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Porträtaufnahmen der Experten
Legende: Claudia Bisagno, Edith Egloff und Matthias Schaffner SRF
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Hörprobleme «Verstärkt ein Hörgerät meinen Tinnitus?»

Claudia Bisagno, Edith Egloff und Matthias Schaffner haben Ihre Fragen im «Puls»-Chat beantwortet.

Fachpersonen im «Puls»-Chat

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Chatprotokoll

Ich habe in den letzten Jahren fast mein ganzes Gehör verloren, es begann mit 54-fünfzig. Ich arbeitete noch u. trug Hörgeräte, bald stärkere, bis auch diese nicht mehr reichten. Es gibt jeden Tag viele Missverständnisse, weil ich die Leute nicht verstehe od. überhaupt nicht merke, dass sie etwa sagen. Ich würde es begrüssen, wenn Pro Audito die Leute sensibilisieren könnte, dass ein Mensch mit scherem Hörschaden eben selbst mit Hörgeräten wenig versteht (Nebengeräusche !).

Claudia Bisagno: Sie sprechen einen sehr wichtigen Punkt an. Hörgeräte sind eine wichtige und wertvolle Hilfe, aber das Hörvermögen wird dadurch gerade bei stark schwerhörigen Menschen nicht vollständig wieder hergestellt. Wir weisen regelmässig auf diesen Punkt hin und merken auch, dass man es nicht oft genug sagen kann. Ich nehme Ihren erneuten Anstoss gerne entgegen. Danke für Ihre Wortmeldung.

Mein Partner (70) hat vor 7 Jahren für ca. 3 Monate zwei verschiedene Hörgeräte ausprobiert. Er litt damals unter einem Hörverlust von ca. 20 Prozent beidseitig und hat zudem einen Tinnitus. Er kam nicht zurecht, hatte das Gefühl, der Tinnitus hätte sich noch verstärkt. Seitdem hat sich sein Gehör weiter verschlechtert, er hört die Konsonten nicht mehr. Dies führt zu Missverständnissen ist wird zunehmend belastender. Er weigert sich, einen neuen Versuch zu starten. Wie kann ich ihm helfen?

Matthias Schaffner: Versuchen Sie Ihren Partner zu einem neuen Hörtest inkl. Beratung zu motivieren. Wählen Sie das Fachgeschäft sorgfältig aus, Erfahrungen aus dem Freundes- und Bekanntenkreis können helfen. Sagen Sie Ihrem Partner, dass es mittlerweile sehr unauffällige Geräte gibt und die Lebensqualität sich verbessern kann. Wichtig bei einem erneuten Hörgeräte-Versuch ist die Möglichkeit, mindestens zwei verschiedene Modelle unterschiedlicher Hersteller über einen Zeitraum von ca. 3 Monaten auszuprobieren. Nur dies gewährleistet eine angemessene Angewöhnung und die richtige Beurteilung der Versorgung.

Guten Tag, ich kenne die Verständigungskurse u. nehme wenn möglich teil. Wieso werden diese nur so punktuell und nicht fortlaufend angeboten? Wenn ich etwas lernen will, muss ich es regelmässig machen. Und wenn ich etwas einplanen will, geht das einfacher, wenn es regelmässig stattfindet (so wie Sprach- und Turnkurse eben auch quartals- oder semesterweise stattfinden).

Edith Egloff: Die Kurse werden mit einer längeren Sommerpause, an den meisten Orten fortlaufend angeboten. Zudem bietet pro audito schweiz auch ganzwöchige Intensiv Seminare an.

Mein Hörvermögen hat in den letzten 2 Jahren eklatant abgenommen, von 40 bzw. 60% auf 80 bzw. 90% Hörminderung. Ich habe gehört, dass auch Medikamente schuld daran sein könnten. Ich nehme 1 Antidepressivum (Sertralin), 1 Tranquillizer (Panikattaken) und einen Beta-Blocker (Omnetec 20mg) Eine Antwort wäre für mich sehr hilfreich. Vielen Dank im Voraus.

Claudia Bisagno: Auf www.pro-audito.ch, Link öffnet in einem neuen Fenster unter der Rubrik "Hörverlust", "Ursachen", "Medikamente" finden Sie die Liste "ototoxische Medikamente". Darauf sind Medikamente erwähnt, welche zu einem Hörverlust führen können. Ich empfehle Ihnen, diese mit Ihrem Arzt anzuschauen. Wichtig ist, dass er auch prüft, ob die Kombination "Ihrer" Medikamente einen Einfluss auf Ihr Gehör haben könnte.

Kann man sein Gehör selber trainieren damit es nicht schlechter oder wieder besser wird?

Edith Egloff: Je nach Hörbehinderung ist zuerst eine Hörgeräteversorgung nötig. Dann muss man das Gerät aber auch tragen. Falls Sie musizieren, ist dies z.B. auch ein sehr gutes Hörwahrnehmungstraining.

Ich habe vor etwa 2 Jahren ein Hörtraining bei der firma koi gemacht mit einem Hörcomputer. Wissen sie ob man das Gerät inzwischen auch kaufen kann? Eventuell über einen anderen Anbieter?

Edith Egloff: Erkundigen Sie sich am besten bei KOJ.

