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Porträtaufnahmen der Experten
Legende: Barbara Ankli, Christian Cesna und Konrad Maurer SRF
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Schmerz, lass nach! (2) «Können auch schwach dosierte Opiatpflaster abhängig machen?»

Barbara Ankli, Christian Cesna und Konrad Maurer haben Ihre Fragen im «Puls»-Chat beantwortet.

Fachpersonen im «Puls»-Chat

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Dr. Barbara Ankli
Fachärztin für Rheumatologie und allg. innere Medizin
Leiterin Rheumatologie
Schmerzklinik Basel, Link öffnet in einem neuen Fenster

Christian Cesna
Facharzt Psychiatrie und Psychotherapie
Oberarzt Departement Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
Klinik Barmelweid AG, Ambulatorium Aarau, Link öffnet in einem neuen Fenster

PD Dr. Konrad Maurer
Facharzt Anästhesiologie und Pharmazeutische Medizin
Institut für Interventionelle Schmerzmedizin IISZ, Zürich, Link öffnet in einem neuen Fenster

Chatprotokoll

Sehr geehrte Damen und Herren, wir alle kennen die dramatischen Auswirkungen der Opiatkrise in USA der letzten Jahre - inwieweit können gemäss Ihrer Einschätzung Schmerzmittel auf Basis von Cannabis (THC, CBD oder Mischungen beider Substanzen) in der Therapie von chronischen Schmerzen eingesetzt werden, bzw. eine Alternative zurVerschreibung von Opiaten sein?

Christian Cesna: Guten Abend. Leider haben diese wenig analgetische sondern vor allem beruhigende Wirkung.

Guten Tag, Was raten Sie gegen Schmerzen in den Füssen und Beinen verursacht durch pnp (Polyneuropathie). Es sind alle möglichen Ursachen untersucht worden, jedoch nichts konkretes gefunden worden. Danke

Barbara Ankli: Guten Abend Es gibt spezielle gegen den neuropathischen Schmerz gerichtete Medikamente, diese sind im Allgemeinen aus der Epilepsie Therapie stammend wie Gabapentin oder Pregabalin. Daneben existieren weitere Möglichkeiten, besprechen Sie dies doch mit Ihrem Hausarzt oder Schmerzspezialistin.

Von einer ehemaligen Schweizer Spitzenskifahrerin habe ich gelesen, dass sie an Gonarthrose 4. Grades leidet und dass ihr aber dennoch sehr umfangreiche und intensive sportliche Belastungen ohne Schmerzmittel möglich sind. Andere Menschen mit derselben Diagnose kommen ohne Gelenkersatz nicht mehr aus. Haben Sie hierfür eine Erklärung? Was macht die ehemalige Spitzenathletin anders, dass sie nicht unter chronischen Schmerzen leidet? Herrscht da noch "Forschungsbedarf"?

Barbara Ankli: Guten Abend Es ist ein Irrtum zu glauben, dass jede Gonarthrose schmerzhaft ist. Es kommt nicht nur auf die Röntgenbefunde an (Grad IV ist hier wohl auf den Röntgenbefund bezogen). Die ehemalige Spitzensportlerin wird whs. dauernd ein ausgewogenes Trainingsprogramm mit Training der Quadriceps-Muskulatur und anderen Übungen für die Beinachse durchführen. Es gibt auch strukturierte Trainingsprogramme "GLAD", die demnächst überall in der Schweiz angeboten werden. Ferner ist z. B. Nordic Walking bei Gonarthrose sehr zu empfehlen.

Seit über 20 Jahren wurde bei einer Diskushernie-Op. der S1 Nerv verletzt. Seit dieser OP habe ich starke Nervenschmerzen am linken Fuss bzw. an den 2 kleinsten Zehen. In der Schmerzklinik Prall. Nottwil vor 5 Jahren konnte man mir leider nicht helfen. Man verschrieb mir das Medikament "NEURONTIN Filmtabletten 600 mg". Leider nützen mir diese Tabletten nichts. Was kann ich machen, dass die Schmerzen endlich verschwinden?

Konrad Maurer: Diese Art von Schmerzen, an welchen Sie leiden, sind oft in der Tat schwierig zu behandeln. Allenfalls sind neuromodulatorische Methoden zu berücksichtige, welche die Rückenschmerzen mit Ausstrahlung in die Beine häufig Linderung bringen können. Allerdings müssen Sie sich hierzu an eine in dieser Therapiemethode erfahrene Schmerzinstitution wenden. siehe: https://www.ssipm.ch/facharzt-finden, Link öffnet in einem neuen Fenster

Guten Abend ich leide unter migräne muss 2 mal oder migräne Tabletten einnehmen bin ich abhänig .was gibts als alternatove besten dank

Christian Cesna: Guten Abend. Besprechen Sie dies doch mal mit Ihrer Neurologin. Oft machen die üblichen Schmerzmedikamente selber Schmerzen und müssen zuerst abgesetzt werden. Dafür gibt es gute Therapieprogramme! Lassen Sie sich beraten.

Guten Abend allerseits. Ist es möglich das Mohn in geringen Mengen tatsächlich Nebenwirkungen hat da darin anscheinend Morphin und Codein enthalten ist? Das Opiod soll bei starken Schmerzen Linderung verschaffen, jedoch auch Nebenwirkung erzeugen. Mohn wird ja auch zum Backen verwendet. Danke für ihre Antwort. BG

Christian Cesna: Guten Abend. Die Stiftung Warentest überprüft immer wieder diese Speise-Mohn-Sorten. Dort drin sollte keine nennenswerte Menge mehr enthalten sein...

Meine Diagnose ist: metastasierenden Brustkrebs, Metastasen an der Wirbelsäule. Nachts habe ich oft Schmerzen so nehme ich täglich am Abend ein Novalgin. Meine Frage: ist Novalgin ein Schmerzmittel, das nicht längere Zeit eingenommen werden sollte? Herzlichen Dank für Ihre Antwort.

Barbara Ankli: Guten Abend Es ist nachvollziehbar, dass Sie unter starken Schmerzen leiden. Bei Ihrer Krankheit wäre es durchaus gerechtfertigt auf stärkere Schmerzmittel wie z. B. Opioide zu wechseln. Novalgin wirkt immer nur ein paar Stunden, es wäre wichtig, dass Sie durchschlafen können. Mittlerweile gibt es Opioide (Morphinpräparate, sogenannte Retardmedikamente), die länger wirken. Besprechen Sie es doch mit Ihrer Hausärztin oder dem behandelnden Gynäkologen/Onkologen. Bitte zögern Sie nicht, Hilfe zu suchen. Es existieren auch Bestrahlungstherapien für die Knochenmetastasen, die eine rasche Wirkung auf den Schmerz zeigen können.

Ich nehme seit X Jahren 300 mg Tramundin retard und 4 gr. Paracetamol wegen Rückenproblemen ein. Ist dies ein Problem?

Christian Cesna: Guten Abend. Dies ist eine hohe Dosis des leichten Opiats und des Paracetamol. Wichtig wäre eine Neubeurteilung, ob diese Medikamente wirklich nötig sind. Lassen Sie sich beraten.

Nach meiner Rückenoperation hat sich herausgestellt, dass ich allergisch auf Morphium reagiere. Bei meiner Sprunggelenjs OP, habe ich das erwähnt, da habe ich dann irgendwas mit Oxi… bekommen. Ich hätte das gar nicht gebraucht, denn die Schmerzen waren nicht so arg. Konnte es nach einem Tag absetzen. Warum werden solche Medis schon vorsorglich verschrieben? Ginge doch für den Anfang mit weniger starken Medis und erst wenn die nichts nützen, mit gröberem Geschütz auffahren. Danke und en schöne Ab

Christian Cesna: Guten Abend. Oft denken manche Aerzte, sie tun den Patienten damit einen Gefallen.

Eine mir nahestehende 72 jährige Person nimmt seit 20 Jahren Oxicontin, wegen Rückenschmerzen nach Operationen. Wie kann ich die Person unterstützen um aus der Sucht loszukommen? Gibt es in diesem Alter überhaupt noch eine Chance auf Entzug?

Christian Cesna: Guten Abend. In diesem Alter sind Opiate auch noch abzusetzen. Geeignete Kliniken (zb. Psychosomatische Abteilungen) können dies stationär machen.

Mein Mann hatte vor 4½ Wochen einen Unfall mit Bruch von sechs Rippen, weiteren Brüchen und Prellungen. In der Klinik wurde ihm (nebst Ibuprofen&Paracetamol) Targin 20/10 mg alle 12 Stunden verschrieben. Da er Ibuprofen nicht vertrug (Gastritis trotz Magenschonern). Er nimmt daher mit fünf Tagen Unterbruch seit über drei Wochen Targin. Wie gross ist die Gefahr einer körperlichen Abhängigkeit? Wie setzt man ein solches Medikament ab?

Konrad Maurer: Bei akuten Schmerzen, wie nach Rippenbrüchen häufig der Fall ist, sind Opioide durchaus eine gute Option. Allerdings muss diese Therapie gut "geführt" werden und die Opioide, sobald sie nicht mehr nötig sind (maximal nach 2 Monaten), langsam ausgeschlichen werden. So bleibt das Risiko einer Abhängigkeit klein.

