Kopfschmerzen sind eher keine Nachwirkung von Bromazepam. Kopfschmerzen sind häufig bei Angststörungen (sog., süpannungskopfschmerzen). Er soll es mit seinem/seiner PsychotherapeutIn Besprechen!

Ich bin 72 und nehme seit ca. 30 Jahren jeden Abend 1 mg Tablete Temesta. Ich wollte schon mehrmals aufhören, aber mein Arzt sagt, besser eine Tablette als nicht schlafen. Ich vertrage die Tabletten sehr gut und habe keine Nebenwirkungen. Ich habe schon probiert selbst aufzuhören mit verschiedenen Methoden wie autogenes Training, Akupunktur usw. Wie kome ich von dieser Sucht los?

Heinrich Kläui: ich w'rde Ihnen empfehlen, einen Absetzversuch zu unternehmen, vielleicht unterstützt mit Psychotherapie und/oder pflanzlichen Medikamenten. Sie haben den Wunsch, davon wegzukommen; Ihr Arzt sollte Sie dabei unterstützen.

Ich habe eine Fitbit Uhr, die meine Schlafphasen mist. Wie lange sollte die Tiefschlaf und Rem Phase dauern. Ich habe sehr lange wach und leichtschlafphasen. Was ist gesunder Durchschnitt?

Daniel Brunner: Die Messung von Schlaf kann eigentlich nur über die Messung der Hirnströme und Augenbewegungen erfolgen. Die mobilen Geräte wie Fitbit schätzen über Bewegungssensoren und die gemessene Aktivität ab, ob jemand wach ist oder ruhig oder unruhig schläft. Je nach normalen oder abnormen Bewegungen im Schlaf (periodische Beinbewegungen, Atemstörungen, normale Zuckungen im REM-Schlaf) werden diese Schätzungen stark beeinflusst. Es gibt deshalb keine guten Vergleichs-oder Normwerte. Die Beschäftigung und die Vergleiche mit Messwerten führen bei Personen mit Schlafproblemen zu einer erhöhten Spannung und Aufmerksamkeit in der Nacht und zur unbewussten Überwachung des eigenen Schlafs, was dann zu einer Verschlechterung des Schlafs führt. Bei korrekter Messung des Schlafs sollte REM-Schlaf etwa 20% der Schlafzeit ausmachen. Andere Stadienanteile hängen stark vom Alter ab.

Ich bin sportler und habe grosse mühe nach einem spiel einzuschlafen, hilft cbd tropfen einzuschlafen oder eher thc? Wie steht es ums cbd? Ist es vielleicht sogar gut?

Heike Schwemmer: THC wird als Muskelrelaxans eingesetzt, CBD hat oft einen kleinen THC-Anteil. Es besteht auch hier das Risiko einer Abhängigkeitsentwicklung und damit auch verbundenz.B. eine Leistungsminderung. Nach einer sportlichen Aktivität ist es normal, dass man nicht Schlafen kann, sondern erst abschalten muss. Dies kann man auf unterschiedlichen Wegen erreichen. Z.B. auch gezielte Entspannungsverfahren, Musik hören etc.

Ich bin 58zig, kam mit 50zig in die Wechseljahre = Schlafstörungen / Hitzewallungen. Obwohl seit ein paar Monaten besser, leide ich seither darunter, vor allem nachts. Ich wache mehrmals auf, wegen einer Hitzewallung. Erst wenn ich wieder abgekühlt bin, kann ich weiterschlafen. Meine Energie tagsüber ist sehr eingeschränkt dadurch. Probiert habe ich alles Mögliche pflanzlicher Natur, auf Medis habe ich mich nie eingelassen. Was raten Sie mir?

Heinrich Kläui: besprechen Sie sich mit Ihrer Frauenärztin/Ihrem Frauenarzt: es gibt gute, auch pflanzliche Medikamente gegen die Wallungen. Und einmal werden die Wallungen auch aufhören...

Ist Baldrian Tee harmlos bzw. gibt es irgendwelche Hilfsmittel die unbedenklich sind und zum Einschlafen helfen?

Heinrich Kläui: nach heutigem Wissen in Baldrian in den üblichen Dosen harmlos.

Seit knapp einem Jahr habe ich Schlafstörungen. Seit Oktober gehe ich zur Psychiaterin, war auch währends eines Monats in Münsingen. Da haben sie angefangen, mir 500mg Redormin und 75mg Sequase zu verschreiben. Num schlafe ich meist gut, allerdings wache ich am Morgen nur noch mühsam auf. Schlaf habe ich ca. 8h pro Nacht. Was gäbe es da für eine Lösung? Ich habe es schon mit einer Reduktion auf 50mg probiert, allerdings liege ich dann 1-3h pro Nacht wieder wach.

Heike Schwemmer: Diesees Problem ist nicht selten, dass das Aufstehen am Morgen bei Einnahme von Quetiapin (Sequase). Eventuell könnten ise die Einnahme etwas vorziehen, damit dies nicht mehr so sher am Morgen wirkt. Wenn dieser "Hang-over" sehr belastend ist, sollten Sie mit Ihrer Psychiaterin nach Alternativen schauen.

Seit mehr als 12 Jahren brauche ich Seroquel 25mg zum einschlafen. Heute bin ich 29Jahre alt. Früher hatte ich bis zu einer 8fachen Dosis gebraucht, um müde zu werde bzw einschlafen zu können. Ich möchte gerne vom Seroquel wegkommen, da ein Kinderwunsch besteht. Meine Frage an Sie: bis jetzt hat Dies nicht geklappt, kann dies unter ärztlicher Begleitung erneut versucht werden? Oder was gäbe es für Alternativen? Übungen, atemtechniken, homöopathie habe ich durch. Ich danke für eine Rückmeldung

Heike Schwemmer: Wir haben gute Erfahrungen mit einem hypnotherapuetischem Ansatz.

Guete Obig! Ich (72, m) nehme unregelmässig (1-2mal pro Woche) eine halbe Tabl. (O,5mg) Temesta Expidet am frühen Morgen, weil ich viel zu früh erwache und nicht mehr einschlafen kann. Ich habe oft spontan Durchfall und bin lärmempfindlich und oft "dünnhäutig" in zwischenmenschlichen Reaktionen. Ist das auf das Medi zurückzuführen und gäbe es einen Ersatz zum Benzo? Danke.

Heinrich Kläui: bei dieser Einnahmeart kann man nicht von Abhängigkeit sprechen. Ich würde Ihnen dennoch empfehlen, auf das Temesta zu verzichten; einerseits ist es nicht sinnvoll, nach MItternacht ein Schlafmittel zu nehmen (hangover am nächsten Morgen; Sie dürfen zB kein Fahrzeug führen, solange Temesta noch wirkt); andererseits kann am frühen Morgen getrost auf ein Schlafmittel verzichtet werden: stehen Sie einfach auf und genissen den Tagesbeginn; Ihr Körper wird sich den fehlenden Schlaf in den nächsten Nächten wieder holen.

MeineFfrau nimmt (nicht regelmässig) Temesta -1/2 Tablette pro Nacht - als Einschlafhilfe. Führt das nach ca. zwei Jahren zur Schäden , wenn ja - wie äussert sich das?

Heinrich Kläui: wenn sie gelegentlich Temesta nimmt (1-2x/woche höchstens), ist das wahrschienlich ungefährlich. Aber: braucht Sie es wirklich? Eine schlaflose Nacht kann der Körper verkraften; er wird sich den fehlnden Schlaf in den nächsten Nächten wieder holen.

Guten Tag. Ich bin weiblich, 22 Jahre alt. Von meinem Arzt wurde mir zum Einschlafen das Autogene Training empfohlen, da ich wegen meinen leichten Depressionen nicht so gut zur Ruhe kommen kann. Würden Sie dies auch empfehlen? Ich habe am Abend oft Mühe mit dem einschlafen. Gibt es andere Möglichkeiten noch?Herzlichen Dank.