Ich leide an Tinnitus und höre zunehmend schlechter. Würde ein Hörgerät meinen Tinnitus nicht auch verstärken?

Matthias Schaffner: Es kann durchaus vorkommen, dass ein Tinnitus durch ein Hörgerät zumindest temporär verstärkt wahrgenommen wird. In den meisten Fällen ist dies jedoch nicht der Fall. Es lohnt sich auf jeden Fall, in einer solchen Situation Hörgeräte auszuprobieren. Oftmals wird der Tinnitus mit den eingesetzten Hörgeräten weniger bis (im besten Fall) gar nicht mehr wahrgenommen. Zusammen mit einer verbesserten Sprachverständlichkeit kann dies die Lebensqualität steigern.

Grüezi Mein Mann (sieht nur noch 10%) trägt seit einiger Zeit Hörgeräte und probiert aktuell bei Koj Zürich das Hörtraining. Zuvor hat er Hörfit probiert. Bei Hörfit kann er den Computer selbst bedienen, aber die übungen waren viel zu einfach für ihn sodass er abgebrochen hat. Während dem Probetraining bei koj bediene ich für meinen Mann den Computer. Hilft ihm das dann trotzdem, weil es für ihn ja nur um das Hören geht oder gibt es spezielle Hörtrainings für Sehbehinderte?

Edith Egloff: Erkundigen Sie sich beim SZB, Schweizerischer Zentralverein für das Blindenwesen. https://www.szb.ch/footer/service/kontakte/beratungsstellen-szblind-fuer-hoersehbehinderte-menschen/, Link öffnet in einem neuen Fenster

Der Batteriewechsel an meinem Hörgerät ist sehr mühsam. Wann wird es erschwingliche Geräte mit aufladbaren Akkus geben?

Claudia Bisagno: Mehrere Hörgerätehersteller haben inzwischen Hörgeräte mit wiederaufladbaren Batterien im Angebot. Und die Angebotspalette wird ständig erweitert. Um einen Einblick in das aktuelle Angebot an Hörgeräten zu erhalten, welche wiederaufladbare Batterien haben und sich für Ihren Hörverlust eignen, würde ich Kontakt mit Ihrem Akustiker aufnehmen. - Vielleicht würde Ihnen aber auch ein Magnetstift für Hörgerätebatterien helfen. Diese Stifte sehen aus wie Kugelschreiber. Anstelle der Mine ist aber ein Magnet, mit dessen Hilfe Sie die Batterie besser auswechseln können.

Ich trage seit 12 Jahren beidseitig Hörgeräte, im Sprachbereich 2.500-4000 Hz sind sie jedoch mit einem Verlust von - 76db ausgesteuert, was kann ich tun? Gehirntraining ist ja eigentlich immer vorhanden, weil ich sie täglich trage!

Matthias Schaffner: Lassen Sie die Einstellung Ihrer Hörgeräte bei Ihrem Hörgeräte-Akustiker überprüfen und auf den neuesten Stand Ihres Hörvermögens einstellen. Falls dies keine Verbesserung der Situation bringt und die Geräte ein gewisses Alter haben, empfehle ich Ihnen einen Versuch mit einer neueren Technologie. Dazu sollte Ihnen ein Hörgeräte-Akustiker eine angemessene und unverbindliche Probezeit gewähren.

Guten Abend, Wo kann ich mich für etweilige Tests für Implantatsysteme zur Verfügung stellen? Ich nutze vorerst einseitig ein CI von Med-el, das andere Ohr werde ich in ca. einem Jahr ebenfalls operieren lassen. Wie sieht es diesbezüglich mit dem Hören von Musik aus? gibt es Übungsmaterial, um es, ähnlich des Sprachverstehens, zu trainieren?

Edith Egloff: Es gibt verschiedene online Programme womit Sie das Musikhören trainieren können. Erkundigen Sie sich bei pro audito schweiz oder bei der Audioagogin, welche das Hörtraining bei Ihnen durchführte. Bezüglich CI Tests: fragen Sie bei der Klinik nach, bei der Sie operiert wurden.

Liebes Team Proaudito! Ich habe meine Mutter (bei Zürich wohnhaft) zu einem mir bekannten und befreundeten Hörgeräte-Akustiker geschickt. Bei einem Proaudito Kurs hat man Ihr von diesem Akustiker abgeraten und einen anderen empfohlen. Ich finde das stinkt zum Himmel bei uns in Österreich wäre das strafbar! Wie stellen Sie sicher, dass Ihre Mitarbeiter nicht "geschmiert" werden?

Claudia Bisagno: Danke für Ihren Hinweis. Gemäss unseren Beratungsrichtlinien ist es uns untersagt, von einem Akustiker abzuraten. Aus Ihrer Wortmeldung geht allerdings nicht hervor, WER Ihrer Mutter von einem Akustiker abgeraten hat. Es könnte ein Kursteilnehmer gewesen sein. Wie auch immer, gerne nehme ich Ihre Anregung entgegen, unsere Richtlinien intern nochmals zu kommunizieren.

Meinen Grossvater hört nicht einmal wenn er den Hörapparat hat beim Fernseh. Was kann er machen? Und das zweite Problem ist ich habe immer beim linken Ohr ein Ohr sausen was kann ich dagegen machen. Es ist noch ein lautes Ohren Sausen wo ich habe. Es ist sehr lästig und mühsam auch in der Nacht. Kann fast nicht schlafen. J. T.