Gibt es Alternative Schmerzmittel zu Opioiden?

Barbara Ankli: Guten Abend, das gibt es sicherlich. Es kommt auf die Ursache der Schmerzen an. Wenn z. B. ein Entzündungsschmerz, wie bei einer rheumatologischen Krankheit z. B. einer Gicht vorliegt, soll zuerst die Entzündung behandelt werden. Dann kommen die Entzündungshemmer zum Zuge (z. B. Ibuprofen). Wenn Niere oder Leber angegriffen sind, oder eine Magenentzündung auftritt, darf man diese Entzündungshemmer nicht einnehmen. Generell soll gesagt werden, dass zuerst die Ursache der Schmerzen abgeklärt werden soll, damit die richtige Therapie verschrieben werden kann. Besprechen Sie es doch einmal mit Ihrem Hausarzt.

Ich habe seit langem schmerzen im waden was kann das sein??

Christian Cesna: Guten Abend. Diese Frage aus der Ferne zu beantworten ist schwierig. Was sagt denn Ihr Hausarzt?

Ich habe seit 15 Jahren chron. SZ im Knie. Ich bim 21 Jahre alt & berufstätig, nehme daher täglich Opiate ein. Bisher hat niemand eine andere Lösung gefunden, auch die 8 OPs halfen nicht. Haben Sie noch einen Tipp? Danke.

Christian Cesna: Guten Abend. Ich empfehle Ihnen, ggf. auch einen anderen Ansatz zu versuchen: zB eine Schmerzgruppen-Therapie. Gerade in diesem Alter brauchen Sie auch Hilfe auf anderer Ebene, damit Sie noch ein langes trotzdem schönes Leben führen können!

Ich behme seit 8 Jahren wegen eines Sudecks Targin 10/5 was kann ich anstelle nehmen ich hab zum Teil furchtbare Schmerzen??

Konrad Maurer: Grundsätzlich ist diese Dosierung von Targin klein. Nach so langer Zeit ist fraglich, ob dies überhaupt noch wirkt, da sicherlich eine starke körperliche Gewöhnung besteht und Opioide nicht mehr einen schmerzlindernden Effekt erzeuge. Es wäre sicher sinnvoll, eine andere Strategie zu entwickeln, am Besten wenden Sie sich an einen entsprechend ausgebildeten Schmerzspezialisten: https://www.ssipm.ch/facharzt-finden, Link öffnet in einem neuen Fenster

Bin seit 2018 mit Targin 20/10 und weiteren Medi’s gegen Schmerzen im Rücken in Behandlung. Suche deshalb einen Psychiater und erhalte nur Absagen, da keine freien Plätze. Wer kann helfen?

Christian Cesna: Guten Abend. Dieses Problem kennen wir leider. Zu viele Aerzte behandeln nur noch die Gesunden, und lehnen die Kranken ab. Die Krankenkassen setzen da oft auch falsche Anreize. Suchen Sie weiter! Es gibt diese, aber eine lange Wartefrist ist üblich.

Wenn jemand keine gute Versicherung hat wie kommt man zu so einem guten Spezialisten

Konrad Maurer: Lassen Sie sich von Ihrem Hausarzt zuweisen, im ambulanten Bereich der Medizin spielt die Versicherungsklasse KEINE Rolle.

Nehme schon längere zeit, Novalgin und Davalgan ein. Grund hatte eine nebenhoden OP.machen diese medikamente auch abhängig? Besten Dank

Christian Cesna: Guten Abend. Dies ist üblich, manchmal kann man nicht alle Medikamente absetzen. Sind Sie bei einem Spezialisten, zB. einem Urologen, der Ihnen dabei hilft diese Erkrankung zu behandeln. Zentren haben oft verschiedene Pfeile im Köcher.

Ich nehme seit ca. 3 Wochen 1-2x /Tag Oxynorm 5 mg…nach einer Kniegelenk Ersatz oP…da ich Schmerzmittel sehr schwer vertrage war das laut Arzt die einzige Möglichkeit.. obwohl ich dem Arzt gesagt habe dass ich vor 20 Jahren lexotanil abhängig war… nun habe ich Bedenken wegen erneuter Abhängikeit, was soll ich tun??? Ich muss noch erwähnen dass ich chronischer Schmerzpatient bin und ausserdem noch Celebrex 200 mg nehme und sertralin 50 mg…herzlichen Dank für ihre Antwort….

Christian Cesna: Guten Abend. Lassen Sie dem Knie und der Umgebung etwas Zeit zum heilen. 5mg ist nicht viel. Haben Sie keine Angst Ihre Angst auch mit dem behandelnden Arzt zu besprechen.

Ich fahre sei zwei Jahren ( eine Bekannte) in der Ostschweiz umher. Da wird von Morbubechters bis Psychisch krank alles diagnostiziert , bekommt auch immer wieder mit andern Schmerzmitteln jetzt z.Z iv Empfänger aber keiner weiss was wirklich ist, wer kann da wirklich weiterhelfen?

Christian Cesna: Guten Abend. Das klingt nach einer schwierigen Geschichte. Ermutigen Sie Ihre Bekannte, sich gute Hilfe zu holen. Sie ist sicher froh, dass Sie ihr helfen. Machen Sie so weiter.

+++ Seit 20 Jahren nehme ich Oxycontin ein. Bei der letzten Sendung reduzierte ich aus eigener Kraft vom 40 mg auf 20 mg. Die Dosierung war 2 x 20 mg, plus 40 mg die ich auf 20 reduzierte. Diese 20 mg möchte ich auch noch reduziren aus eigener Kraft. Dann wäre ich auf 2 x 20 mg. Bin chronisch Krank und im Rollstuhl. Nebenbei kriege ich ab Sept. statt Hanf Spritzen direkt in die verkrampften Muskeln. Wollen was Neues ausprobieren. Man kann es selber schaffen mit der reduzierung der Medis. +++

Ich bin 25 jahre jung. Ich habe Arthrose in den Facettengelenke, doppelte skoliose, 2x bandscheibenvorfälle. 2xBandplastic nach OSG. Schulter 2x operiert. Jetzt noch mit dem Nerv unlaris Problem, nerveschmerzen in den Beinen . Seit 2012 leide ich unter chronische schmerzen. Mehrfacher entzug wegen Opiate. Momentan Opiate frei, dafür schmerzen. Die Ärzte sagen, es hilfe nur Opiate und es gibt keine andere Option. Nur dies will ich nicht akzeptieren,. Ich will keine Opiate mehr. Alternativen?

Konrad Maurer: Bei gewissen komplizierten Schmerzproblemen sind Opioide häufig ein Teil der medikamentösen Therapie, allerdings verlieren sie langzeitig eingesetzt ihre Wirkung und es müssen alle anderen Optionen sorgfältig evaluiert werden, am besten bei einer auf chronische Schmerzen spezialisierte Institution.

Guten Abend. Ich leide seit 30 Jahren an chronischen Schmerzen im Nacken-Schulter-Rückenbereich durch starke Verspannungen und Migräne. Mit moderatem Schmerzmittelkonsum, wöchentlicher Physiotherapie, Entspannungstechniken und Psychotherapie kann ich doch noch 60% arbeiten. Meine Lebensqualität ist jedoch stark eingeschränkt. Was könnte helfen? Vielen Dank.

Christian Cesna: Guten Abend. Besprechen Sie mit Ihren Behandlern, wie genau Ihre Lebensqualität negativ beeinflusst wird, und was da gemacht werden kann. Oft kann ein kleiner Stein im Schuh eine Wanderung erschweren, und die Entfernung des Steins schon Wunder bewirken. Sprechen Sie es aus! Fragen Sie nach!

Hallo, nach einem Autounfall mit bleibendem Schleudertrauma nehme ich gegen die Kopfschmerzen Mirtazapin Mepha 45mg, welches sehr gut wirkt. Geht das in Richtung Opiate?

Konrad Maurer: Nein, Mirtazapin ist kein Opioid.

Ich hatte Ende April 2021 Gürtelrose. Diese ist abgeklungen, aber mittelstarke Schmerzen sind bis jetzt geblieben. Welche Schmerzmittel sind sinnvoll. Ich bin 79 Jahre alt und Diabetiker. 2019 hatte ich Bauchspeicheldrüsenkrebs. Man hat die ganze Bauchspeicheldrüse, wie auch die Milz entfernt. Dies nur als Zusatzinformation.

Christian Cesna: Guten Abend. Eine schwere Geschichte haben Sie hinter sich! Sprechen Sie unbedingt mit Ihrem Hausarzt!

Guten Abend. Seit ziemlich genau 2 Jahren leide ich an starken Schmerzen infolge einer Post Zoster Neuralgie nach Gürtelrose im Gesicht. Dies trotz der Verwendung von 3-Tages Fentanypflaster 100mgr. und tätlich 2 Pregabalin habe ich ständig ziemlich starke Schmerzen. Dazu kommen die Nebenwirkungen der Medikamente. Im Moment weiss ich nicht weiter. Meine Lebensqualität und Lebensfreude "sind am Boden". Was können Sie mir raten?