Heinrich Kläui: Autogenes Training ist eine sehr gute Methode zum einschlafen.Ich würde Ihnen nichts anderes empfehlen. Es stellt sich die Frage, ob die Depression genügend behandelt ist (Psychotherapie)?

Ich habe jahrelang 1/2 bis 1 Stilnox genommen. Nun, auch wegen leichten Depressiomen, seit ca. 4 Monaten Surmontil. Ich nahm anfangs 25 mg, was eindeutig zu viel für mich war. Danach 12.5 mg und jetzt nehme ich nur noch ca 8- 10 Tropfen. Kann ich dies über langere Zeit nehmen und gibt es eine Gewöhnung, dh. dass ich irgemdwann mehr benötige? Vielen Dank!

Daniel Brunner: Surmontil führt selten zu einer Gewöhnung oder gar Abhängigkeit. Man sollte aber neben dem schlaffördernden Mittel auch die Depression wirksam behandeln. Dazu können Sie eine Fachperson kontaktieren um nötigenfalls eine Gesprächstherapie aufzunehmen oder/und ein Antidepressivum (SSRI) für den Tag zu verwenden.

Sind sehr niedrig dosierte Neuroleptika eine Alternative, da diese sehr selten zu Abhängigkeiten führen?

Heinrich Kläui: aus hausärztlicher Sicht sind Neuroleptika unter gewissen Beidnungen eine Alternative, da sie nach heutigem Wissen nicht abhängig machen. Hingegen haben sie andere Nebenwirkungen - mit ihrem Hausarzt/ärztin zu besprechen!

Habe jahrelang Demetrin genommen und dann einen kalten Entzug gemacht, da mein Hausarzt nicht realisierte wie schlimm das ist. Nun habe ich seit zwei Jahren immer noch Beschwerden wie wackeln (wie auf einem Schiff), schwere müde Beine. Kann mir etwas helfen? Oder bleiben diese Beschwerden nach Entzug ein Leben lang?

Heike Schwemmer: Die Beschwerden eines Benzodiazepinentzuges sind tatsächlich oft noch lange vorhanden, auch übe rzwei Jahre. Dennoch halte ich es für sinnvoll auch andere Ursachen auszuschliessen. Regelmässige Bewegung, Ablenkung von den Beschwerden sind wichtig.

Ich mache am frühen Nachmittag einen Powernap (20-25Min.), wenn ich nicht dazukomme manchmal auch erst um 17h oder 18h. Ins Bett gehe ich in der Regel um Mitternacht oder etwas später, bedingt durch die Arbeit meines Mannes. Nun passiert es mir, dass der Nachtschlaf nach 20-25 Min. (ca. 40% der Nächte) durch eine Wachphase von vielleicht 5-20 Min. unterbrochen wird, nachher schlafe ich gut. Soll ich mich damit arrangieren oder haben Sie mir einen Rat?

Heinrich Kläui: als Hausarzt würde ich Ihnen empfehlen, dies einfach zu akezeptieren udn als Ihre Art, zu schlafen, ansehen. Dei Nebenwirkungen einer allfälligen Therapei stehen in keinem Verhältnis zur Schlafstörung - ausser vielleicht ein pflanzliches Präparat, das können Sie versuchen.

Gute Abend Mein Freund hatte vor kurzer Zeit eine Herzbypass Operation. Er bekam nach der Operation Temesta wieso werden solche Medikamente gegeben wen mahn weiss das sie so schnell abhängig machen?

Heike Schwemmer: Diese Medikamente haben kurzfristig durchaus ihre Berechtigung und Indikation. Gerade nach so schweren Operationen ist eine gute Beruhing oft sinnvoll. Wichtig ist die Dauer der Einnahme so kurz wie möglich zu halten

Was halten Sie von Melatonin als Schlafmittel ?

Heinrich Kläui: Melatonin wird empfohlen bei Schlafstörungen durch Phasenverschiebung (jetlag; wenn sie als "Eule" wie eine Lerche leben müssen, wegen der Arbeit zB). Sicher nicht langfristig zu verwenden; über die Nebenwirkungen weiss man noch zu wenig.

Wie gefährlich ist die tägliche Einnahme von 30 Tropfen Sanalepsi N gegen Schlafstörungen, kurz vor dem Schlafen.

Heinrich Kläui: Sanalepsi ist ein Antihistaminikum (Medikament gegen Alleergien) der ersten Generation, das müde macht; daher wird es heute als Schlafmittel verwendet, nicht mehr als Antiallergicum. Es ist wahrschienlich harmlos; allerdings ist ein langfristiger Gebrauch von Schlafmitteln aus prinzipiellen Überlegungen nicht zu empfehlen. Gegebenenfalls könnte Ihnen ine Verhaltenstherapie helfen, damit Sie ohne Medikament schlafen können.

Seit 5Jahren nehme ich nun Quetiapin zum schlafen.Das Mittel war zu Beginn ein Segen.Doch jetzt ein Fluch.Ich kann gut einschlafen aber ich fühle mich jeden Morgen wie erschlagen.Es braucht lange bis ich am Morgen in Gang komme.Gibt es eine Möglichkeit dass ich noch einmal von dem Medi wegkomme?Ich bin erst 53 Jahre

Daniel Brunner: Quetiapin wirkt stark dämpfend und sollte nur bei fachärztlicher Indikation langfristig eingenommen werden. Sie sollten sich an eine Fachperson oder ein schlafmedizinisches Zentrum wenden, damit Sie bezüglich des Schlafproblems umfassend abgeklärt werden und in spezifischen Therapien instruiert werden können. Vielleicht liegt eine körperliche oder neurologische Ursache vor. Um ein Schlafmittel ausschleichen zu können muss vorerst eine andere wirksame Therapieform erlernt oder angewendet werden. Bei fachspezifischer Abklärung und Therapie ist Schlaflosigkeit in den meisten Fällen gut behandelbar.

Ich bin 23 Jahre alt und habe eine Krankheit mit chronischen Schmerzen. Oftmals habe ich Probleme am Abend einzuschlafen oder allgemein durchzuschlafen. Zudem brauche ich überdurschnittlich viel Schlaf, damit ich überhaupt fit bin (mind. 10h). Haben Sie mir einen Tipp, wie ich schneller einschlafen kann und ist es normal braucht ein Mensch so viel Schlaf?

Heinrich Kläui: der Schlfabedarf ist individuell sehr verschieden. Schlafen Sie erst seit Ihrer Erkankung so lange - oder schon immer? Auch die Einschlfdauer ist individuell sehr unterschiedlich. Ihre Schmerzen und Ihre Krankheit haben sicher eine Auswirkung auf das einschlafen. Wenn die Schlafstörung sie stört, nehmen Sie spezialärztliche Hilfe (Schmerzspezialist, Psychotherapeut) in Anspruch.

Meine Schwiegermutter nimmt seit 30 Jahren Schlaftabletten/Beruhigungsmittel. Sie ist jetzt 97 Jahre alt. Kann man das überhaupt noch absetzen oder ändern?

Heike Schwemmer: Nach einer 30jährigen Einnahme ist der Entzug allgemein schwierig. Auch wenn ein erhöhtes Sturzrisiko gegeben ist, so ist in diesem Alter ein Entzug sehr kritisch zu sehen und auch dieser birgt Risiken. Ihre Schwiegermutter sollte dieses gesegnete Alter möglichst gut geniessen können, auch mit den Medikamenten.

Ich bin 66 Jahre alt, männlich, hatte vor 25 Jahren aus dem Nichts grösste Schlafprobleme (Schlaflabor, alle erdenklichen Methoden). Ein Grund konnte nie festgestellt werden. Nach 2 Jahren ging es wieder besser (hatte sogar während 2 Wochen Rohypnol) Ein Psychiater hat mir dann Nozinan verschrieben. Bis heute nehme ich jeden Abend eine halbe Tablette (12.5 mg). Der Hausarzt meint, dieses Produkt, resp. Dosis sei unbedenklich - stelle keine Nebenwirkung fest - Ihre Meinung? - vielen Dank.