Matthias Schaffner: Ihr Grossvater sollte seine Hörgeräte bei seinem Akustiker überprüfen und neu einstellen lassen. Hörgeräte lassen sich mittels Zubehör direkt mit dem TV verbinden, was die Sprachverständlichkeit enorm verbessern kann. Er soll seinen Akustiker darauf ansprechen. Betreffend Ihrem Tinnitus empfehle ich Ihnen ein Gespräch mit einer fachkundigen Person. Informationen dazu finden Sie auf der Website der Schweizerischen Tinnitus-Liga. Zudem empfehle ich Ihnen einen Hörtest durchführen zu lassen um sicherzustellen, dass kein Hochton-Hörverlust vorhanden ist.

Habe seit ca. 3 Monaten im rechten Ohr das Gefühl, als hätte ich einen Wattebausch drin, die Hörfähigkeit ist eingeschrenkt und ich habe ein ständiges Pfeifen. Von der Apotheke erhielt ich Tauchertropfen, nützte nichts. Beim Arzt habe ich abgeklärt, ob ich einen Pfropfen habe, ist jedoch nicht der Fall. Gemäss Arzt hat sich Flüssigkeit im Innenohr angesammelt. Ich erhielt auch vom Arzt Ohren-Tropfen, nützte auch nichts. Was nun? vielen Dank für ein Feedback.

Edith Egloff: Klären Sie Ihre Höreinschränkung bei einem Ohrenarzt ab. Wichtig ist auch, dass die Hörbehinderung adäquat behandelt wird.

Guten Tag. Ich bin 22 Jahre alt. Vor etwa zehn Jahren ist mein Trommelfell nach einem Schlag ins Ohr geplatzt. Nun habe ich das Gefühl, dass ich manchmal dort nicht mehr gut höre. Ist es möglich, dass das Hörvermögen durch den Schlag beeinträchtigt bleiben wird? Danke herzlich!

Matthias Schaffner: Lassen Sie ihr Trommelfell von einem HNO-Arzt oder einer HNO-Ärztin überprüfen. Gleichzeitig wird ein Hörtest durchgeführt. Dies schafft rasch Klarheit.

Guten Abend! Mein Vater ist Schwerhörig und leidet seit einer Untersuchung, bzw. Anprobe von Hörgeräten an Tinitus. Nun weigert er sich, es nochmals zu probieren. Ich mache mir Sorgen, welche Argumente können wir noch vorbringen? Sein gehör wird immer schlechter.

Edith Egloff: Besuchen Sie mit Ihrem Vater einmal ein Verständigungstraining bei pro audito schweiz. Da erfährt er von anderen Betroffenen, wie hilfreich ein gut eingestelltes Hörgerät hilft im Alltag. Zudem lernt er verschiedene Strategien, welche die Verständigung unterstützen. Oft ist es auch so, dass nach einer gewissen Zeit der Tinnitus wieder verschwindet, wenn das Hörgerät konsequent getragen wird. Vielleicht könnte er auch an der Tinnitus Studie teilnehmen an der Universität Zürich: sprach.cogtail@gmail.com, Link öffnet in einem neuen Fenster, 044 634 57 90

Guten Abend. Ich bin 61 Jahre alt, habe am linken Ohr vielmals einen Druck, kommt und geht. Ich war bei der Ohrenärztin, sie sagt, komme vom Kiefergelen, wegen Bruxismus. Wie kann ich den Druck lösen? Auch hat das Gehör leider abgenommen, vorwiegend unter vielen Leuten höre ich weniger, leider. Auch hat sich nachts ein Tinitus entwickelt. Was sagen sie zu den Methoden Koj und Tomasis? Was können sie empfehlen. Ich möchte möglichst lange kein Hörgerät. Danke für ihre Antwort.

Matthias Schaffner: Das tägliche Hörtraining mit gut angepassten Hörgeräten im Alltag ist meiner Meinung nach zu favorisieren, weshalb ich Ihnen trotz allem einen unverbindlichen Hörgeräte-Versuch empfehlen möchte.

Was kann man machen wenn ein Familienmitglied fast nichts mehr hört und ihr/ihm x-mal gesagt hat? Meine Oma hat es ihr/ihm immer und immer wieder gesagt aber diese Person akzeptier diese Info nicht und verweigert den Weg zum Ohrenarzt.