Christian Cesna: Guten Abend. Sprechen Sie unbedingt mit Ihrem Behandler. Möglicherweise hat sich zusätzlich eine depressive Stimmungslage mit Hoffnungslosigkeit entwickelt. Lassen Sie sich an ein Behandler-Team oder gar in eine stationäre Behandlung überweisen.

Wie sieht es aus mit dem sporadischen Einsatz von Opioden (Targin 5/2.5 bzw. 10/5 & Oxynorm Tropfen)? Vor rund 6 Jahren hatte ich eine Operation am Rücken & seither immer wieder starke Schmerzepisoden… bis zum heutigen Tag kämpfe ich mit chronischen Schmerzen.

Konrad Maurer: Vom sporadischen Einsatz von Opioiden, insbesondere von "schnellwirksamen" Opioiden wie Oxynormtropfen, bei chronischen Schmerzen wird dringend abgeraten. Falls Opioide eingesetzt werden müssen, dann nur unter den von Arzt/Aerztin verschriebenen Dosierung und unter Kontrolle des Therapieeffektes. Wenn dies nicht so gemacht wird, besteht ein nicht unbeträchtliches Risiko einer Opioidabhängigkeit.

Ich nehme Carbamazepin gegen Epilepsie. Daneben habe ich eine Deckplattenimpressionsfraktur LWK 1 – 4 und zwei Diskushernien LWK ¾ und 4/5, sowie C2/3 und C3/4.Jetzt wirkt Tramal und Fentanyl (wegen des CYP3A4 Phänomens??) nicht mehr gibt es da ein Gegenmittel (Inhibitor) Damit diese Schmerzmittel wieder wirken, Antirheumatika sind ja auch nicht fürs ganze Leben gedacht

Barbara Ankli: Guten Abend Bei Einnahme von Carbamazepin entstehen viele Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten, z. B. Ibuprofen, dies ändert den Spiegel von Carbamazepin, im Gegenzug hat Carbamazepin Einfluss auf Schmerzmittel wie Fentanyl und Tramadol. Bitte besprechen Sie den Fall genau mit Ihrer Hausärztin oder Schmerzmediziner. Sie müssten ein anderes Morphinpräparat bekommen.

Gehören die Schmerzmittel Novalgin und Zaldiar zu der angesprochenen Gruppe

Konrad Maurer: Novalgin nicht, Zaldiar ja. Zaldiar wird als "schwaches" Opioid eingestuft, da es weniger potent ist. Allerdings besteht auch hier ein Abhängigkeitsrisiko.

Guten Abend miteinander ich habe seit Jahren schwere Arthrose in beiden Füssen und nehme schon seit ca.3 Jahren Arthrotec 75 mg 1 mal täglich.Meine Frage bin 57 Jahre alt und werde Schmerzmittel ( ohne Operation) mein ganzes Leben nehmen müssen.Wie gefährlich ist es abhängigzu werden, da ich die Dosis voraussichtlich irgendwann steigern muss, da die Schmerzen immer mehr werden.Vielen Dank für Ihre Antwort.

Christian Cesna: Guten Abend. Arthrotec enthält kein Opiat. Die Angst vor der Zukunft würde ich aber mit Ihrem Hausarzt besprechen. Möglicherweise kann er Sie beruhigen, indem er Ihnen für die Zukunft weitere Hilfen anbieten kann. Auch die Psyche kann ab und zu Balsam brauchen.

Mein Vater hat Trigeminus Schmerzen und nimmt morgens und abends Palladon retard 4mg. Ist das eine sinnvolle Therapie?

Barbara Ankli: Guten Abend. Das kann eine sinnvolle Therapie dieser oft quälenden Schmerzen darstellen. Daneben gibt es andere Medikamente, sogenannte Antiepileptika wie Carbamazepin. Dabei kann es aber zu Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten kommen, besprechen Sie es doch mit der Hausärztin Ihres Vaters, sie kennt alle verordneten Medikamente.

Habe seit mehreren Jahren sehr starken Nervenschmerz (Occzipitalis) re. und nehme Zaldiar morgens 1 Tabl. und abends 1.

Christian Cesna: Guten Abend. Dies klingt nach einer langen Leidensgeschichte. Wer hilft Ihnen dabei?

Ich bin 85 Jahre alt habe an 3 Stellen eine Stenose. Jetzt habe ich angefangen Tramal Paracetamol 37,5 mg/325mg zu nehmen, bis 3x 1-2 Tabletten, werde ich davon abhängig ich habe erst angefangen dieses Medikament zu nehmen,

Christian Cesna: Guten Abend. Kombinationspräparate haben oft das Problem, dass diese zusammen genommen werden und mit der Dosissteigerung beide in höherer Dosierung in den Körper kommen. Ausserdem ist es unklar, ob es wirklich beide braucht. Was könnte sonst noch helfen? Fragen Sie Ihre Aerztin!

Ich habe seit rund einem Jahr Schmerzen in der linken Schulter, genauer im Gelenk. Der Hausarzt meint, es könnte die Gelenkkapsel sein. Was kann man da tun, er wollte eine Spritze setzen, ich bin aber noch unsicher. Wie hoch ist die Chance, dies mit Schmerzsalben etc. zu behandeln.?

Barbara Ankli: Guten Abend. Ganz wichtig ist eine gute Physiotherapie. Das Schultergelenk hat keine richtige Gelenkspfanne, wie z. B. das Hüftgelenk, es wird von Bändern, Sehnen und Muskeln an Ort gehalten. Wenn es wegen Schmerzen zuwenig bewegt wird, kann es zu einer Kapselschrumpfung kommen. Lassen Sie sich doch zum Rheumatologen zuweisen, ein Ultraschall sollte durchgeführt werden, dann kann gegebenenfalls gleich eine Infiltration (Spritze) durchgeführt werden. Das wichtigste ist die Beweglichkeit zu erhalten.

Alter 74 männlich Schmerzbereich: Restlesslex, Rückenschmerzen im Lendenbereich, ca 1 x pro Woche Ganzkörperschmerz wie Rheumaanfall Dauer 2 - 3 Stunden Medikamente Sifrol, Ecofenac Dauer der Schmerzen mehrere Jahre. sind das jetzt chronische Schmerzen? Danke für eure Antwort

Konrad Maurer: Grundsätzlich werden alle Schmerzen, welche länger als 2-3 Monate dauern, als "chronisch" bezeichnet. Viel wichtiger zur Etablierung einer sinnvollen Therapie ist die Abklärung der Ursachen, warum die Schmerzen entstehen.

Guten Abend ich bin 86 Jahre alt und habe seit meinem 30sten Lebensjahr immer wieder starke Rücken schmerzen Röntgen, MRI und viele Physiotherapie, Untersuchungen etc. etc. Alle möglichen Schmerzmittel wurden immer wieder verschrieben mi sehr wenig Wirkung. Seit ca fünf Jahren wurden mir oxynorm und Targin verschrieben. Die einzige Methode, die mir die Schmerzen genommen hat. Jetzt nehme ich manchmal 5 Tropfen oxynorm wenn ich akut schmerzen habe und Targin nur bei anhaltenden Schmerzen.

Christian Cesna: Guten Abend. Sie haben eine sehr lange Geschichte hinter sich! Wenn dies hilft, warum möchten Sie da etwas ändern?

Guten Abend, ich M41jahre, habe seit meinem Unfall im Jahr 2000 jeden Tag starke bis unerträgliche Rückenschmerzen. Über diverse Elektrostimulatoren, Morphium Schmerzpumpe, X Opiate Tabletten sowie andere, örtlich punktieren etc hat nie etwas geholfen. Nach dem letzten nicht erfolgreichen Versuch von Temgesic nehme ich momentan zum Testen Apydan extent 300mg. Warum kann mir bis jetzt niemand helfen???

Barbara Ankli: Guten Abend Sie leiden unter einer chronischen Schmerzerkrankung. Viele Einzelmassnahmen sind durchgeführt worden. Ich würde einen stationären Aufenthalt in einer Schmerzklinik empfehlen. Dort erhalten Sie ein multimodales Therapieprogramm mit Einbezug von vielen Spezialisten, die Ihren Fall anschauen. Lassen Sie sich von Ihrer Hausärztin überweisen.

Ich habe chronische Schmerzen und nehme seit vielen Jahren MST Continus. Die Schmerzen sind gemäss Arzt psychosomatisch und chronifiziert und es wird eine stationäre Behandlung in einer Schmerzklinik ins Auge gefasst. Meine Frage: Welche Kliniken sind in der Schweiz, eventuell in der Region Zürich auf eine solche Behandlung spezialisiert?

Christian Cesna: Guten Abend. Dafür gibt es eine Reihe von Kliniken. Natürlich wäre die Barmelweid oberhalb von Aarau eine Option... sprechen Sie mit, es gibt viele Kliniken, die hervorragende Arbeit leisten.

Guten Abend Mein Vater leidet unter starken neurophatischen Schmerzen und nimmt seit vielen Jahren targin etc. Letzte Woche hat er auf Antrag Dronabinol erhalten. Nun nimmt er beides weil Dronabinol nicht wirke. Ist das gefährlich?

Konrad Maurer: Beides sind Medikamente, welche am zentralen Nervensystem wirken und entsprechend gefährliche Nebenwirkungen haben können. Wichtig ist, dass eine solche Therapie gut und regelmässig überwacht wird und sich die Patienten an die verschriebenen Dosierungen halten.