Heinrich Kläui: Nozinan in niedriger Dosis ist eine valable Option: geringe Nebenwirkungen (das Präparat ist seit Jahrzehnten bekannt, da sind keine Überraschungen zu gewärtigen), keine Abhängigkeit.

Hallo. Meine Freundin nimmt über mehreren Jahren das zolpidem zum schlafen. Dies wird von ihr Psychiater verschrieben. Ich habe sie schon mehrmals versucht auf dies anzusprechen wegem der Abhängigkeit. Ihr arzt meinte, dies macht nicht unbedingt abhängig. Jetzt habe ich Angst, dass sie ohne dieses medi einschlafen kann. Kann auch eine arzt Entzug geben beim zolpidem? LG Roger

Heike Schwemmer: es ist richtig, dass auch Zolpidem abhängig macht. Auch bei einer geringen Dosierung von Zolüidem können bei pltäzlichem Absetzen entzugserscheinungen auftreten. eine ärztliche Begleitung der Entzugsbehandlung ist empfehlenswert.

Ich nehme seit längerem serucuel und würde gerne mal wissen wie es mit dem süchtig werden aussieht?

Heike Schwemmer: seroquel macht nicht abhängig

Meine Mutter hat seit 1957 bis zu ihrem Tod im 2011 ( sie wurde 96) ziemlich starke Schlaftabletten genommen. Es scheint ihr nicht geschadet zu haben. Sie war bis zum Schluss auch mental in recht guter Verfassung. Meine Frage: gibt es auch wirklich Menschen, die Schlaftabletten ohne Unterbruch problemlos nehmen können? Oder war sie eine Ausnahme?

Heinrich Kläui: das ist so: die Benzodiazepine (und Z-Substanzen) sind eigentlich gute Medikamente mit wenigen Nebenwirkungen - darum wurden sie früher auch in grosser Menge verwendet. Aber. es besteht - gerade im Alter - eine nicht unerhebliche Sturzneigung (Ihre Mutte hatte Glück!) - und man wird abhänig. Mit einer Abhängigkeit kann man leben udn alt werden wie Ihre Mutter. Darum werden diese medikamente bei Betagten, die mit dem Medikament ins Heim eintreten, oft weiter gegeben, weil die Balance Schaden - Nutzen im Einzelfall eher für den Nutzen sprechen kann.

Ich nehme seit etwa 10 Jahren zum schlafen 25 mg Quetiapin. Ist das ebenfalls schädlich? Was hat es für Langzeit-Nebenwirkungen?

Heike Schwemmer: Quetiapin (Seroquel) hat kein Abhängigkeitspotenzial und ist in dieser sehr niedrigen Dosierung gut verträglich. Bei regelmässiger Medikamenteneinnahme ist eine regelmässige (z.B. 1/Jahr) Kontrolle von Leber und Nierenwerten sinnvoll. Auch sollte man z.T. bei Kombination mit anderen Präparaten vorsichtig sein. Ingesamt aber ist die niedrige Dosierung eher unproblematisch

meine Frauenärztin empfiehlt Hormone, da sträuben sich mir die Haare :(

Heike Schwemmer: Auch Hormone sind bei entsprechender Indikation durchaus sinnvoll.

Hallo, ich hatte schon drei Burnouts (letztes vor einem Jahr) und dementsprechend über Jahre Schlafprobleme, insbesondere Durchschlafproblem. Seit meinem letzten Ausfall kann ich zudem ohne Sequase nicht einschlafen, egal wie müde ich bin. Die Psychiaterin weiss auch keinen guten Rat, wie ich wieder 'schlafen lernen' kann. Ich versuche regelmässig und zeitig zu Bett zu gehen, mache Yoga, zwischendurch meditiere ich zum Beruhigen, die stark reduzierte Energie hemmt leider den Bewegungsdrang.

Daniel Brunner: Bei Erschöpfung und Burnout wird oft vergessen, dass für einen guten Nachtschlaf auch Regeneration und Erholung tagsüber in Form einer kurzen Auszeit (20 min mit Timer, liegend und Augen geschlossen) nötig sind. Übermüdung am Abend führt nämlich zu unruhigem Schlaf und schlechterem mentalen Abschalten. Ihre geschilderten Therapieversuche können auch zu erhöhter Spannung und Erwartungshaltung führen. Sie sollten sich bezüglich der Therapie der Schlaflosigkeit an eine Fachstelle wenden. Gleichzeitig mit der Behandlung der Erschöpfung soll auch eine Beratung im Umgang mit der Schlafstörung erfolgen.

Guten AbendBesten Dank, dass Sie sich Zeit nehmen. Auch ich nehme ab und zu Zolpydem mit ungutem Gewissen. Ich schlafe oft 1 bis 2 Stunden und dann ist Schluss. Kurz bevor ich dann zur Arbeit muss könnte ich schlafen. Mein Hausarzt meint jedoch, ich bräuchte keine Schlafklinik zur Abklärung. Ich bin weiblich, 62 Jahre alt, fit, wohne in Winterthur und bin nicht im Hausarztmodell. Was raten Sie mir zum Verbessern des Schlafes? Ich habe immer das Gefühl, dass ich einfach nicht "überegheie" :-)Oft kann ich auch über sehr lange Zeit nicht einschlafen. Besten Dank für Ihre Antwort.

Heike Schwemmer: Neu aufgetretene Schlafstörungen, die länger bestehen bleiben, sollten abgeklärt sein. Das Schlflabor ist eine Möglichkeit. Schlafstörungen sind komplex und eine gute Anamneseerhebung zur Abklärung ist sinnvoll. Gibt es wietere Beschewrden wie z.B. Grübeln, Gedankenkreisen etc. Wie schon in einer anderen Antwort beschireben, haben wir gute Erfahrung mit dem hypnotherapeutischen Ansatz

Ist die regelmässige Einnahme von CBD-öl-Tropfen unproblematisch?

Heike Schwemmer: DA CBD meist auch THC enthält, wenn auch nur in geringen Mengen, ist die regelmnässige Einnahme nicht unproblematisch.

Ich bin 72 und nehme seit ca. 8 Jahren jeden Abend eine halbe bis eine ganze Tablette Stilnox vor dem schlafen. Ich möchte davon loskommen. Meine Hausärztin meint, ich könne es mit Trittico versuchen. Kann dies funktionieren? Ich bewege mich sehr oft und viel, lange Wanderungen, Velo, etc. - allgemein aktiv und kann trotz Müdigkeit keinen Schlaf finden.

Heike Schwemmer: Trittico ist sicherlich eine gute Alternative. Da Sie aber Stilnox schon seit mehreren Jahren sehr regelmässig nehmen, sollten Sie dies nicht einfach so absetzen, Entzugserscheinungen sind möglich. Hier ist eine ärztliche Begleitung indiziert.

Guten AbendMeine Frage an Sie: Ich nehme seit rund 10 Jahren (fast täglich) max 1/2 Zolpidem. Habe eine Studie gelesen, welche besagt, dass z-Medikamente krebserregend sind. Ist das so?

Heinrich Kläui: ich habe 2 Arbeiten gefunden, die eine Assoziation zeigen udn eine, die keine zeigte. In diesen Föllen handelt es sich um sog. Assoziationsstudien (man findet eine Häufung von 2 Ereignissen), die keine Rückschlüsse auf eine kausalität (eine Ursache-Wirkung-Beziehung) erlauben. Also: derzeit keine Risiko nachgewiesen; vielleicht weiss man in 5 Jahren mehr?

Hallo ich nehme seit 4 Jahren Halcion. Aber nicht regelmässig etwa 1 -2 mal pro Woche. Besteht da ein Risiko.

Daniel Brunner: Die sporadische Einnahme von Halcion ist weniger bedenklich, wenn Sie die Einnahme strikte beschränken. Es besteht jedoch die Gefahr, dass Sie neben dem Schlafmittel keine andere Strategie im Umgang mit den normalen dynamischen Schwankungen des Schlafs erlernen. Oft reicht bei erhöhter Aufregung oder Spannung eine spätere Bettgehzeit, regelmässige Aufstehzeit an 7 Tagen der Woche und andere Verhaltensmassnahmen um die Einnahme des Schlafmittels zu beschränken oder ganz auszulassen.