Claudia Bisagno: Ich würde allen Bezugspersonen raten, psychologisches Feingefühl einzusetzen. Warum weigert sich der Opa? Ist es für ihn schwierig, den Alterungsprozess anzunehmen? Oder ist er mit anderen belastenden (Gesundheits-)-Problemen beschäftigt und überwältigt? Auch die Kosten könnten ein Grund sein, das Problem nicht wahrnehmen zu wollen. Vielleicht ist Ihr Opa auch ein stolzer Mensch, der sich nicht gerne herum dirigieren lässt. Zwingen kann man einen Menschen nie. Ich würde versuchen zu verstehen, wie Sie Zugang zu ihm finden. Wenn er ein Verstandsmensch ist, wäre er vielleicht offen für Studienresultate über die verbesserte Lebensqualität von Menschen mit Hörgeräten. Oder vielleicht wäre er bereit für den anonymen Telefonhörcheck von pro audito schweiz? http://www.pro-audito.ch/hoerverlust/telefon-hoercheck.html, Link öffnet in einem neuen Fenster Grundsätzlich würde ich nicht aufgeben, aber überlegen, ob ein Strategiewechsel dienlich wäre. Es gibt übrigens auch Geräte, welche wie Kopfhörer daher kommen, aber zum besseren Verstehen in speziellen Situationen eingesetzt werden. Sie können mir gerne an beratung@pro-audito.ch, Link öffnet in einem neuen Fenster schreiben, dann kann ich Ihnen solche Produkte aufzeigen. Sie könnten sogar ein Aha-Erlebnis auslösen und Ihr Opa könnte sich daran erinnern, was es bedeutet, zu verstehen. Wenn sich Ihr Opa NUR gegen Hörgerte und den Ohrenarzt wehrt, wäre er vielleicht für einen Verständigungstrainingskurs zu motivieren? Angaben finden hier http://www.pro-audito.ch/dienstleistungen/verstaendigungstraining.html, Link öffnet in einem neuen Fenster

Ich bin seit 3 Wochen bei einem Akustiker für neue Hörgeräte. Mein altes Hörgerät ist schon recht alt. Irgendwie bin ich nicht zufrieden mit den neuen Einstellungen. Ich bin nun pro Woche zwei Mal minimum Vorort. Ist dies normal? Wieso kann man nicht einfach die Einstellungen vom alten Hörgerät übernehmen. Wie ist das korrekte Vorgehen für die optimale Einstellung vom Hörgerät? Ich habe langsam keine Lust mehr dort hinzu gehen. Was empfehlen Sie mir?

Matthias Schaffner: Auch an ein neues Hörgerät muss man sich gewöhnen. 3 Wochen sind noch nicht so lange. Falls bisher immer dasselbe System ausprobiert wurde, sollten Sie einen Vergleich mit einem anderen Hörgerät durchführen lassen. Ich persönlich habe sehr gute Erfahrungen mit der Einstellung der Hörgeräte mittels Sondenmessung gemacht. Letztendlich wird aber jedes Hörgerät auf die Empfindung der betroffenen Person angepasst.

82 Jahre alt, linkes Ohr ok, mit 25 passierte im Militär ein Unfall, Handgranate fiel runter und explodierte ganz nahe, erst etwas später erhielt ich die Aufforderung zum Ohrenarzt zu gehen, der stellte fest, eingeschränktes Hören im mittleren Bereich, einige Zeit darnach musste ich vor UC, ich wurde von der Schiesspflicht befreit.Soweit so gut, so im Restaurant oder wo Musik war hatte ich Mühe, vor ca. 7 Jahren liess ein Kind einen wahnsinnigen Schrei los, ab da wechselndes Geräusch, Summen

Matthias Schaffner: Erfahrungsgemäss ist es bei einem vor langer Zeit erlittenem Knalltrauma schwierig, ein Hörgerät erfolgreich anzupassen. Trotzdem möchte ich Sie dazu ermuntern, einen Hörgeräte-Versuch durchführen zu lassen.

Ich habe seit ein paar Jahren ein Problem mit dem Hören von tiefen Tönen, sowie bei stärkeren Umgebungsgeräuschen/gesprächen. Beim Fernsehen zeichne ich viele Sendungen auf, da muss ich manchmal vier bis fünfmal wiederholen um zu verstehen. Mittlerweile habe ich entdeckt, dass es besser geht wenn ich den Kopf leicht nach rechts drehe, d.h. mit dem linken Ohr höre. Ein einfacher Hörtest vor ca. 1 Jahr ergab ein sehr gutes Hörvermögen. Vielen Dank

Claudia Bisagno: Sie beschreiben das konkrete Problem "Fernsehen". Da Sie gemäss Hörtest ein sehr gutes Hörvermögen haben, würde ich versuchen, ob Ihnen ein guter Kopfhörer hilft. Die besten kosten knapp 500 Franken, haben verschiedene Hörprofile, Tonhöhen-/tiefen sowie die Lautstärke können links und rechts separat eingestellt werden. Sie können mir gerne an beratung@pro-audito.ch, Link öffnet in einem neuen Fenster schreiben, dann kann ich Ihnen Produkte aufzeigen. Sie schreiben nicht, dass sich Ihr Problem beim Verstehen am Fernseher im letzten Jahr verstärkt hat. Sonst hätte ich zu einem erneuten Hörtest geraten. Und ich gehe davon aus, dass Sie Ihren Fernseher schon optimal für sich eingestellt haben.

Ist es besser frühzeitig ein Hörgerät einzusetzen, oder erst wenn es nicht mehr wanderst geht. Vielen Dank

Edith Egloff: Ja, es ist sehr wichtig eine Hörbehinderung frühzeitig zu behandeln. Es geht auch darum, dass die Verarbeitung im Gehirn aktiv bleibt. Die Erfahrung zeigt, dass man ca. 7 Jahre zuwartet bis man sich ein Hörgerät anpassen lässt. Dann ist die Hören und Verstehen zu Beginn sehr gewöhnungsbedürftig und die Gefahr besteht, dass das Hörgerät nicht mehr getragen wird.

mal pfeifend, zirpen, dann wieder fast ruhig im Ohr, vor bald einem Jahr beim Ohrenarzt Hörtest, aber ich konnte mich noch nicht entschliessen ein Hörgerät zu testen, Fernsehen, Radio hören ist soweit gut, manchmal schwierig zu verstehen je nach Stimmlage und Sprechweise.