Ich habe Gürtelrose seit 6.April mit grossen Schmerzen mir mehreren Schmerzmitteln Tramadol, ecofenac und Pregabaline 75, Novalgin Raten Sie mir, zur Infektiologie ins mich zu bemühen?

Christian Cesna: Guten Abend. Gürtelrose wird durch einen Erreger verursacht, der schon in den Nerven drinnen ist, und manchmal erneute Symptome verursacht. Die Erreger kann man da auch nicht mehr herausbekommen. Sie können aber mit Ihrem Arzt sprechen, ob andere Dinge helfen, Ihnen das Leiden zu lindern.

Guten Abend, Wie kann ich mein Juckenproblem am rechten Schulterblatt lösen, meine Hausärztin möchte mir Medikamente gegen Eptilepsie verschreiben. Die zwei Stellen sind bräunlich. Haben Sie mir einen Ratschlag. Der Hautarzt kann mir auch nicht weiterhelfen, er meint, das Jucken hätte einen Zusammenhang mit den Nerven. Besten Dank

Barbara Ankli: Guten Abend Whs. ist es nicht gefährlich, es wird Notalgia parästhetica genannt, ein häufiges Problem. Leider sehr schmerzhaft, möglicherweise können Ihnen Pfefferpflaster helfen (Capsaicin). Wenn der Hausarzt nicht weiter weiss, zum Schmerzspezialisten schicken lassen.

Vor 6 Wochen wurde ich im Uni Spital Basel operiert. Spondilodese L4/5. Danach Targin 5 mg 10 Tage. In Reha Rheinfelden anschliessend ohne Information/Besprechung Targin 20 mg erhalten. Nach 14 Tagen (Bauchgefühl) "gegougelt" Über Abhängigkeit gelesen. Ärzte angesprochen. Danach (nach 2 1/2 Wochen) Reduktion auf 10 mg und seit heute 5 mg reduziert. Bei einem Selbstversuch (1xausgelassen) nach 6h bereits Entzugserscheinungen (Schweissausbrüche/zittern/Agressivität. Wann kann ich aufhören?

Christian Cesna: Guten Abend. Dies würde ich mit dem Arzt Ihres Vertrauens besprechen. Manchmal kann man da auch im 2. Schritt dann die Medikamente weglassen, wenn der akute Schmerz vorbei ist. Oft helfen auch andere Dinge. Lassen Sie sich beraten.

Machen Hanftropfen auch abhängig?

Konrad Maurer: Wenn die Tropfen das psychoaktive THC enthält, können sie eine v.a. psychische Abhängigkeit bewirken und sollten deshalb nur unter fachkundiger und regelmässiger Kontrolle genommen werden.

Ich habe am 1.6. 2020 beim Trampolinspringen Muskeln, Sehnen, Bindegewebe bei den Sitzbeinhöckern verletzt, links u rechts. Ich bin 61 Jahre alt, sportlich, Schwimmen, Velofahren, Yoga, als Jugendliche Schweizerrekord beim Hürdensprint, wohl auch Abnützungen. Bin seit 1 Jahr in Physiotherapie, Hausarzt, nun Sportarzt. Mir gemacht. Leichte Arthrose in Hüften.Die Schmerzen sind besser, aber immer noch da. Was kann ich noch machen? - Dazu neu auch Gelenkschmerzen, Bindehautenzündung in Schultern??

Barbara Ankli: Guten Abend GGf. Sind Sehnen gerissen? Ein MRI kann hier Aufschluss geben, wenn konservative Therapien versagen, soll der Orthopäde konsultiert werden. Welche Art von Gelenksschmerzen sind vorhanden? Falls Nachtschmerzen, Schwellungen, Morgensteifheit vorliegen, soll der Rheumatologe gefragt werden. GGf. sind auch die Sehnenansätze der Sitzbeinhöcker entzündet? Das würde man auch im MRI des Beckens sehen.

aufgrund eines Morbus Sudecks, Bandscheibenschmerzen sowie neuropathische Schmerzen im ganzen Körper habe ich seit Dezember 2014 Sevre-long 60mg sowie Gabapetin verschrieben bekommen. Gibt es eine Alternative? Ich leide aber bereits länger als 2014 an chronischen Schmerzen….

Christian Cesna: Guten Abend. Schmerzen sind oft das Resultat verschiedener Faktoren. Lassen Sie sich nochmals beraten, ob anderes helfen könnte.

Seit 2016, der ersten Rückenoperation (Treppensturz) hat man mir Oxinorm und später u.a. Targin bis 20mg gegeben mebst anderen. In der Reha fragte man mich, ob die mich eigentlich umbringen wollte, weil die Dosen so hoch waren. Helfen tut es auf alle Fälle nicht. Betäubt einen einfach nur. Werde jetzt einfach nichts mehr einnehmen davon. Weiss nicht mehr weiter mit den Schmerzen. Woher und womit bekomme ich Hilfe?

Christian Cesna: Guten Abend. Das ist ja eine schlimme Geschichte, die Sie erlebt haben! Manchmal hilft ein Zentrum, in dem verschiedene Werkzeuge genutzt werden, die Lebensqualität zu verbessern. Nehmen Sie diese Hilfe in Anspruch. Das haben Sie verdient.

Guten Abend. Gibt es die Gefahr von Abhängigkeit und Sucht auch bei (schwach dosierten) Opiatpflaster? Falls ja, wie lange kann man diese benützen, ohne abhängig zu werden?Vielen Dank!

Konrad Maurer: Ja, diese Gefahr besteht auch bei schwach-dosierten Opioiden. Grundsätzlich gilt, dass Opioide nur kurz eingesetzt werden sollten, weil sie bei Langzeiteinsatz die Wirkung verlieren und das Risiko einer Abhängigkeit steigt.

Ich habe Ritzarthrose in beiden Daumen und Weichteilrheuma. Der linken Daumen wurde 3x mit Cortisoninjektion behandelt. Die 3. Spritze hat nicht mehr geholfen. Das Weichteilrheuma geht mit viel Bewegung zum Teil weg. Schlimme Schmerzen habe ich morgends.Mein Arzt verschrieb mir Ecofenac CR 150 mg die zwar helfen, aber ich vertrage das Produkt schlecht. Was empfehlen sie mir die Schmerzen zu lindern.

Barbara Ankli: Guten Abend Hier müsste eine Diagnostik durchgeführt werden mit Röntgen, Ultraschall, Blutuntersuchungen (Entzündungswerte im Blut erhöht?), die Frage ist ob hier eine Rheumatologische Krankheit vorliegt. Der Hausarzt kann sie ggf. beim Rheumatologen anmelden. In der Zwischenzeit kann statt Ecofenac z. B. Etoricoxib 30 -60 mg/Tag eingesetzt werden, für die Rhizarthrose würde ich Schienen empfehlen.

Hallo Herr Cesna herzlichen Dank für Ihre Antwort! was meinen Sie mit dem Knie Zeit lassen, dass ich Oxynorm so weiternehmen kann 1-2 mal pro Tag bis die Knieschmerzen weg sind???herzlichen Dank für Ihre Antwort!!!!

Christian Cesna: Guten Abend. Ja manchmal braucht Heilung Zeit.

Sind Opiaden gefährlich ?

Barbara Ankli: Guten Abend Es sind sehr wirksame Schmerzmittel. Man setzt sie aber nur ein, wenn andere Medikamente nicht wirken oder nicht vertragen werden. Falls unbedingt nötig, z. B. bei Krebspatienten gibt es heute sichere Präparate, der Arzt muss aber die Patienten v.a. zu Beginn oft kontrollieren, jeder Mensch reagiert ja anders auf Medikamente. Man darf am Anfang z. B. auch nicht Autofahren.

Ich leide seit Jahren unter Fybromialgie und das ganze Leben an Restless Leegs. Ich nehme seit ca. 20 Jahren Tramadol gegen Restless und Zaldiar gegen Fybro. ich habe verschiedene andere Medikamente ausprobiert doch keine waren wie diese ohne Nebenwirkungen und hilfreich. Doch absetzen könnte ich diese nicht mehr. Es geht kein Tag mehr ohne. Was empfehlen Sie mir. ? Wie soll ich weitergehen ?

Christian Cesna: Guten Abend. Sie nehmen diese Medikamente also schon sehr lange? Wissen Sie denn überhaupt, ob es noch hilft oder ob es schon bessere Medikamente gibt? Lassen Sie sich beraten. Oft hilft auch eine Gruppenpsychotherapie, wo man andere mit der gleichen Geschichte trifft und sich austauschen kann. Eine stationäre Behandlung wäre ein Ort, um Dinge zu probieren und andere weg zu lassen. Lassen Sie sich kompetent beraten! Das haben Sie verdient.

Ich bin 58 Jahre alt. Habe seit 2007 eine intraspienale schmerzmittelpumpe von medtronic. Bekomme morfin,carbosestin und clonidien.Da die 2operazionen der lendenwirbel nicht gelungen sind.Vor 5 wochen hat mir mein narkosearzt und schmer arzt die flussrate langsamer eingestellt nach dem auffüllen.seit da hab ich einen komischen kopf und biz gleichgewichts störungen.kann das sein das mit der verlangsamung der flussrate zu tun hat? Habe vorher diese simpthome nicht gehabt.danke für eine Antwort.lg

Konrad Maurer: Die Symptome, welche Sie beschreiben, sind nicht sehr spezifisch. Sie sollten sich bei dem für die Dosierung und Flussrate verantwortlichen Arzt melden, damit er diese Therapie und die Funktion der Pumpe überprüfen und allenfalls anpassen kann.