Ich bin 58 Jahre alt. Seit vielen Monaten kann ich schlecht ein -und durchschlafen auch werde ich oft wach infolge Wallungen. Seit der Sommerzeitumstellung hat es sich noch verschlechtert. Mein Frauenarzt verschrieb mir Climavita forte, das hilft gegen Wallungen und neu verschreib er mir Redormin 500mg. Eine einmalige Einnahme nütze nichts. Soll ich diese einfach ein Zeitlang nehmen? Oder was raten Sie mir könnte ich noch versuchen.

Heinrich Kläui: Ich finde diese Kombinationsbehandlugn sinnvoll; es handelt sich um pflanzliche Medikamente ohne Suchtrisiko. Nehmen Sie diese ein; die Wallungen werden ja auch einmal aufhören...

Wie stelle ich es an, von Temesta loszukommen. Muss ich zwingend in eine Klinik?nach Einnahme von Temesta 15 Jahre lang, habe ich schon Respekt vor dem Entzug. Habe bis heute von 1,25 mg /d auf 0,75 mg/d ausgeschlichen. Aber sehr langsam. In Ergänzung nehme ich zum Schlafen Passiflorakapseln und ev. Tropfen. Ich habe es seinerzeit aufgrund von Tchykardie verschrieben bekommen. Habe immer mehr Nebenw. Vergesslich, unentschlossen, depressiv, unkoordiniert, Stürze, Ekzeme, Erschöpfung Launenhaftig

Heike Schwemmer: Man muss den Entzug nicht zwangsläufig in einer Klinik machen. Häufig ist es so, dsas der letzte Schritt, der der Schwierigste ist, in stationärem Rahmen leichter fällt und eine regelmässige Überwachung ist gegeben. Aber es muss nicht zwangsläufig sein. Ich empfehle Ihnen aber, mit Ihrem Arzt über einen sogenannten "Anfallsschutz" zu sprechen und diesen vorübergehend einzunehmen. Sogenannte epileptische entzugsanfälle sind eine mögliche Komplikation, und dieses Risiko kann gemindert werden

Ich bin 66 und nehme seit vielen Jahren Zoldorm wegen Schlafstörungen. Allerdings nur maximal 5mg pro Nacht. Es reicht ein kleines Stücken einer Tablette. Das Medikament wirkt wie ein Trigger. Wegen Prostataproblemen muss ich einige male nachts aufstehen, die Blase entlehren. Da hilft dieser Trigger recht gut. Ich habe selber nicht das Gefühl einer Abhängigkeit. Es gibt Phasen, wo ich das Medikament gut absetzen kann. Was halten sie davon? doch zuviel? Prostata wird in wenigen Tagen operiert

Heinrich Kläui: eine kleine Dosis Zoldorm ist in Ihrer Situation sinnvoll und wahrscheinlich ungefährlich (bis auf das Sturzrisiko, da Sie jede Nacht aufstehen müssen - aber die Dosis, die genügt, ist glücklicherweise gering). Versuchen Sie, immer kleiner "Bröckli" zu machen, bis Sie am Schluss weg sind vom Zoldorm.

Zapidem-Mepha sagt, dass die Wirkung ähnlich wie Benzo ist. Ist es deshalb weniger schädlich? Wird man weniger abhängig? Danke

Heinrich Kläui: nach heutigem Wissen ist es vergleichbar schädlich und die Abhängigkeitsgefahr ist ebenfalls vergleichbar; beide Substanzklassen wirken auf den gleichen Rezeptor (GABA) im Gehirn.

+++ Chat-Admin: Wenn Sie wissen wollen, ob Ihr Schlafmittel ein Benzodiazepin ist: https://compendium.ch/search/benzodiazepin/de, Link öffnet in einem neuen Fenster +++

Mein Mann nimmt regelmässig Zolpidem Streuli, 10 mg. Er sagt, dass dies nicht abhängig mache. Meine Problematik ist, dass ich ein paar Tage pro Monat Einschlafstörungen habe. Ich bin stundenlang wach, irgendwann wird es mir zu bunt und ich stehe auf, lese oder mache mir einen Beruhigungsthe und gegen Morgen gehe ich dann nochmals ins Bett und schlafe dann oft nochmals ein paar Stunden. Mein Mann meint, dass ich meinen Arzt ebenfalls nach Zolpidem Streuli, 10 mg für so einen Fall fragen soll?????

Heinrich Kläui: Keinesfalls! Sie machen alles richtig: aufstehen und warten, bis der Schlafdruck so hoch ist, dass Sie einschlafen. Leider ist die low-dose-Abhänmgikgeit von Zolpidem Realität. low-dose heist: abhängig, aber keine Dosisteigerung nötig.

Guten Abend. Ich bin 51 Jahre alt und leide seit ca. 15 Jahren an Schlafproblemen. Ich bin am Abend müde, kann aber sehr schlecht einschlafen. Trotz Müdigkeit kann ich keine Nacht durchschlafen und schlafe nicht mehr als ca. 5Std. Verschiedene Massnahmen, Entspannungübungen, Medis usw. Helfen nicht. Tagsübet bin ich sehr müde und habe Schwierigkeiten mit der Konzentration. Gerne würde ich mal eine Nacht durchschlafen.

Heinrich Kläui: die normale Schlafdauer in Ihrem Alter beträgt knapp 6h, mit grossen interindividuellen Schwankungen. Konsultieren Sie Ihren Hausarzt/ärztin und lassen Sie sich ggfs abklären.Interessanterweise benötigt die Diagnose Insomnie (Schlaflosigkeit) keine Angabe der Schlafdauer, sondern beruht einzig auf der subjektiv empfundenen Störung des Schlafes.

Mein Sohn 41jg.ist Autist keine Sprache lebt in einem Heim bekommt schon seit langer Zeit Temesta nebst Abilify als Grundmedi und zusätzlich bei Krisen. Was ist ihre Meinung? Besten Dank!

Heike Schwemmer: es ist immer wichtig die Gesamtsituation anzuschauen. Benzodiazepine haben auch ihre Einsatzberechtigung und es gibt auch Situationen/ Krankheitsbilder, in denen es durchaus sinnvoll ist sich auch bewusst für eine längere Einnahme zu entscheiden und somit auch das Risko der Abhängigkeitserkrankung sozusagen in Kauf zu nehmen, wenn es keine Alternativen gibt.

Ist Sanalespi auch ein Medikament das abhängig macht und ist es schädlich es längerfristig einzunehmen? Wäre es besser alternativ Hanf-Tropfen zu nehmen?

Heinrich Kläui: Sanalepsi ist eine Antihistaminikum (Medikament gegen Allergien) der ersten Generation, das als Nebenwirkung müde macht; heute wird die nebenwirkung zur Wirkung und die hauptwirkung ist nicht mehr gefragt, da es bessere Antihistaminka gibt. Es macht keine physische Abhängigkeit und ist wahrschienlich harmlos.

Guten Abend. Ich erwache regelmässig mehrmals in der Nacht. Bleibe ruhig, einschlafen dauert aber oft 20 minuten oder mehr. Kann ich von Schlafstörung reden?

Heinrich Kläui: dier Schlafarchitektur und -effizienz ist interindividuell sehr unterschiedlich. Wenn Sie tagsüber nicht ungebührlich müde sind, akezptieren Sie deses Schlafmuster einfach.

Seit mehreren Jahren nehme ich Benzodiazepine (Temesta/Dormicum), nicht viel, aber ziemlich regelmässig.. einschlafen kann ich trotzdem sehr schlecht, wenn ich einmal schlafe, kann ich gut einige Stunden durchschlafen, das Einschlafen ist das Problem. Haben Sie mir vielleicht einen Tip, was in meinem Fall nun das Beste ist? Vielen Dank im voraus

Heike Schwemmer: Ich empfehle Ihnen einen Entzug von Benzodiazepinen um dann mit Ihnen nach möglihcen Ursachen und Behandlungsalternativen zu schauen. Zudem gibt es immer sogenannte Schlafhygieneregeln, also Verhaltesnweisen, die das Einschlafen fördern.