Edith Egloff: Es ist wichtig, eine Hörbehinderung frühzeitig zu behandeln. Sie können ein Hörgerät auch mal für ein paar Wochen ausprobieren und erfahren so, wie Sie profitieren können im Alltag.

Ich habe zwei Fernseher, einen mit Kopfhörer, einen ohne Kopfhörer. Wenn ich einen Film anschaue, so habe ich oft mit den Hörgeräten mühe die Sprache zu verstehen, den gleichen Film mit den Kopfhörern ist die Verständigung viel besser!

Edith Egloff: Das höre ich oft von meinen Kursteilnehmenden, dass sie die Hörgeräte weglegen, wenn sie mit dem Kopfhörer TV schauen und so ein besseres Sprachverständnis haben. Tragen Sie ihre Kopfhörer beim Filme schauen!

Guten Abend. Ist es zwingend notwendig an beiden Ohren ein Hörgerät zu tragen? Mein Hörverlust links 10-12%, rechts 20-25%. Probleme habe ich primär bei Background Geräuschen (Musik, Simultandolmetschen) sowie in Gruppengesprächen. Restaurant und Eisenbahn.

Matthias Schaffner: Dank dem beidseitigen Hören können wir in lärmiger Umgebung wie auch bei Mehrpersonengesprächen besser Verstehen. Dies gilt auch bei einer Hörgeräte-Versorgung. Auch wenn der Hörverlust auf der linken Seite geringer ist, kann die zusätzliche Versorgung dieser Seite in Ihren Problemsituationen unterstützend sein. Vergleichen Sie den Erfolg in solchen Situationen mit beiden Hörgeräten im Vergleich mit nur einem Hörgerät rechts. Beobachten Sie auch den Unterschied bezüglich dem Richtungshören, beispielsweise im Strassenverkehr. Sie entscheiden schlussendlich.

Es gibt doch die Hörgeräte von der Apotheke.was kann man davon halten

Edith Egloff: Bei einer LEICHTEN Hörbehinderung kann man diese Hörgeräte gut mal ausprobieren und testen.

Wie sieht es aus bei Kinder? Mein Sohn hatte schon 3x Tubenerguss, 3x op mit Röhrchen und Mandelentfernung... momentan hörtest bei 95% was für mich ein gutes Ergebniss ist. Sprachlich ist er leider noch im Rückstand. Würde ein Hörgerät helfen?

Matthias Schaffner: Bei 5% Hörverlust ist kein Hörgerät nötig.

Guten Abend! Ich habe drei Jahre Hörgeräte getragen. Sie liegen nun sieben Jahre in der Schublade. Sie störten mich einfach und das Hörbroblem war nicht gelöst. Kann man die Hörgeräte ev. optimieren? Besten Dank.

Edith Egloff: Geben Sie nicht auf. Es braucht Ausdauer und Geduld aber letztlich lohnt es sich. Ev. kann man Ihr Hörgerät wieder anpassen und auf Ihre Bedürfnisse einstellen.

Guten Abend, ich habe seit mehreren Jahren eine Tieftonschwerhörigkeit auf dem rechten Ohr. Auf dem linken Ohr hör ich normal. Würden Sie mir ein Hörgerät empfehlen? Danke

Matthias Schaffner: Reine Tiefton-Korrekturen sind erfahrungsgemäss eher schwierig, nutzbringend zu versorgen. Dies liegt v.a. daran, dass im tiefen Frequenzbereich ein hoher Lärmanteil vorhanden ist. Einen Hörgeräte-Versuch würde ich trotzdem empfehlen.

ich bin 77 Jahre alt und meine Kinder finden, ich höre sehr schlecht. Machte anschliessend einen Hörtest bei einem Fachmann der Medizin. Meine Werte seien in meinem Alter im normalen Bereich. Jetzt frage ich mich, immer wenn meine Kinder um mich herum sind, verstehe ich sie tatsächlich schlechter. Kann das auch psychologisch sein, denn bei anderen Menschen habe ich normalerweise nicht diese Probleme

Matthias Schaffner: Wenn Ihre Kinder gerne und oft gleichzeitig und durcheinander sprechen, kann die Sprachverständlichkeit schlechter sein als bei einem Zweiergespräch. Lassen Sie einen erneuten Hörtest durchführen, falls der Hörtest nicht mehr ganz so aktuell ist.

Ich habe Tinnitus und eine Hyperakusis und habe Hörgeräte. Der Hörgeräteakustiker, meint, dass das Tragen von Hörgeräten die Hyperakusis zum Verschwinden bringt. Ich bin skeptisch , weil ja Hörgeräte den Lärm verstärken . Im Aussenraum trage ich die Hörgeräte nicht, weil ich mir bei extremen Lärm (Ambulanzsirene, Baulärm) die Ohren zuhalten muss.