Ich habe aufgrund von Rücken und Hüftschmerzen das Medikament Zaldiar verschrieben bekommen. Es wirkt sehr gut. Ich nehme morgens und abends eine Tablette. Wie lange kann ich dieses Medikament einnehmen ohne davon abhängig zu werden?

Barbara Ankli: Guten Abend Leider kenne ich nicht Ihr Alter. Zaldiar ist ein schwaches Morphinpräparat, kombiniert mit Paracetamol. Es kann über längere Zeit eingenommen werden. Man sollte aber auch die Ursache der Rücken- und Hüftschmerzen abklären und gezielt behandeln. Sicherlich ist immer auch Physiotherapie zu Beginn oder als Refresher sinnvoll.

Was wären denn die Alternativmedikation die Hand ist zum Teil blau verfärbt und sehr berührungsempfindlich wegen des Sudecks.

Konrad Maurer: ES gibt eine ganze Reihe von Medikamenten, welche bei einem M. Sudeck eingesetzt werden können. Am besten melden Sie sich bei einer für chronische Schmerzen spezialisierte Institution: https://www.ssipm.ch/facharzt-finden, Link öffnet in einem neuen Fenster

Ich (42) habe seit ca. 10 Jahren Migräne und nehme momentan nur Ibuprofen Medikamente…. Macht es Sinn mal einen Schmerztherapeuten aufzusuchen, da mein Hausarzt nur meinte das wenn ich in Pension gehe hab ich keine Migräne mehr… was wäre noch zu empfehlen?

Christian Cesna: Guten Abend. Leider machen gewisse Schmerzmedikamente wie Ibu.. ebenso Kopfschmerzen. Dann kann man versuchen, diese abzusetzen. Gerade gute Neurologen haben hervorragende Programme! Wenn die Arbeit bei Ihnen den Stress auslösen würde, könnte man versuchen, dort etwas zu verbessern. Oft sind Menschen sehr leistungsorientiert erzogen worden und können lernen, diesen Leistungsdruck abzubauen. Dafür hat Ihre Aerztin bestimmt gute Adressen parat.

+++ Herzlichen Dank! Und einen schönen Abend! +++

Guten Abend, ich schreibe für meine Mutter (85). Sie leidet an einer oralen Dyskesenie. Wärend den nun jahrelangen Behandlungen bekam sie schon verschiedene Schmerzmittel. Die Nebenwirkungen waren immer grösser als die Wirkung gegen die Schmerzen. Auch mit Botox wurde mehrmals gespritzt. Mit mässigem Erfolg. Nun fragen wir uns ob Opioide oder Hanf eine Möglichkeit wäre. Oder gibt es eine andere Schmerztherapie für sie? Freundliche Grüsse CW

Barbara Ankli: Guten Abend Die Diagnostik und Therapie gehören in die Hand eines Neurologen, ggf. sollte dieser konsultiert werden, alles Gute.

Guten Abend. Seit 4 Jahren verschreibt mir mein Hausarzt Oxycodon-Naloxon-Mepha, gegen chronische Schmerzen im Beckenbereich. Letztes Jahr habe ich selber die Dosis von 10/5mg auf 5/2.5mg reduziert. Leider muss ich nun bei den Schüben zusätzlich 5mg Oxynorm nehmen. Meine Frage an Sie: wird es schwierig nach solanger Zeit das Oxycodon ganz selber ganz abzusetzen? Kann ich das alleine schaffen? Leider habe ich vom Hausarzt nicht so Unterstützung und kann mit dem Hausarztmodell nicht wechseln.

Christian Cesna: Guten Abend. Dies ist ja eine schwere Geschichte! Und trotzdem haben Sie den ersten Reduktionsschritt gemacht. Was für eine Leistung! Möglicherweise überweist er Sie an einen entsprechenden Behandler, welcher Ihnen in Ihrer unglaublichen Leistung unterstützt?

Wohin kann ich mich wenden betreffs meinem täglichen Gesichtschmerzes, bis jetzt konnte mir niemand richtig helfen, habe diesen schon seit 9 Jahren

Konrad Maurer: https://www.ssipm.ch/facharzt-finden, Link öffnet in einem neuen Fenster

+++ Für mich ist unerklärlich, dass für unspezifische Rückenschmerzen Opiate verschrieben werden. Persönlich hatte ich eine 10-jährige Odyssee mit Schmerzen im untern Rücken durchgemacht und habe dabeinie Schmerzmittel genommen. Physiotherapie und Giropraktiker haben immer eine Verbesserung für ca. 2 Tagegebracht, waren aber nicht die Lösung. Erst durch Liebscher+Brachtübungen, die die Verspannungen im Rücken lösen, habe ich heute ein Instrument, um selber die Schmerzen in den Griff zu bekommen. +++

Guten Abend Herr Maurer, ich habe seit 9 Jahren einen Gesichtschnerz und hatte bereits x Behandlungen unter anderem in der Schmerzklinik Zofingen, zurzeit in noch mal in der Uni Klinik Schmerzklinik und es Hilft alles nichts

Barbara Ankli: Guten Abend Ich würde die Behandlung der Uniklinik noch zu Ende durchführen, dort sind viele Spezialisten involviert, wichtig ist ein sogenanntes "multimodales Therapiekonzept" sprechen Sie doch mit Ihrem behandelnden Arzt darüber.

Guten Abend,nach 3 Bandscheibenvorfällen an derselben Bandscheibe wurden 2 Wirbel versteift,doch die Ausstrahlung ist geblieben,je nach Arbeit mehr oder weniger.Von Ibuprofen und Irfen bekomme ich Magenprobleme.Tramadol zeigt wenig Wirkung,aber Saridon ohne Rezept zeigt eine Wirkung,wie kann das sein?Besten Dank .

Christian Cesna: Guten Abend. Oft unterscheiden sich Ursprungssubstanz und neuere Abwandlungen wie in Ihrem Fall mit dem Ibu... und eine schneller lösliche Form kann evtl. den Schmerz besser coupieren?

Guten Abend. Ich nehme seit ca. 20 Jahren Co Dafalgan regelmässig ein. Ich bin gesundheitlich angeschlagen und habe Migräne. Mir ist die Gefahr von Co Dafalgan bzw. Codein bewusst. Darum nehme ich es in niedriger Dosis d.h. 16 Tabletten in einem Monat (und bin daran die Dosis zu verringern und komme sogar auf 2 Monate mit der gleichen Dosis). Ich versuche aber auch mit pflanzlichen Mitteln etc. meine Schmerzen zu verringern. Ich bin regelmässig beim Arzt. Kann ich so weiter machen? Besten Dank

Konrad Maurer: So wie Sie die Situation beschreiben, Monika, machen sie es genau richtig. Halten Sie Ihren Arzt auf dem Laufenden über Ihre Reduktion, so dass er Sie weiter mit Alternativen zum Co-Dafalgan unterstützen kann.

Seit Jahren habe ich chronische Schmerzen, dies auf Grund von Lipödem Grad II. einem Schleudertrauma und einem Unfall mit Humeruskopfmehrfachfraktur. Was kann ich gegen diese chronischen Schmerzen tun?

Christian Cesna: Guten Abend. Haiaiai. Da haben Sie aber eine Kombination von Krankheiten. Gegen das Lipödem, welches leider hier in der Schweiz noch keinen anständigen Stellenwert hat, hilft entsprechende Lymphdrainage oder gar spezialisierte Fettabsaugung des kranken Fettgewebes. Wie lange sind denn die Unfälle her? Wurden Sie da entsprechend psychologisch begleitet? Oft hilft eine Gruppentherapie, in dem man andere Menschen mit Schmerzen trifft und sich nicht mehr so alleine fühlt.

+++ Keine Frage, sondern eine Feststellung: Ich habe ADHS und beziehe seit Jahren Methylphenidat. Wenn ich auch nur ein Tag zu früh mein neues Rezept beziehen will, heisst es von Seite Psychiater, ich soll mich morgen nochmals melden. Finde ich per se absolut ok, obwohl Methylphenidat nicht körperlich süchtig macht. Aber im Kontext mit der in der Sendung erwähnten Verschreibungspraxis von Opioiden (de facto keine Kontrolle) finde ich es beinahe lächerlich..! +++

Bei mir wurde Rheuma diagnostisiert und seither habe ich einmal pro Woche eine Actemra Spritze, 5mg Cortison am Morgen sowie Lodotra 5mg um 22.00 h. Seit einer Woche habe ich wieder starke Schmerzen in der rechten Hand, d.h. das Gefühl als würden die Finger absterben. Ich kann nicht verstehen, dass ich trotz dieser vielen Medikamente immer noch leide. Ist es evt. ein Fehldiagnose? Wie soll ich mich beim Arzt verhalten?