Guten Abend. Ich bin männlich, 37 und habe unter der Woche regelmässig Einschlafprobleme,wo es regelmässig 30min-1,5h geht bis ich dann einschlafen kann. Stress habe ich eiheneigen nicht und ich praktiziere Yoga(spezielle Übungen zur Parasyphatikus Aktivierung)und Meditation. Das genügt aber anscheinend nicht. Was halten sie von der Einnahme von L-Thryptophan zur Aktivierung der Serotonin und anscheinend auch der Melatonin Produktion?

Daniel Brunner: Viele Personen mit Einschlaf- oder Durchschlafproblemen gehen fälschlicherweise davon aus, dass sie immer gleich viel Schlaf benötigen. Im Hinblick auf Ihre gegenwärtige Schlaffähigkeit liegen Sie deutlich zu lange im Bett und begünstigen dadurch eine "erlernte Schlafstörung". Ihre Bemühungen um den Schlaf und die verschiedenen Massnahmen führen dann zu einer hohen Erwartung, so dass auch bei einem ansonsten stressfreien Leben ein "Schlafstress" entsteht, der die Schlafdauer reduziert. Dieser Mechanismus der "erlernten Schlafstörung" basiert nicht auf einer stofflichen Basis und kann deshalb nicht mit Serotonin oder der Vorstufe (L-Tryptophan) korrigiert werden. Die erlernte Verspannung bezüglich des Schlafs entsteht durch kontraproduktive Verhaltensmassnahmen und falsche Ideen zum Schlaf. In der Schlafmedizin wendet man deshalb spezielle kognitive Verhaltenstherapien an, um diese Form der Schlafstörung zu behandeln.

Ist es auch bedenklich wenn ich ca 1x wöchentlich eine Tablette Noctamid 1mg nehme? Ich versuche es so selten als möglich zu nehmen aber auch damit schlafe ich nicht durch, wache dann "nur" ca alle 2 Std. auf (sonst ca alle Std).

Heinrich Kläui: mit einer dosis/Woche kann man nicht von Abhängigkeit sprechen - dennoch würde ich empfehlen, Nocatmid (ein Benzodiazepine) gänzlich wegzulassen. Sprechen Sie mit Ihrem hausarzt/ärztin über Alternativen!

Ich nehme seit mehreren Jahren jeden Abend 1 Quetiapin 25 mg und schlafe gut. Unregelmässig, vielleicht 1 mal pr. Woche, kommt es vor, dass ich ca. 1 Stunde wach bin. Dann nehme ich 1/2 Temesta 1 mg. Kann ich unbesorgt wo weiterfahren, odre muss ich mit Nebenwirkungen rechnen. Ich wohne mit meinem Mann zu hause, er 97, ich 92.

Heinrich Kläui: Das ist wahrscheinlich ungefährlich (bis auf die Sturzgefahr). Aber. Brauchen Sie überhaupt ein Medikament? Es ist normal, zwischendruch wach zu liegen - versuchen Sie, ohne Medikament dies durchzustehen (oder höchstens mit etwas Baldrian).

Guten Abend Ich schlafe seit 6 Jahren nicht mehr durch. Pfl. Produkte nützen nichts..hatte eine Schlafmaske minime Schlafapnoe, war im Schlaflabor, konnte aber trotzdem nicht durchschlafen. Nach dem Einschlafen wache ich nach 2 Stunden auf, bin wach..immer wieder. Jetzt habe ich Zoldorm bekommen, 1-2 mal pro Woche..nach 2 Min. schlaf ich, aber ich weiss am nächsten Tag nichts mehr. Rede wirr..habe keine Kontrolle über mich. Schlafen kann ich bis am Morgen..was soll ich noch tun??

Heinrich Kläui: ich würde die Abklärungen wiederholen: hat sich die Schlafapnoe verschlechtert? Sind es positionsabhängie Störungen (zB nur in Rückenlage?). Von Zoldorm sollten Sie die Fingerlassen - Sie erlben bereits starke nebenwirkungen.

Leider hat niemand in der Sendung gesagt, wie man Schlafstörungen anders als mit Benzos beheben kann. Polemik allein hilft uns nicht.

Chat-Admin: Das hätte den Rahmen der Sendung gesprengt. Es wurde deshalb mehrfach auf diesen Experten-Chat verwiesen, der genau dieser Thematik gewidmet ist.

Guten Abend, ich (75 Jahre) nehme seit rund 2 1/2 Monaten abends 1/2 Tablette Zolpidem Mepha 10 mg. Nun möchte ich damit aufhören, Frage: kann ich versuchen die halbe Tablette vorerst noch zu halbieren damit ich nicht so plötzlich absetze. Ist Zolpidem gleich stark wie die anderen Benzos? Danke für Ihre Antwort.

Heike Schwemmer: Sie haben eine geringe Menge und dies erst seit relativ kurzer Zeit. Ein schrittweiser weiterer Abbau ist sinnvoll. Umgerechnet nehmen Sie etwa 2.5mg Valium zu sich mit 5mg Stilnox

ich nehme Temesta schon länger ohne kann ich nicht schlafen .Warum soll man das nicht tun?

Heinrich Kläui: Temesta und die andern Benzodazepine machen abhängig (gut, wir leben mit vielen Abhängikeiten, könnten Sie sagen); sie erhöhen die Sturzgefahr (im Alter ein grosses Problem); sie haben einen Einfluss auf die geistigen Fähigkeiten (evt. sogar Demenz-fördernd, doch dies ist nicht definitiv gesichert). Es sind gut ertragene, aber schädliche medikamente.

Mein Mann leidet an Parkinson. Er nimmt seit 1/12 Jahren Revotril 0,5mg wegen Remschlafstörungen, (ausschlagen, schreien, er ist auch mehrmals aus aus dem Betgefallen).Er schläft ruhiger. Gibt es Alternativen?

Daniel Brunner: Bei der REM-Schlaf-Verhaltensstörung (körperliches Ausleben von Trauminhalten) ist Rivotril (Clonazepam) fast immer eine wirksame Medikation. Wenn bereits eine kleine Dosis von 0,5mg Rivotril die Symptome deutlich reduzieren, kann als Alternative auch Melatonin (3-6mg) am Abend gut wirksam sein. Diese Wirkung setzt aber erst nach einigen Wochen der Melatonin-Einnahme ein.

Anstatt solche Medikamente einzunehmen wäre es doch vernünftig natürliche Produkte einzunehmen? Z.b. Cannabidiole? Oder THC? Wäre dies eine Sinnfolle alternative? Oder nur eine mögliche Suchtverschiebung?

Heinrich Kläui: Cannabidiole/THC haben ein erhebliches Suchtpotential - wie die chemischen Medikamente. Wenn Sie etwas Natürliches suchen, nehmen Sie Baldrian und Hopfen.

Ich habe hautjucken im Bett weiss nicht warum so kann ich nicht einschlafen . Wie nadelstiche ganzen körper duschen gilt nicht .

Heinrich Kläui: konsultieren Sie Ihren Hausarzt/ärztin: er wird abklären und ggfs eine ursächliche Therapie einleiten. Manchmal ist es trockene haut (nicht duschen!), manchmal eine andere dermatologsiche oder internistische Erkrankung.

Leider hat sein Therapeut keinen Vorschlag. Gibt es ein empfehlenswertes Mittel gegen diese Spannungskopfschmerzen? z.bsp. Melissenklostergeist oder Pfefferminzöl zum Einreiben? ich möchte ihm etwas Mildes geben/eintreiben, da er auf der Besserung ist... jedoch sind diese Spannungskopfschmerzen sehr lästig und dämpfen seine Energie/Mut etc..um einen guten Tipp wären wir sehr dankbar.