Edith Egloff: Es ist tatsächlich so, dass durch das Tragen der Hörgeräte der Tinnitus oft weniger stark wahrgenommen wird. Sie hören die Alltagsgeräusche wieder besser, dadurch wird der Tinnitus in den Hintergrund gedrängt. Ev. wäre eine Teilnahme an der Tinnitus Studie der Universität Zürich für Sie auch spannend: sprach.cogtail@gmail.com, Link öffnet in einem neuen Fenster oder per Telefon unter 044 634 57 90.

In der Sendung wurden Hörtrainings propagiert.Was ist von jenen des KOI Instituts zu halten? KOI behauptet, Studienresultate zu haben.

Matthias Schaffner: Lassen Sie zuerst einen Hörtest inkl. Beratung durchführen. So erfahren Sie mehr über Ihre Situation und die entsprechenden Möglichkeiten.

Guten Abend Wie wichtig ist es, das Hörgerät den ganzen Tag zu tragen? Wenn ich allein am PC arbeite, brauche ich doch kein Hörgerät. Danke

Edith Egloff: Wenn Sie am PC sitzen ist dies vielleicht nicht gerade zwingend, dass Sie die Hörgeräte tragen. Aber es ist wichtig, dass man auch die leisen Geräusche wieder wahrnimmt und zu unterschieden lernt. Dies unterstützt auch die Sprachwahrnehmung im Alltag und das Verstehen der leisen Sprachlaute.

guten Abend. ich bin 54 jährig, höre recht gut, aber ich verstehe Silben und Worte zum Teil total falsch, ich habe ein Dauerrauschen in den Ohren. bei Amplifon testete ich min Gehör. Hörverlust: rechts, 12,2 , links 14,9. wenn laute Musik läuft, sind hohe Frequenzen störend. was raten Sie, soll ich den Arzt konsultieren ? Führen Hörschwächen zu Demenz?

Claudia Bisagno: Die IV bezahlt für Personen im IV-Alter (vor Eintritt ins AHV-Alter) ab einem beidseitigen Hörverlust von 20 % einen Beitrag an Hörgerte. Davon sind Sie weit entfernt. Sie sind gemäss Hörtest "normalhörend" und ich sehe aufgrund Ihrer Schilderungen keinen Anlass für einen Arztbesuch. - Dass Sie zwar hören, aber nicht verstehen, könnte damit zusammenhängen, dass Sie bestimmte Frequenzen schlecht hören. Aber das hätte der Hörtest aufzeigen müssen. Ich würde diesen Aspekt sonst gerne mit einer unserer Audioagoginnen besprechen. Wenn Sie dies wünschen, schreiben Sie mir an beratung@pro-audito.ch, Link öffnet in einem neuen Fenster - Sie schreiben, dass bei lauter Musik die hohen Frequenzen störend sind. Ich empfehle Ihnen, laute Musik zu meiden. Lernen Sie stattdessen, bewusst hinzuhören, wenn Sie Musikhören. Dann wird auch eine geringere Lautstärke genügen. Sie schreiben nicht, wie lange und wie oft sie laute Musik hören. Aber das Dauerrauschen könnte mit zu viel lauter Musik im Zusammenhang stehen. Die SUVA hat Angaben über den "gesunden" Musikgenuss veröffentlicht, siehe https://www.suva.ch/material/dokumentationen/musik-und-hoerschaeden-informationen-fuer-alle-die-musik-spielen-oder-hoeren-84001.d-6495-6495, Link öffnet in einem neuen Fenster - Der genaue Zusammenhang zwischen Demenz und Schwerhörigkeit wird noch erforscht. Es wird ein Zusammenhang vermutet und zwar in dem Sinne, dass schwerhörige Menschen sich mehr und mehr zurück ziehen und das Gehirn deshalb weniger Höreindrücke bekommt. Es verliert, in einfachen Worten gesagt, an (Hör-)Fitness. - Es gibt ausserdem eine Studie die besagt, dass schwerhörige Menschen mit Hörgeräten ähnliche kognitive Fähigkeiten haben wir guthörende Menschen, während schwerhörige Menschen ohne Hörgerte schlechter abschneiden. Aber Sie sind ja auch von Hörgerten noch weit entfernt. Ich empfehle Ihnen, Ihre wertvollen Ohren bewusst einzusetzen und sie, falls Sie dies noch nicht tun, auch zu schonen und ihnen Ruhezeiten zu gewähren.

Seit fast 2 Jahren ist mein Man pensioniert und arbeitete 45 Jahre auf dem Bau. Sein Gehör ist eingeschränkt, dass immer wieder bei Gesprächen festgestellt wird, von mir als Ehefrau wie von den Gesprächspartnern. Er arbeitete unter anderem mit Luftkompressoren. Sein Hausarzt bestätigte eine Einschränkung. Bei einem Hörgerät beteiligt sich ev. die IV oder die Unfallversicherung?

Matthias Schaffner: Falls die SUVA während seiner Berufszeit Hörtests bei ihm durchgeführt und eine Hörbeeinträchtigung festgestellt hat, so besteht die Möglichkeit der Finanzierung über die SUVA. Andernfalls wird Ihr Ehemann ab einem Gesamthörverlust von 35% einen Kostenbeitrag von der AHV erhalten.

Ich trage seit 5 Jahren beidseits ein Hörgerät. Es fällt mir auf, dass ich trotzdem in Fernsehsendungen das Gesprochene immer schlechter verstehe. Liegt das an der schnellen Sprechweise oder an den Hintergrundgeräuschen im Film oder höre ich einzelne Buchstaben einfach nicht mehr?