Barbara Ankli: Guten Abend Das mit dem Gefühl "Absterben der Finger " sollten Sie noch vor dem Wochenende klären, liegt hier eine Durchblutungsstörung vor? Ist die Hand kalt und violett, dann wäre es ein Notfall, suchen Sie dann umgehend ärztliche Hilfe auf. Eigentlich sollte man mit Actemra kein Kortison mehr benötigen, es ist auch ungewöhnlich, dass sie 2mal pro Tag Kortison erhalten. Ich kenne aber Ihren Fall nicht, besprechen Sie es doch mit Ihrem Rheumatologen und fragen Sie nach der genauen Diagnose Rheumatoide Arthritis? Falls Actemra nicht wirken sollte und weiterhin eine Entzündung besteht (Kontrolle mittels Ultraschall) würde ich einen Wechsel der Spritze mit dem Rheumatologen besprechen.

hallo, ich habe schmerzen in den schultern und rücken. der arzt hat mir mydocalm verschrieben. da ich bedenken wegen abhängigkeit habe, habe ich das mittel nicht genommen. wird man da abhängig resp. wie lange darf man es nehmen und hilft es?

Christian Cesna: Guten Abend. Mydocalm ist primär ein Muskelrelaxans und nicht ein Opiat. Es kann gute Erfolge erzielen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt und überprüfen Sie miteinander die Wirkung regelmässig. Manchmal kann auch anderes hilfreich sein, die Last auf der Schulter zu entlasten...

Das olfen 25mg geht bei mir auf den Darm. Habe Reizdarm was wäre eine bessere Alternative?

Barbara Ankli: Guten Abend Olfen ist ein sogenanntes Nichtsteroidales Antirheumatikum (NSAR). Das für den Darm verträglichste aus der gleichen Gruppe ist Acemetacin. Sonst gibt es andere Schmerzmittel aus anderen Klassen wie Paracetamol, die keine Darmbeschwerden hervorrufen sollten.

Wieso redet man nicht darüber, dass lange Einnahme von Opiaten Schmerzen auslösen kann ?

Christian Cesna: Guten Abend. Dies ist ein guter Punkt.

Guten Abend. Wie muss ich das verstehen, wenn ein namhafter Schmerzspezialist im Puls-Talk sagt, dass Schmerzmittel Schmerzen verursachen? Schmerzmittel werden eingenommen um die Schmerzen zu lindern, dass diese Schmerzen verursachen ist mir schleirhaft. Können Sie mir das kurz erklären. Herzlichen Dank.

Konrad Maurer: Es ist tatsächlich so, dass regemässige Einnahme von Schmerzmitteln paradoxerweise zu Schmerzen führen kann. z.B. gibt es den sog. Medikamentenübergebrauchskopfschmerz, welcher auftritt, sobald die Wirkung der eingenommenen Tablette nachlässt. Aber auch die regelmässige Einnahme von Opioiden führt zu einer vermehrten Schmerzempfindung, sobald die Wirkung der eingenommenen Tablette nachlässt.

Rheumspatientin SL kann ich das Opioid Palexia retard 75mg längere Zeit benutzen.

Christian Cesna: Guten Abend. Hilft es denn? Bestimmt machen Sie noch vieles andere, um sich das Leben zu erleichtern, oder? Ansonsten besprechen Sie es mit Ihrem Rheumatologen.

Nach einer Knie Teilprothesen Operation (15.09.2020) nehme ich jeden zweiten Tag ein Voltaren 75 retard, vorher Omezol Mepha Magenschutz, da ich immer noch Schmerzen habe. Ich bin 76 Jahre alt, relativ fit und mache gerne noch mässigen Sport (Schwimmen, Bergwandern, Skifahren,etc.). Das Voltaren nehme ich, damit ich aktiv bleiben kann. Mit welchen Nebenwirkungen muss ich rechnen, oder ist das OK? Jemand sagte mir, daß das Osteoporose fördern kann...(Gegenwärtig habe ich keine Osteoporose)

Christian Cesna: Guten Abend. Osteoporose wird vor allem mit dem Einsatz verschiedener Magenschutz-Medikamente in Zusammenhang gebracht. Aber oft ist es eine multifaktorielle Genese.

Lösen Opioide nach jahrelanger Einnahme Schmerzen aus?

Konrad Maurer: Grundsätzlich kann die Langzeiteinnahme von Opioiden eine Veränderung der Schmerzwahrnehmung verursachen, d.h. es kann - muss nicht - zu einer Verstärkung der Beschwerden durch die Opioide kommen.

Guten Tag, ich leide an Migräne seit ich 25 Jahre bin. Heute bin ich 52 Jahre. Früher hatte ich ca. 2mal pro Monat Migräne. Heute z.T. fast täglich. Ich bin nicht sicher, ob ich eine einem Medikamenten-Kreislauf stecke, den ich nicht unterbrechen kann und wie schädlich das Eletriptan 40 mg ist für die Leber. Andere Frage: Ist Stress bei Migräne eine Ursache oder ist sie eher hormonell bedingt oder ist es eine genetische Veranlagung? Vielen Dank für Ihre Beantwortung.

Christian Cesna: Guten Abend. Viele interessante Fragen. Ich empfehle Ihnen, dies mit Ihrem Neurologen zu besprechen.

Nach einer Rückensttacke, myélopathie ischémique 2011 haben sich meine Gefässmuskeln nicht mehr erhohlt. Ich laufe immer schlechter, habe jeden Tag starke Schmerzen und neben den Irfen 150 mg und den obligatorischen Médics nehme ich DAFALGAN und IRFEN 400 mehrmals täglich. Bin 73, war immer sehr sportlich und mache täglich physio, wöchentlich schwimmen und laufe viel, am besten mit Lauf-Stöcken. Was raten sie mir um weniger Schmerzen zu haben?

Barbara Ankli: Guten Abend Wurde denn die Ursache gesucht? Es müsste ja eine Läsion einer Arterie vorliegen, kann auch ausserhalb des Spinalkanals bedingt sein. Wurde ein MRI durchgeführt? Der Angiologie (Gefässspezialist) sollte auch einbezogen werden. Sie schreiben 150 mg Ibuprofen, meinen Sie hier Diclofenac, dieses sollte dann nicht mit dem Irfen 400 kombiniert werden. Ich würde erst mal die Ursache abklären, falls keine Behandlungsmöglichkeit besteht, können ev. doch Opioide in geringer Dosis helfen, Physiotherapie und Trainingsprogramm sind sinnvoll.

Guten Abend, Aufgrund von Rückenschmerzen wurde mir vor rund 15 Jahren Tramadol retard verschrieben. Auch wenn ich seit Jahren schmerzfrei bin, erhalte ich bis heute ein Rezept für 100 mg/Tag. Nun will mein Hausarzt das Rezept ab September nicht mehr ausstellen. Ich bin längst abhängig. Was raten Sie mir, wie ich am besten das Medikament absetzen kann? Danken für Ihre Antwort.

Christian Cesna: Guten Abend. Dies ist ja eine lange Geschichte. Ich rate Ihnen, dies mit Ihrem Hausarzt zu besprechen. Viele psychosomatische Kliniken bieten heute an, den Tramalentzug stationär zu machen.

Ich habe HWS und LWS operiert und beides ist verschtieft. Seit 2012 habe ich zuerst Fentanil flaster gehabt und seit 2016 habe ich gewechselt auf 500 Palexia pro Tag. JAhre lang plus noch reserve Palexia 50 . Ich habe vor ein Monat entzug gemacht in Langenthal SRO Psychiatrie und möchte mich ganz herzlich bedanken. Meine frage ist : was soll ich jetzt nehmen bei schmertzen aber ich möchte NIE WIEDER opiat nehmen. Das soll verboten sein! Das ist verbrechen jemandem jahre lang Opiat geben. Danke

Barbara Ankli: Guten Abend Bei vielen Patienten gibt es leider wenig Alternativen zu Opioiden, z. B. Krebspatienten. Dies ist zum Glück in Ihrem Fall nicht zutreffend. In Reserve könnten Sie Paracetamol oder NSAR (Entzündungshemmer) z. B. Ibuprofen versuchen, dazu sollen Sie den Hausarzt befragen, er kennt Ihre anderen Krankheiten und Medikamente. Sehr wichtig wäre, ein Trainingsprogramm 3 x /Woche durchzuführen, dies wurde Ihnen sicherlich in Langenthal vermittelt.

Guten Abend, meine Frau (73) hat HWS-Arthrose, ausgelöst durch jahrelange Faustschläge ihres Vaters auf den Kopf. Da ist einiges an den Wirbeln kaputt. Bandscheibenersatz, Schmerzklinik, Neurostimulator, Physiotherapie, Psychotherapie, alles mit nicht sehr grossem Erfolg. Momentan ist das Leben erträglich dank MST Continus 10mg, ergänzt mit Tropfen 10mg (max. 20/24h). Wie stellt man sich das vor, von diesen Opiaten loszukommen, wenn für den Schmerz ein klar definierter Auslöser besteht?