Heike Schwemmer: Spannungskopfschmerzen sind sehr belastend. Neben typsihen shcmerzmitteln hat man hier verhsciedene Möglichkeiten diese zu beeinflussen. Wärmeanwendungen, ode rauch Kälteanwendungen, Entpannungsverfahren etc. kommen hier zum Einsatz. Darüberhinaus ist auch eine Überprüfung der Ergonomie des Arbeitsplatzes sinnvoll

Meine Frau , 70, nimmt seit 30 Jahren täglich Stilnox 10mg, 1x pro Woche lädt sie frühmorgens 5mg nach. Sie leidet seit längerem an Muskelschmerzen in den Beinen. Alles unter ärztlicher Kontrolle...Soll sie weiterhin damit leben? Alternative Medis schliesst sie kategorisch aus. Was raten Sie?

Heinrich Kläui: die frühmorgendlichd Dosis ist nicht angebracht: das Medikament wird in den Tag hinein wirken; lieber aufstehen und die nächste Nacht dafür etwas müder sein. Ihr Hausarzt wird sie beraten, ob es Alternativen (pflanzliche?) gibt. Gibt es keine ursächliche Behandlung der Muskelschmerzen?

Ich bin weiblich, 72, nehme seit ca. 8 Jahren jeden Abend vor dem schlafen eine halbe bis eine ganze Tablette Stilnox. Ich möchte davon loskommen. Meine Hausärztin meint, ich könne es mit Trittico versuchen - doch werde ich viele Nächte gar keinen Schlaf finden. Ich bewege mich oft und viel, sehr lange Wanderungen, Velo, etc. - allgemein aktiv und kann trotz grosser Müdigkeit abends ohne Medikament nicht schlafen.

Heinrich Kläui: Trittico ist eine valable Alternative und macht nciht abhängig. Es wirkt nicht sofort, aber nach 2 wochen ist die Wirkung sicher da. Ihre Hausärztin kann Ihnen helfen, eine psychologische Schlafhilfe (autogenes Training, kognitive Verhaltenstherapie) zu finden.

Ich gehe seit Jahren zum Psychiater. Ich habe schwere Einschlaf und Durchschlafstörungen. Nehme Nozinan und Enthumin. Hilft aber nicht. Gibt es da noch eine andere Lösung??

Daniel Brunner: Wenn die Schlafstörung ein Hauptfaktor Ihres Leidens ist, sollte Sie der Psychiater an ein Zentrum für Schlafmedizin überweisen, um alle möglichen Ursachen des Schlafproblems klären und untersuchen zu können. Selbst bei Vorhandensein einer psychischen Erkrankung kann sich Schlaflosigkeit zur eigenständige Erkrankung entwickeln, die eine separate Therapie benötigt.

Nehme seit 1 Monat abends 1 x 10mg Zolpidem. Habe Morbus Bechterew und seit 3 Jahren Parkinson. Kann sonst kaum schlafen. Arbeite täglich 3 Std im Garten. Körperliche Müdigkeit nützt nichts. Kann nur rechts liegen und nichts darf spannen. Haben sie einen Tip?

Heinrich Kläui: In Ihrer schwierigen Situation ist Zolpdiem vielleicht keine schlechte Therapie. Sie stehen nachts nicht auf (Stuzgefahr)? Alternativen wären Neuroleptika oder schlafanstossende Antidepressiva - doch die haben auch nebenwirkungen und müssen auf dei Parkinsonerkrankung abgestimmt sein.

Ich verwende schon einige Jahre das Med."Sanalepsi" wenn ich nicht schlafen kann. Macht das abhängig oder ist das schändlich für meine Gesundheit? Ich nehme es regelmässig fast jede Nacht. Danke für Ihre Antwort.

Heinrich Kläui: Nach heutigem Wissen macht Sanalepsi nicht abhängig. Auch andere gesundheitliche Schädigungen sind nicht bekannt. Aber vielleicht reicht auch ein pflanzliches medikament?

Habe seit einigen Jahren chronische Schlafstörungen. Seit kurzem habe ich begonnen vor dem Schlafengehen einige Tropfen CBD Oel (12%) einzunehmen. Gibt es Erfahrungswerte aus medizinischer Sicht, ob dies helfen kann. Bis jetzt konnte ich bei mir keine positive Reaktion feststellen.

Heike Schwemmer: Haben Sie Ihre Schlafstörungen schon abklären lassen? Erfahrungswerte haben wir wenig und setzen bei uns dies natürlich auch nicht ein. Beschrieben wird eine sedierende Wirkung.

Ich möchte gerne wissen, ob Trimipramine auch zur Gruppe der Benzodiazepine gehören?

Heike Schwemmer: Nein, Trimipramin gehört nicht zu den Benzodiazpinen, es gehört in die Gruppe der Antidepressiva und macht nicht abhängig

Guten Abend.... ich hatte vor einiger Zeit eine Hyperthyreose.Seither beruhigt sich mein veg. Nervensystem sehr schlecht. Ich habe einen hohen Puls, Zittern, Schweissausbrüche. Schlafe zwar gut ein aber erwache Nachts mit diesen Symptomen, habe dann auch schnellen Stuhlabgang und Brechreiz.Ich nehme jetzt seit 2 Wochen Temesta.... morgens 1/2 Tabl. Zur Nacht 1 Tabl.Muss ich mir da schon sorgen machen, dass ich süchtig werde. Psychotherapie startet ende April. Wäre Laitea eine Alternative? Lg

Heinrich Kläui: Sie haben eine behandelbare Krankheit als Grund für das Temesta; Sie werden es nicht mehr brauchen sobald die Hyperthyreose gut eingestellt ist. Dann werden Sie einige Nächte Mühe mit dem Schlafen haben (2-3 Wochen), danach sollte der Körper seinen Rhythmus wieder gefunden haben.

Mich würde interessieren welche Nebenwirkungen Sanalepsi Tropfen haben können? Besten Dank für Ihre Antwort.

Heinrich Kläui: nach heutigem Wissen ist Sanalepsi harmlos (Sanalepsi ist eine altes Medikament gegen Allergien, dessen nebenwirkung Müdigkeit zur Hauptwirkung wurde). Vielleicht reicht auch ein pflanzliches Präparat?

Meiner Schwiegermutten (84) wird seit gut einem Jahr im Altersheim Temestra verabreicht (allabendlich 1mg). Sie hat nun Ihre Sendung gesehen und wäre nun froh, wenn ihr ein anderes Schlafmittel verabreicht werden könnte. Gibt es einen adäquaten Ersatz dafür - was soll sie nehmen? Danke

Heinrich Kläui: Sie solles mit dem heimarzt/ärztin besprechen. Es gibt Alternativen (Neurolpetika, Antidepressiva, die allerdings auch Nebenwirkungen haben) - dies muss auf ihre Situation abgestimmt sein.

Guten Abend mir wurde vor 3 Jahren Deanxit verschrieben, nehme 1 Tbl. Pro Tag. Jedes Mal wenn ich es wieder absetzen möcht bekomme Schlafstörungen und Unruhe. Weder der Hausarzt noch Psychoterapeutin können mir sagen wie ich es am besten absetzen kann. Hätten Sie mir einen Tipp wie/wo ich Unterstütung bekommen könnte.

Heike Schwemmer: Es erscheint sinnvoll, dass sie beim Absetzen mit Behandlungsalternativen beginnen.

Wie gefährlich ist 1/2 Tablette Zoldorm pro Nacht über mehrere Jahre?

Heinrich Kläui: Hauptproblem sind die Abhängigkeit und die Sturzgefahr; ein weiteres probleme ist der einfluss auf die geistigen Fahigkeiten (es ist unklar, ob diese Substanzen sogar eine Demenzentwicklung fördern kpnnen.