Edith Egloff: Sie sollten Ihr Gehör wieder überprüfen lassen. Nach fünf Jahren kann es gut sein, dass sich Ihr Gehör verschlechtert hat und eine Neueinstellung der Hörgeräte nötig ist.

Guten abend ich habe eine frage am rechten ohr höre ich nichts mehr auf denn linke ohr höre noch zirka 45 prozent meine frage ist kann es basieren das ich ein mahl im hohen alter das ich gar nichts mehr hören kann ich bin erst 45 jahre alt ich habe auf beide seite ein hörgerärt

Claudia Bisagno: Es ist mir aufgrund der wenigen Angaben, die ich von Ihnen habe, nicht möglich, eine Prognose zu machen. Aber ich verstehe Ihre Sorgen und empfehlen Ihnen, mit Ihrem Ohrenarzt darüber zu sprechen. Er hat Ihr Hörvermögen gemessen und hat vielleicht die Gründe für Ihren Hörverlust festgestellt.

Mein Hörvermögen ist sehr eingeschränkt, obwohl ich seit 17 Jahren Innenohr-Hörgeräte trage. Ausserdem sehe ich auf dem rechten Auge nichts mehr und auf dem linken habe ich noch einen Sehrest von 15 %. Mein Alter 77 Jahre. Ein Augen-Hörtraining wie in der Sendung angegeben, kommt aus diesem Grund nicht in Frage. Gibt es eventuell noch andere Möglichkeiten ?

Matthias Schaffner: Im-Ohr Hörgeräte sind gegenüber Hinter-dem-Ohr Hörgeräten bezüglich der Leistung schwächer, weshalb bei einem starken Hörverlust ein Wechsel Sinn machen könnte. Lassen Sie sich dazu von Ihrem Hörgeräte-Akustiker beraten.

Ich hatte vor 3 jahren einen Hörsturz. Trotz sofortiger Behandlung höre ich gar nichts mehr auf diesem Ohr. Kann ich vorbeugen dass ein Hörsturz auf dem anderen Ohr sich nicht wiederholt.

Edith Egloff: Die Ursachen eines Hörsturzes sind auch heute noch nicht klar. Daher ist es schwierig vorbeugend etwas zu tun. Wichtig ist aber, dass das ertaubte Ohr adäquat versorgt wird mit einem Hörgerät oder allenfalls mit einem Cochlea Implantat.

Guten Abend! Ich habe auf beiden Ohren durch einen Unfall einen Tinnitus von 95 db also sehr Laut. Das bereitet mir sehr grosse Psychische Probleme da ich nicht schlafen kann. Ich habe Hörgeräte mit einem Tinnitus-Noiser. Ist das ratsam die Hörgeräte mit dem Noiser auch in der Nacht zu tragen? 2. Gibt es eine Behandlungsstätte di durch die Krankenkasse oder SUVA bezahlt wird, wo mat lernt mit dem Tinnitus umzugehen? Danke für die Antwort

Claudia Bisagno: Bitte besprechen Sie mit Ihrem Akustiker, ob Sie die Noiser-Geräte auch in der Nacht tragen sollen. Es gibt im Kanton Graubünden eine Tinnitusklinik, siehe www.tinntitusklinik.ch. Der Aufenhalt kann unter bestimmten Voraussetzungen von der Krankenkasse übernommen werden.

Seit etwa 20 Jahren höre ich auf einem Ohr überhaupt nichts mehr, der Hörnerv ist kaputt. Ich bin 67. Dazumal war nichts zu machen. Gibt es heute etwas Neues?

Matthias Schaffner: Bei einem defekten Hörnerv auf einer Seite gibt es nur die Möglichkeit der Überleitung des Signals vom tauben auf das intakte Ohr. Somit sind Sie auf der tauben Seite besser ansprechbar. In lärmiger Situation wie auch im Stimmengewirr ist dabei jedoch kein Erfolg zu erwarten, da es eben kein stereophones Hören ist und alle Signale auf dem besseren Ohr landen. Lassen Sie auch mal testen, ob Sie auf dem besseren Ohr auch wirklich gut hören.

Ich leide seit Jahren an Tinnitus. Vor ca. vier Jahren hatte ich ein Hörgerät. Leider musste ich feststellen, dass dieses meinen Tinnitus nur verstärkt hat und ich deshalb mein Hörempfinden nicht verbessern konnte, Im Gegenteil! Bei jeder Einstellung der Lautstärke, übertönte der Tinnitus das Gehörte. Es war unerträglich! Was kann ich dagegen tun?