Christian Cesna: Guten Abend. Bei Ihrer Frau mit diesen miserablen Startbedingungen ist doch ein erträgliches Leben schon mal ein riesiger Erfolg! Gratuliere! Helfen Sie Ihrer Frau da weiter, nun auf der Sonnenseite des Lebens zu sein (und vergessen Sie das vorerst mit dem weiteren Abbau, es gibt schlimmeres ;-) )

Guten Abend mitenand, ich bin 60+ und habe seit mehreren Jahren einen stechenden Schmerz links in der Leiste und auch hinten wenn ich sitze (wegen Büroarbeit ziemlich viel) . Der Schmerz verbreitet sich immer öfter ins Knie und das ganze Bein. Der Druck auf der Sitzknochen (denke ich) macht es, auch im Bett liegend. Sonst bin ich sehr aktiv und gesund. Der Schmerz verschwindet beim Velofahren oder beim Wandern soweit der Boden weich ist. Was für einen Arzt sollte ich kontaktieren? Merci!!

Barbara Ankli: Guten Abend, ggf. ist Ihr Iliosakralgelenk betroffen, ein Manualmediziner oder Schmerzmediziner oder Rheumatologin kann sie gründlich untersuchen und ev. Bildgebungen durchführen, die Therapie kann anschliessend festgelegt werden. Ohne klinische Untersuchung keine Diagnose möglich.

Guten Abend, ich bin 57 und leide schon seit meiner Kindheit an einer Überempfindlichkeit meiner Hoden. In den letzten zwei Jahren haben sich die Schmerzen ziemlich verstärkt. Bis dahin gingen die Schmerzen nach einigen Tagen spürbar zurück und kamen erst nach etwa 1Monat wieder. Jetzt sind diese etwa eineinhalb bis zwei Stunden nach dem aufstehen da und das den ganzen Tag. Infusionen, Injektionen, Psychopharmaka haben nicht gebracht. Dieser Zustand macht mich sehr müde! Ich bin sehr angespannt!

Christian Cesna: Guten Abend. Sie haben eine lange Leidensgeschichte! Wer hilft Ihnen dabei? Sind Sie in einem guten Zentrum? Arbeitet Ihr Urologe mit weiteren Spezialisten zusammen?

Ich weiss, dass Palexia (Lösung zum Einnehmen)Chargenrückruf gestartet hat, wie oft kommt noch zur Verschreibung in der Schweiz vor?

Barbara Ankli: Guten Abend Persönlich verschreibe ich die Tropfen gar nicht, da aus meiner Sicht ein hohes Abhängigkeitspotential besteht. Bei Krebspatienten wäre es möglicherweise sinnvoll.Ich empfehle retardierte Präparate (verzögerter Freisetzungsmechanismus).

Danke für Ihre Antwort Herr Cesna, ich würde gerne nochmals fragen, was für Alternativen es geben könnte. Bei mir wurde alles abgeklärt, unzählige Therapien, Rehas habe ich hinter mir. Ich bin bei einer fachkundigen Spezialistin, nur, was ausser Opiate können arge Morbus Sudeck und Neuropathische Schmerzen lindern? (Die Sudeckschmerzen sind seit anfang 2007). Danke für Ihre Antwort

Christian Cesna: Guten Abend. Wenn die Opiate jetzt Ihnen zumindest ein erträgliches Leben bereiten, würde ich daran im Moment nicht rütteln wollen und hebe hochachtungsvoll meinen Hut, dass Sie das erreicht haben! Mehr habe ich leider auch nicht.

Cryo-Behandlungen, also Kälte (zB. ca. 3-4 Minuten in -110Grad) soll gegen Schmerzen helfen und die medikamentöse Behandlungen zumindest stark vermindern. Was halten die Ärzte davon? Erfahrungen? Empfehlungen??

Barbara Ankli: Guten Abend Ja, Kryotherapie wird angewendet auch in der Sportmedizin. Ich persönlich habe hier keine Erfahrungen. Wenden Sie sich doch an einen Sportmediziner oder fragen Ihre Hausärztin, wer diese Therapien anbietet.

Ich nehme wegen Schmerzen an den Füssen z.Z. Fast täglich am Abend Tramal ein (50mg). dies seit 6 Monaten. Bin von 2x 50 mg auf 1x 50 runtergekommen. Habe Nervenschädigung an den Zehen (seit 18 Monaten verschlechtern) und rechts Fersensporn seit 6 Monaten. Ist meine Abhängikeit schon ausgeprägt?

Christian Cesna: Guten Abend. Dies ist doch schon mal ein grosser Schritt! Ich würde mir bzgl. der Abhängigkeit nicht all zu grosse Sorgen machen.

Guten Abend, Ich habe seit 2 Wochen einen dauernden brennenden Schmerz von der linken Hüfte übern den Oberschenk runter bis ins Knie, auf der Oberschenkel Innenseite ein leichtes taubes Gefühl. Der Schmerz lässt nie nach, nicht ich kann jedoch ohne Probleme laufen, kein Kraftverslust. Ich kann nicht schlafen. Mein Hausarzt hatte kein Zeit. die Notpraxis im Spital hat mir zuerst 3 Irfen600t, 4 Dalfalgan,1g, 6 Novalgin 500 verschrieben, ohne Erfolg, nun nehme ich noch 2 Tramal100 und 4x20Tr.

Konrad Maurer: Möglicherweise liegt ein Bandscheibenvorfall vor. Sollten sich diese Beschwerden innerhalb der nächsten Tage nicht bessern, sollten Sie sich wieder bei Ihrem HA melden, sodass er mit Ihnen weiterführende Massnahmen besprechen kann. Sollten Sie Lämungserscheinungen verspüren oder Inkontinent werden (unkontrollierter Urin- oder Stuhlabgang) müssen Sie sich notfallmässig in einem Spitalnotfall vorstellen.

Guten Abend. Knieschmerzen treten in meinem Fall wechselweise einmal im Bereich Kniescheibe, dann innenseitig oder wiederum aussenseitig auf. Können Knieschmerzen quasi wandern? (Es liegt ein - wie die Ärzte feststellen - im Alter von 60 häufig festzustellender Anriss des inneren Meniskus vor). Vielen Dank

Barbara Ankli: Guten Abend Vielleicht ist das Knie auch geschwollen und es liegt eine vermehrte Ergussbildung vor? Wie sie notiert haben, sind diese Meniskusanrisse oft Zufallsbefunde. Vielleicht liegt eine Gonarthrose vor? Immer sollte auch ein Röntgenbild im Stehen durchgeführt werden. Sie können sich gerne via Hausarzt zur Rheumatologin mit Ultraschall zuweisen lassen.

Guten Abend Herr Cesna, danke vielmal für Ihre Antwort. Was meinen Sie mit dem "Zentrum"? Mein linkes Bein hat seither auch Gefühlsstörungen und muss am Rollator gehen. Wenn Sie die ganze Geschichte kennen würden, stünden Ihnen die Haare zu Berg. Hab auch einen lebensgefährlichen Virus im Spital oder 1. Reha erwischt. 2x scharf am Tod vorbeigeschrammt. Bin 77. Langsam geht mein Lebenswille unter, weil ich keine Hilfe bekomme.

Christian Cesna: Guten Abend. Wau! Was für eine Kämpferin! Besprechen Sie diese Ohnmacht unbedingt mit Ihrem Hausarzt. Vielleicht kann er Ihnen helfen! Oft sind Hausärzte gut vernetzt, und können Überweisungen an Spezielle Zentren machen.

Guten Abendwelche Therapie kann bei chronischen Rückenschmerzen -im Kreuz helfen? Es wurden viele Untersuchungen durchgeführt, ohne Erfolg.Seit über 1 Jahr kribbelt die linke Körperseite.Vermehrt Rückenscherzen in der Nacht, Verbreitung durch Unterbauch in die Beine, Bewegungen sehr schwierig.Mein Körper ist dann wie versteift. Schmerzhafte, kalte Beine ab Knie bis Fuss.Trotz 3 Wochen intensiver Behandlung in der Rehaklinik, sind die Schmerzen wie vorher. Besten Dank

Barbara Ankli: Guten Abend Nächtliche Schmerzen sind immer ein Warnsignal, und müssen abgeklärt werden. Leider kenne ich Ihr Alter nicht. Hier müssten sicherlich, falls noch nicht durchgeführt, grössere Abklärungen vorgenommen werden, auch hier können Sie sich zur Rheumatologin vom Hausarzt zuweisen lassen.

Seit 6 wochen heftige rückenschmerzen habe bandscheibenriss. Nehme 4x1g novalgin, 3x1g paracetamol, 2-3× 20 tr. tramadol. Kann das süchtig machen. Diese woche ist infiltration geplant, hoffe das hilft.

Christian Cesna: Guten Abend. Suchtentwicklung hängt immer auch mit der Dauer der Einnahme zusammen, da würde ich mir in Ihrem Fall nicht allzu grosse Sorgen machen. Viel Erfolg.

Seit über 10 J. leide ich an chronischen Schmerzen (Schleudertrauma). Ich bin regelmässig in therapeutischer Behandlung & nehme tägl. Celecoxib, damit mein Alltag möglich ist. Ich bin noch jung+war bis jetzt bei keinem Schmerz-Spezialisten. Könnte ein solcher bzw. eine Schmerzklinik das richtige für mich sein? Um langfristig schmerz-/medikamentenfrei zu werden. Oder werde ich hier als Schleudertrauma Patientin direkt abgewimmelt? Gibt es gratis Erstberatungen oder ist eine Zuweisung nötig? Danke

Konrad Maurer: Es ist sicherlich sinnvoll, dass Sie an einer auf chronische Schmerzen spezialisierten Institution eine Standortbestimmung durchführen lassen. Die Erstgespräche werden von der Krankenkasse übernommen. Am besten lassen Sie sich von Ihrem Hausarzt an eine solche Klinik zuweisen.