Nach ca. 10 Minuten im Bett oder auch sonst in Ruheposition werden meine Fussballen und Zehen sehr heiss. Die Haut fühlt sich normal an. Ich habe deswegen oft Einschlafprobleme und wenn ich in der Nacht erwache und nicht sofort wieder einschlafe, ist es dasselbe. Ich habe viele natürliche Mittel ausprobiert, auch Akkupunktur. Leider hilft nichts. An was könnte das liegen? Manchmal nehme ich Melissengeist und einige Tropfen Sanalepsin und schlafe dann ein.Möchte das aber auch nicht zu oft nehmen.

Heinrich Kläui: Konsultieren Sie Ihren hausarzt/ärztin und lassen Sie sich abklären -- es könnte ein Syndrom der unruhigen Bein (restless legs) vorliegen, das auf eine spezifische Behandlung gut anspricht.

Ich übernachte immer mal wieder in der Höhe in den Bergen, in SAC Hütten oder im Zelt. Dort kann ich sehr schlecht oder gar nicht schlafen. Früher hatte ich meist ein Benocten dabei. Genommen habe ich es nur ca. 6x pro Jahr. Meist reichte es zu wissen, etwas wirksames dabei zu haben. Seit ich wegen psychischen Problemen erfolgreich Duloxetin 60mg nehme, wirkt Benocten nicht mehr. Können sie mir ein anderes Schlafmittel für den seltenen Gebrauch empfehlen?

Daniel Brunner: Schlafprobleme in der Höhe werden meist über eine unregelmässige Atmung im Schlaf (Anpassung an die veränderte Luftzusammensetzung) hervorgerufen. Hilfreich ist alles, was auch gegen die Höhenkrankheit wirksam ist. Als Medikament könnte Acetazolamid verschrieben werden. Wegen Ihres nur seltenen Gebrauchs könnte auch ein klassisches Schlafmittel wie Stilnox oder Imovane versucht werden.

Seit 5-6jahren nehme ich zolpidem 10mg zum schlafen sowie ein quetiapin 25mg. am tag durch nimm ich ein paroxetin. 25mg. ich habe keine andere möglichkeit bisher gefunden, zu schlaf zu finden. einerseits schlafstörungen anderseits depressive verstimmung. als ausgleich male und spiele ich tischtennis. Durch arztkontrolle, wurde zolpidem auf eine halbe reduziert. es ging länger bis ich einschlief. ich habe generell die tendenz nach medieinnahme, unbewusst viel süsses zu essen. jetzt nehme 1z-tab

Heike Schwemmer: Zolpidem sollte nach dieser Dauer der Einnahme nur schrittweise reduziert werden, da eben die Entzugserscheinungen auftreten können. Chronische Schlafstörungen sind belastend, es gibt aber gute Alternativen in der Behandlung.

Ich leide unter RLS und nehme jeden Abend 0,75mg Pramipexol und 200mg Lyrica. Oft habe ich trotzdem RLS, aber auch wenn die Beine ruhig sind kann ich bis 01.00h oder 02,00h nicht einschlafen. Schlafmittel habe ich bis jetzt keine genommen. Ich leide unter chronischem Schlafmangel. Was könnte mir helfen? Ich bin 85 Jahre alt.

Heike Schwemmer: Das Schlafbedürfnis sinkt mit zunehmenden Alter. Sie haben nicht geschrieben wann Sie shclafen gehen, eventuell können Sie diese Zeitpunkt nach hinten verschieben?

Ich leide unter starken RLS Beschwerden. Schlafen ist zur Zeit eine regelrechte Folter. Was können Sie mir empfehlen?

Heike Schwemmer: RLS sind gut zu behandeln, allerdings sollte hier auch erst überprüft werden ob dies eine NW eines andren Medikamentes ist. Eine gezielte Behandlung ist möglich, so dass Sie dann auch wieder Schlaf finden können.

Nehme seit Jahren jeden Abend Zoldorm um einschlafen zu können. Grund war der Stress bei der Arbeit. Nun bin ich in Pension und möchte eigentlich damit aufhören. Wie sollte ich, ihrer Meinung nach, genau vorgehen?

Heinrich Kläui: Versuchen Sie das Zoldrom langsam zu reduzieren, zB alle 3 Wochen ein Viertel weniger; und nehmen Sie als Unterstützung Baldrian oder ein pflanzliches Kombinationspräparat. Sie werden manche Nacht schlecht schlafen - dafür sind Sie schliesslich die Abhängikeit los.

Grüezi, Ich 64, leide seit ca 5 Jahren an die nächtlichen Kopfschmerzen. Das Einzige was hilft ist der Kaffee, und den trinke ich vor allem nachts , es kann 1.00 Uhr aber auch 2.00, 3.00 Uhr oder später sein. Mit den Kopfschmerzen lässt sich nicht schlafen, nach einem Kaffee auch nicht, aber dann kommt Schlaftablette zum Einsatz. Ich nehme abwechslungsweise jeweils 1/2 Tabl. von Temesta, Zolpidem, Stilnox und Xanax (wirkt am besten). Wir man von diesen Mengen auch abhängig? Vielen Dank

Daniel Brunner: Wenn Kopfschmerzen im Schlaf auftreten sollte an eine Atemstörung im Schlaf mit reduzierter Sauerstoffsättigung gedacht werden. Falls dies der Fall wäre sind Schlafmittel keine gute Therapie. Suchen Sie den Hausarzt oder einen Neurologen auf um Ihre Kopfschmerzen in der Nacht untersuchen zu lassen.

Nach einer Operation wegen einer Humerusfraktur habe ich massive Schlafstörungen, d.h. ich schlafe im Maximum 4 Stunden pro Nacht, oft auch nur 1-2 Stunden. Pflanzliche Mittel wie Baldrian oder Bachblüten wirken nicht. Ich bin nicht unruhig oder kribbelig, aber tagsüber sehr müde. Was empfehlen Sie mir?

Heike Schwemmer: Zunächst einmal tagsüber nicht hinlegen, wach bleiben und erst am Abend dann schlafen gehen. Und es gibt verschiedene Möglichkeiten Ihre Schlafstörungen gut zu behandeln, ohne das Risiko einer Abhängigkeit. Möglichkeiten sind einerseits der hypnotherapeutishe Ansatz, und es gibt medikamentöse Möglichkeiten

Ich bin 85,es sind keine äusserlichen Probleme vorhanden,die den Schlaf beeinflussen könnten.Und doch leide ich an starken Durchschlafstörungen.Das Problem ist das nächtliche Aufwachen,das mit heftigen Herzrasen-klopfen verbunden ist.(Albträume) Ich stehe dann auf,bis das Schlafbedürfnis(ca 2 Stunden) wieder da ist oder ich nehme Temesta 1mg.Das Einschlafen ist dann kein Problem.Meine Frage ist:Wie entsteht das Herzrasen bzw.die körperliche Unruhe.Können dadurch Herzschäden hervorgerufen werden?

Heinrich Kläui: Sie sollten dies mit Ihrem Hausarzt/Hausörztin abklären. Wenn es Albträume sind, so sind Antidepressiva gut wirksam. Sollte aber ein herzproblem vorliegen, müsste dies zuerst behnadlet werden. Vielleicht macht er/sie bei Ihnen ein 24h-EKG?

Ich arbeite in der Pflege. Ich erlebe es oft das z.B im Nachtdienst um etwa 2.00 Uhr, Patienten nach einer Schlafmedikation fragen. Was biete ich diesen Patienten an? Ich bin mit der Gabe von Medikamenten um diese Uhrzeit eher zurückhaltend, handle ich da korrekt?

Heinrich Kläui: Zurückhaltung ist sicher korrekt und sehr angebracht. Wenn die Person bereits 4-5 h geschlafen hat, wäre es das beste, sie wach zu lassen - vielleicht schläft sie nochmals ein, vielleicht auch nicht, aber ihren Schlafbedarf hätte sie erreicht. Aber es ist halt 02h... Besser wäre, das Zubettgehen so spät wie möglich stattfinden zu lassen, vielleicht erst um 22-23h. Und wenn Sie etwas geben müssen, würde ich Ihnen Baldrian empfehlen.