Edith Egloff: Oft profitieren Tinnitus Betroffene von einer Hörgeräteversorgung. Vielleicht sollten Sie es nochmals versuchen mit einer Hörgeräteanpassung. Der Tinnitus wird mit einem Hörgerät oft nicht mehr so stark wahrgenommen. Vielleicht informieren Sie sich auch bei der Tinnitus Liga: http://www.tinnitus-liga.ch/tinnitus-liga/modul.php?language=de&thema=home&subthema=home, Link öffnet in einem neuen Fenster

Guten Abend .allgemeine Frage braucht man in jedem Fall 2 Hörgeräte wen rechts 20 % Verlust und links 60 % Verlust. Danke für eine Antwort

Claudia Bisagno: In Ihrem Falle werden zwei Hörgerte empfohlen. Auf Wunsch wird Ihnen der Hörgeräteakustiker beide Varianten (einseitige und beidseitige Hörgeräteversorgung) zeigen und zum Probetragen geben, damit Sie den Unterschied selber erfahren. Eine beidseitige Hörgeräteversorgung hilft Ihnen, Geräusche zu orten, d. h. zu hören woher sie kommen. Aufgrund Ihres Hörverlustes bekommen Sie von der IV und von der AHV einen Beitrag an zwei Hörgeräte. Wenn Sie entscheiden, nur ein Hörgerät zu kaufen, bekommen Sie nur einen Beitrag an ein Hörgerät.

Guten Abend, seit einem Jahr trage ich Hörgeräte. Leider habe ich seitem immer wieder nach 3 Monate (Ohrenschmalz in den Ohren und muss dies beim Arzt enfernen lassen. Bin sicher, dass dies von den Hörgeräte kommt. Was gibt evt. Für eine Lösung.

Matthias Schaffner: Mit den Ohreinsätzen der Hörgeräte drückt man den Ohrenschmalz oftmals tiefer in die Gehörgänge. Dort sammelt er sich an und gerade bei engeren Gehörgängen kann sich öfters ein Pfropf bilden. Um die regelmässige Ohrreinigung bei Ihrem Arzt kommen Sie vermutlich nicht herum.

Ich bin 65. Ein Hörtest beim Arzt gab 2016: CPT-AMA re. 9%, li. 16%. Er sagte, es sei zu früh für ein Hörgerät. Ich verstehe Kinder im hallenden Schulzimmer nicht, höre Velos nicht kommen, kann Geräusche nicht lokalisieren, kann mich im Restaurant nur mit Person neben mir unterhalten. Ich wollte ein Hörgerät kaufen bei Neuroth. Der Test dort gab 2018 CPT-AMA re. 14,8%, li. 14.8%. Neuroth sagte, da helfe kein Hörgerät, nur Spezialtraining. Ich fühle mich total im Stich gelassen. Was kann ich tun?

Edith Egloff: Auch wenn nur eine geringe Hörbehinderung vorhanden ist, kann die Verarbeitung im Gehirn verzögert sein. Besuchen Sie doch einmal einen Schnupperkurs bei pro audito Bern. In den Kursen werden verschiedene Elemente der Sprachwahrnehmung trainiert und unterstützen die Betroffenen so ihrem Alltag.

Wenn ich mich im Bett auf die eine Seite drehe, höre ich die Grillen nicht mehr zirpen. Mit dem anderen Ohr schon. Und zusammen habe ich (51) nicht das Gefühl, dass mir etwas entgeht. Trotzdem Zeit für eine Hörhilfe?

Matthias Schaffner: Lassen Sie unbedingt einen Hörtest durchführen, um festzustellen, ob ein Hörgerät helfen könnte oder noch nicht. Es ist auch möglich, dass das betroffene Ohr mit Ohrenschmalz verstopft ist.

Ich erlitt einen Hörsturz. Zum Hörsturz kam ein sehr starker Tinnitus dazu. Der Hörsturz wurde mit 4 Infiltrationen behandelt. Nach der letzten Konsultation vom 20. Aug. 2018 liegt nun eine schriftliche ärztliche Erstexpertise vor. Aus dieser geht hervor, dass ich beidseits einer Schwerhörigkeit leide. Auf dem rechten Ohr eine tief- und hochtonbetonte und auf dem linken Ohr eine hochtonbetonte Schwerhörigkeit. Ich bin Chorsänger. Ist ein Hörgerät angebracht oder hilft es nichts.

Edith Egloff: Auf jeden Fall ist es sinnvoll sich Hörgeräte anzupassen, wenn eine Hörbehinderung vorliegt. Gerade wenn Sie Chorsänger sind, werden Sie von einer guten Hörgeräteanpassung profitieren können.

Guten Abend, 1994/95 habe ich ca. wöchentlich einen Schwindelanfall mit vorgehendem Druck im linken Innenohr gehabt. Durch diese Anfälle, welche mit einem Medikament (Stugeron forte) gegen Reisekrankheit gelindert wurden, hat sich gemäss meines Ohrenarzt jedesmal das Gehör um ca. 5% verschlechtert. Dabei ist auch ein hoher Ton von ca. 10kHz entstanden. An diesen habe ich mich gewöhnt. Ich war damals 2 Mal zu Untersuchungen im Spital bei den HNO-Spezialisten sowie in der Neurologie.

Claudia Bisagno: Wurde der Grund für die Schwindelanfälle jemals festgestellt? Da Sie keine "jüngeren" Schwindelanfälle erwähnen, vermute ich, dass Sie keine mehr hatten. Das wäre natürlich positiv. Bitte schreiben Sie nochmals, falls Sie eine Frage haben.

Chat-Admin: Der Experten-Chat ist beendet. Leider konnten in der zur Verfügung stehenden Zeit nicht alle Fragen beantwortet werden. Mehr Infos zum Thema finden Sie aber auf https://www.srf.ch/sendungen/puls/hoerprobleme-infarkt-beim-sport-ueberfluessige-stents-anno-puls

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