Meine Frau nimmt seit Jahren folgende Schmerzmittel ein: Lodine 300 mg (1 pro Tag) und Pregabalin-Mepha 75 mm (1 am Morgen und 2 am Abend). Neu hat ihr der Hausarzt auch das stärkere Schmerzmittel Oxycodon-Naloxon-Mepha (1 pro Tag) verschrieben. Ist das letztgenannte Schmerzmittel allenfalls bedenklich?. Ein Abhängigkeitsgefühl hat sich bis heute bei ihr nicht eingestellt. Danke für ihre Meinung.

Christian Cesna: Guten Abend. Hilft es denn? Bestimmt macht sie noch vieles andere, um ihre Lebensqualität zu verbessern...

Kann Medikamentenübergebrauchskopfschmerz auch beim Migräne-Schmerzmittel Eletriptan entstehen?

Konrad Maurer: Ja, kann.

+++ Wenn Opiat so Abhängig machen, warum werden sie dann nach jeder OP verschrieben und Patienten so grosszügig damit versorgt? Und auf Spital-Stationen die WHO Regeln nicht beachtet? Man gibt zuerst BTM und wenn es nichts nützt Stufe 1 oder 2? +++

Vielen Dank Frau Ankli. ich bin 39 Jahre alt. Ein MRT wird morgen gemacht.

Barbara Ankli: Ok, sehr gut In Ihrem Alter sollten Sie sicherlich nicht über längere Zeit Zaldiar einnehmen, zum Überbrücken ist es gut, aber Achtung , 12 h nach Einnahme nicht Autofahren, ausser sie nehmen das Medikament in einer stabilen Dosis über mehrere Wochen. Kann aber immer zu verkehrsrechtlichen Problemen führen.

Guten Abend, ich schreibe für meine Partnerin (Italienerin) 86 jährig, sie benützt seit ca. 20 Mte. das Opiat "Durogesic 12 + 25 -Pflaster weil sie sich bei einem Sturz den Kopf angeschlagen hatte sowie Prellungen am re. Bein was ihr dann u.a. dauernde Kopfschmerzen verursachte und ihr der Hausarzt schlussendlich das Durogesic verschrieb, erst nur das 25er , das zuwenig half , und dann zussätzlich das 12 er verschrieb. Kann sie das Medikament ohne Bedenken weiternehmen ?? Oder wäre ein Abbau !

Christian Cesna: Guten Abend. Hilft es denn im Moment? Leider kommt es oft zur Dosissteigerung beim Opiat. Wenn es hilft und nicht zu gravierende Nebenwirkungen verursacht, kann es Ihr doch weiter gegeben werden. Besprechen Sie Ihre Bedenken ggf. mit dem Hausarzt. Vielleicht gibt es noch andere Gründe, warum die Schmerzen so stark sind.

Knieprobleme: Im rechtem Knie habe ich Schmerzen beim Laufen, je schneller desto stärker, jedoch keine Schmerzen während des Velofahrens, keine Schmerzen beim Treppen steigen, nicht beim Schwimmen, keine während der Nacht. Am späteren Abend ist es am meisten rundum geschwollen, aber nicht schmerzhaft. Was kann man dagegen tun?

Konrad Maurer: Das sinnvollste ist sicherlich, die Ursache der Schwellung und der Schmerzen abzuklären. Nur so kann eine geeignete und sinnvolle Therapie geplant werden. Am besten melden Sie sich bei Ihrem Hausarzt.

Meine 29-jährige Tochter hat seit 6 Jahren unerträgliche Kopfschmerzen. Sie hatte bereits eine Operation bei der am Hinterkopf Nervenstränge freigelegt wurden, und über die letzten Jahre alles was an Alternativmedizin angeboten wird ausprobiert. Der Hausarzt hat ihr Tramal verschrieben. Letztes Jahr verlor sie innert 4 Mon. 18kg, da sie mehrmals täglich erbrechen musste. Morgen hat sie im CHUV einen Termin mit dem Neurologen, sie hat sich für einen Entzug entschieden. Es ist ihre letzte Hoffnung

Barbara Ankli: Guten Abend. Das ist sicherlich sinnvoll, einen kompetenten Neurologen zuzuziehen. Falls keine organische Ursache der Beschwerden gefunden würde, ist eine multimodale Schmerzkomplextherapie über mehrere Wochen in einer spezialisierten Klinik angezeigt.

Guten Abend,ich bin 69 Jahre alt. Habe seit ca. 20 Jahren wandernde Schmerzen am ganzen Körper. Anfänglich waren es vor allem Muskel- und Gliederschmerzen. Der Rheumatologe vermutete Fybromyalgie (ohne Depression). Im Moment Arthrose und Muskel und Gliederschmerzen am ganzen Körper. Verdacht Psoriasis Arthritis. Ich möchte keine Immunsuppresiva nehmen. Die Schmerzen sind in Ruhestellung verstärkt. Div. Schmerzmittel, welche ich von meiner Hausärztin erhalten habe, nützen nichts. Vielen Dank

Christian Cesna: Guten Abend. Leider sind gerade bei der Psoriasis-Arthritis so wandernde Schmerzen häufig, da versch. Gelenke betroffen sind. Haben Sie mit ihm schon über die guten Behandlungsoptionen gesprochen? Manchmal können kurze hohe Dosen an Cortison starke Entzündungen und Schmerzen lindern. Auch Infiltrationen können helfen. Sprechen Sie mit ihm.

Guten Abend, ich leide seit ca. 5 Jahren an Kopfschmerzen (Stirn) mit Rauschen in den Ohren. Nehme regelmässig Algifor gegen diese. Gibt es hierfür eine Ortsstelle? Ausser der Hausarzt, da dieser nicht weiter weiss. Vielen Dank.

Konrad Maurer: Am besten melden Sie sich bei einem Neurologen (Nervenarzt) oder lassen sich von Ihrem Hausarzt bei einem solchen zuweisen.

Anschlussfrage: Können immer wieder anderswo am Knie punktuell auftretende Schmerzen auf ein und dieselbe Ursache zurückzuführen sein?(das MRI zeigt einen Anriss am Innenmeniskus, ob aber ein Bezug von Befund und Symptomen gegeben ist?) Oder ist eine unspezifische Ueberlastung wahrscheinlicher? (sodass eher Entwarnung gegeben werden könnte). Vielen Dank

Barbara Ankli: Ja, aber man müsste das Knie auch klinisch untersuchen, wenn im MRI nichts gefährliches gefunden wurde, ist das schon mal gut. Ich habe aber die Erfahrung, das Kniegelenksergüsse an verschiedenen Orten am Knie Schmerzen verursachen können. Auch Entzündungen der Sehnenansätze sind hier anzusprechen. Sicherlich ist ein Versuch mit Diclofenac Salbe über 10 Tage angezeigt, wenn das MRI nichts Schlimmes zeigt.

Ich habe auch Rücken OP hinter mir, 6fache Diskus Hernie L5 - L3 Versteift. ich bekam auch Opiate war für mich aber keine Problem, auch nach längerer Einnahme wieder abzusetzen. Ein Freund von mir wurde diese Woche operiert, die Schrauben waren defekt und mussten ersetzt werden. Nun nach der OP bekommt er Opiate zur Schmerz Linderung. Der Arzt verschrieb eine Kuraufenthalt für Therapie und Schmerzmittele einzustellen. nur das Problem ist, die Krankenkasse antwortet nicht, um den Kuraufenthalt zu übernehmen.

Christian Cesna: Guten Abend. Die Krankenkassen begründen meist, warum sie etwas nicht bezahlen wollen. Darauf können die Aerzte dann antworten und eine Wiedererwägung der Kostengutsprache schreiben. Oft hilft es, die psychischen und sozialen Aspekte auch mit einzubeziehen.

Hallo habe seit bald 6 Jahren krasse Schmerzen im Bereich hüfte ,Steissbein ,Kreuz und es zieht den ganzen Rücken rauf und runter ,muskeln sehr verspannt.habe auch palexia bekommen ca 6 monate und dan auf einmal nicht mehr.Der Arzt stellte mich als Tablettensüchtig,weil ich nachgefragt habe um ein neues rezept..und Sie sagten zuerst dass es morbus bechterew ist. und weil die Entzündung weg war mit der Zeit sagte ein andere Arzt es sei kein morbus..was soll ich nur tun .???sie klären nicht ab.

Barbara Ankli: Bestehen Nachtschmerzen und Morgensteifheit und sind Sie unter 45 Jahre alt? Dann müssten die Rückenschmerzen nochmals beim Rheumatologen abgeklärt werden. Wenden Sie sich doch nochmals an die Hausärztin, um dies zu besprechen.

Chat-Admin: Der Experten-Chat ist beendet - danke für die interessanten Fragen! Mehr Infos zum Thema finden Sie in der untenstehenden Sendung.

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