Ich nehme seit einigen Jahren Benocten 2 oder 3 Tropfen. Meine Aertzin sagt, dass es kein Problem ist aber ich möchte eine 2. Meinung. Danke

Heinrich Kläui: Benocten ist ein antiallergisches Medikament, das müde macht. Es ist nach ehutigem Wissen nicht Abhängigkeits-gefährdet udn auch sonst wahrscheinlich harmlos.

hallo,danke für das thema heute abend. es heisst in der sendung,man solle die mittel,( auch zolpidem) nicht auf einmal absetzen.genau das wollte ich tun,da mich die sendung sehr beeindruckt hat.auch ich kann das einfach beziehen bei einer bestehenden schlafapnoe und copd.bin eher seit einiger zeit kurzamtmig,muss aber sagen,dass ich übergewicht habe. bin 64,weiblich, wollte jetzt sofort meine zolpidem weglassen.ich nehme seit jahren eine halbe zolpidem.andere medis: aspirin cardio,atorvastatin

Heike Schwemmer: Das ist richtig, man soll das Medikament nicht plötzlich absetzen, dies birgt Risiken. Auch wenn Sie nur eine geringe Dosierung haben, so ist dies doch mit Ihnen vorzubesprechen.

Macht Mirtazapin Sandoz eco 15 mg süchtig

Heike Schwemmer: Mirtazepin ist ein Antidepressivum und macht nicht abhängig

Guten AbendIch, Seit 1 Jahr nehme ich trimipramine. Wie gefährlich ist ews damit ich abhänging werde?? Bin 67 Jahre alt und 80 kg.schwer. Vielen Dank

Heinrich Kläui: Trimipramin ist ein Antidepressivum, das man schon sehr lange kennt. Eine Abhängigkeitsgefahr besteht nicht.

Seit mehreren Jahren verschreibt mir mein Hausarzt Xanax 5mm, bei Bedarf nehme ich 1/2 Tablette, eine Schachtel reicht mir fast ein Jahr, können sir mir eine Alternatve anbieten oder kann ich das Medikament weiter nehmen?

Heinrich Kläui: in dieser geringen Menge ist es wohl harmlos. Es gibt pflanzliche Alternativen - versuchen Sie dies einmal!

Ich schlafe teils nur 1 - 2 Std. pro Nacht. Erst gegen Morgen könnte ich wieder schlafen. Nehme deswegen ab und zu Zolpydem. Was raten Sie mir?MK

Heike Schwemmer: Ich empfehle Ihnen eine Abklärung, und dann eine entsprechende Behandlung. Waren Sie schon in einem Schlaflabor?

Ich habe Jahrgang 1940. 2 bis 4 x pro Monat nehme ich bei Schlafstörungen vor dem Einschlafen 5 -8 Tropfen SANALEPSI N. Ich schlafe dann ruhiger 5- 7 Std., muss dann auch weniger Wasser lösen. Ansonst muss ich nachts 1- 2 x Wasser lösen und habe dann oft etwas mühe wieder einzuschlafen. Macht Sanalepsi süchtig?

Heinrich Kläui: nein: Sanalepsi ist ein antiallergisches Medikament, das als Nebenwirkung müde macht; man verwendet es schon sehr lage und es ist harmlos. Würde auch Baldrian helfen?

Wie bereits unten angegeben; ich nehme 30 - 40 Tropfen Sanalepsi N seit längerer Zeit. Der Arzt hat mir auch Zoldorm 10 mg verschrieben, jedoch nur für Ausnahmefälle. Ich nehme dieses auch nicht oft, weil ich damit nur etwa 4 h schlafen kann und mich danach nicht gut so gut fühle. Meine Probleme sind vor allem beim "einschlafen" und durchschlafen.

Heinrich Kläui: versuchen Sie, das Zoldorm ganz wegzulassen, obwohl bei seltener einnahme wohl ungefährlich ist. Sanalepsi ist harmlos.

Guten Abend zusammen, Zolpidem hilft mir. 1937er, Parkinson und Rücken. Frage: habe manchmal nur 3 bis etwa 5 h Schlaf. und kann leben damit. Aber genügt das ? K. B.

Heinrich Kläui: ja, die normale Schlafdauer liegt bei ca 6h, mit grossen interindividuellen Schwankungen; wenn Sie eine Nacht schlecht schlafen, holt sich der Körper den fehlenden Schlaf in den nächsten Nächten.

Vor 10 Jahren, mit 32 hatte,ich eine starke Schlafstörung welche schlussendlich mit Temesta behandelt wurde. Weil die Wirkung nach einem Jahr nachliess und es mir plötzlich noch schlechter ging, habe ich selber einen Entzug gemacht. Mit einem Antidepressiva, welches ich ein paar Monate nahm, kam der Schlaf langsam wieder. Geblieben ist ein oberflächlicher Schlaf. Ich fühle mich noch heute am Tag unerholt. Kommt das vom Temesta, welches die Schlafstruktur verändert hat oder vom schnellen Entzug?

Daniel Brunner: Temesta kann die Schlafstruktur nach dem Absetzen nicht langfristig verändern. Auch der schnelle Entzug ist keine gute Erklärung für Ihre beklagten Veränderungen von Schlaf und Tagesbefindlichkeit. Versuchen Sie eine kurze echte Ruhezeit (15min mit Timer) am Mittag oder Nachmittag. Wenn sich dadurch die Tagesmüdigkeit und die Schlafqualität nicht verbessern, sollte an eine spezifische Störung im Schlaf mit Beeinträchtigung der Erholsamkeit gedacht und schlafmedizinisch abgeklärt werden.

Ich, 70, habe seit einem Jahr einen straken Tinnitus (20 Dezipel). Vorher sehr hohe Lebensqualität mit viel Sport, Reisen etc. Nun als Folge des Tinnitus Depression und Schlaflosigkeit. Und vor allem tagsüber eine starke innere Unruhe. 3 Temesta, 200 Quetiapin, 12.5 Zolpidem. Anfangs Kopfschmerzen. Früher nie Psychofharmaka. Meine Aerzte sagen: Wenn die Lebensqualität dadurch deutlich steigt, muss abgewogen werden. Langzeitschäden sind ja mit 70 nicht zu befürchten. Psychoth u Tagesklinik gema.

Heinrich Kläui: Sie erleben eine schwierige Situation und haben viele Medikamente. -Fragen Sie regelmässig Ihre Ärzte/Ärztinnen, ob Sie die Medikamente reduzieren können (vor allem das Temesta!)

Guten Abend, ich 70 Jahre, leide seit ca. 15 Jahren an Einschlafstörung, d.h. ich schlafe ein und nach 10 bis 15 Min. bin ich hellwach und schlafe die ganze Nacht nicht mehr ein. Mein Arzt hat mir damals Zolpidem verschrieben, seither nehme ich 5 mg vor dem zu Bett gehen und habe keine Probleme mehr und habe auch keine Nebenwirkungen, meine Frage, kann ich Zolpidem weiterhin onne Folgen weiterhin einnehmen?

Heike Schwemmer: Natürlich kann Ihnen keiner garantieren dass dies ohne Folgen belibt bzw es muss von einer Abhängigkeit ausgegangen werden aufgrund der Einnahmedauer. Auch wenn wir eher keine solcher Medikamente empfehlen, ein entzug ist auch eine Belastung und aktuell geht es Ihnen gut. Daher ist nicht zwingend die Indikation für einen Entzug gegeben.

Bin 57 Jahre nehme zum Einschlafen Zoldorm o.5mg schlafe nie durch .Bin mehrmals wach.habe keine Nebenwirkungen.bin ich Abhängig?

Heike Schwemmer: Dies kann so einfahc nicht gesagt weden, weder bejaht noch verneint. es ist möglich, dass Sie abhängig sind

Chat-Admin: Der Experten-Chat ist beendet. Leider konnten in der zur Verfügung stehenden Zeit nicht alle Fragen beantwortet werden. Mehr Infos zum Thema finden Sie aber auf https://www.srf.ch/sendungen/puls/benzodiazepine-gesunde-schweiz-50-jahre-herztransplantation

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