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Portraitaufnahme der beiden Chat-Experten
Legende: Prof. George Thalmann und Dr. Sharon Waisbrod. SRF
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Prostatakrebs-Behandlung «Wieso schwankt der PSA-Wert beim Prostata-Check so stark?»

George Thalmann und Sharon Waisbrod Dr. haben Ihre Fragen im «Puls»-Chat beantwortet.

Fachpersonen im «Puls»-Chat und am Telefon

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Prof. George Thalmann
Direktor Urologische Universitätsklinik
Inselspital Bern, Link öffnet in einem neuen Fenster

Dr. Sharon Waisbrod
Urologisches Kompetenzzentrum
Kantonsspital Olten, Link öffnet in einem neuen Fenster

+++

Dr. Josef Beatrice
Oberarzt Urologie
Kantonsspital Aarau, Link öffnet in einem neuen Fenster

Dr. Silvan Boxler
Stv. Oberarzt Urologische Universitätsklinik
Inselspital Bern, Link öffnet in einem neuen Fenster

Dr. Lukas Hefermehl
Oberarzt Urologie
Kantonsspital Baden, Link öffnet in einem neuen Fenster

Chatprotokoll

PSA-Wert im März 2014 3.1; Ultraschall und Tastbefund mit nachfolgender Biopsie:9von 10 Stanzen positiv, Glen-Score 6 mit Empfehlung auf Radikalentfernung. Phytotherapie (div. Tees + Bittermandeln 6 g/Tg); PSA-Wert mitte Sept- 2.85. Wie stark schwankt dieser Wert normalerweise. Ist diese Abnahme auf eine Besserung/Stabilisierung zurückzuführen. Welche weiterführenden Massnahmen (akt. Surveillance, Operation; weitere Phytotherapie) empfehlen Sie?

Sharon Waisbrod: Das ist eine gute Frage die sich nicht einfach beantworten lässt. Die Phytotherapie ist keine empfohlene Therapie zur Behandlung des Prostata-Ca da ihre Wirksamkeit nicht nachgewiesen ist. Der PSA Wert den sie beschrieben haben sowie der Gleasonscore von 6 gehören zu niedrigen Risikogruppe zur einem fortschreiten des Tumors. Auf der anderen Seite sind laut den empfohlenen Leitlinien die Menge an positiven Biopsiestanzen über der Grenze die eine Active Surveilance empfehlen. Leider fehlt bei ihren Angaben ihr Alter und ihr weiterer Gesundheit zustand. Dies ist natürlich sehr wichtig weil dies eine grosse kompetente ist was die beste Therapie für sie ist. Der PSA Wert an sich kann sich neben den Bösartigen zustand der Prostata auch auf verschiedene arte erhöhen z.b. bei Entzündung der Prostata oder nach Katheter Einlage. Ich würde ihnen empfehlen mit ihren Urologen dies ausführlich zu besprechen und die verschiedene Therapie Möglichkeiten sowie dessen Bedeutungen für ihren Leben sind. Es ist sehr wichtig das sie ihren behandelten Arzt vertrauen und mit ihm gemeinsam Entscheiden.

Hat der PSA-Test einen Nutzen für die Krebsfrüherkennung?

Sharon Waisbrod: Ja, seit dem es die PSA Kontrolle gibt zur Frühentdeckung werden viel mehr Tumoren entdeckt. Dies haben sehr grosse Studien bewiesen und da ist der PSA Test nicht umstrittenen. Leider hat sich aber gezeigt das trotz der vermehrten Frühentdeckung des Prostata Krebs nicht zu einem signifikanten Abfall der Todesrate die durch ein Prostata krebs verursacht ist führte. Dazu kommt noch das Patienten dadurch therapiert wurden das heisst operiert oder bestrahlt wurden die nicht davon profitiert haben und Nebenwirkung wie Impotenz und Inkontinenz einkassieren mussten. Deshalb gibt es von den verschiedenen urologischen Gesellschaften keine Empfehlung zum aktiven Screening sondern nur bei Risikofaktoren und oder auf Wunsch des Patienten ein PSA Test durchzuführen. Es ist aber wichtig das dem Patient bewusst ist was die verschieden konsequenten sind eines Ergebnis und dessen aussagekräftigkeit. So ein Gespräch sollte zwischen den Patienten und sein behandelten Arzt ausführlich besprochen werden.

Mein Vater (65) hat seit Jahren einen schwankenden, meist galaktisch hohen PSA-Wert. Er muss regelmässig zur Kontrolle und wurde immer wieder biopsiert, o.B. Dazu kommt ja auch die Antibiotikaeinnahme und Infektionsgefahr (Hatte er bereits einmal). Ist so ein hoher PSA-Wert überhaupt aussagekräftig? Sollte er sich einfach damit abfinden? Oder auf was kann der PSA-Wert noch hindeuten? (Mögl. andere Entzündungen wurden bereits mal breitgestreut mit Antibiotika behandelt - ohne Effekt auf PSA-Wert)

George Thalmann: Das PSA ist das Enzym, welches das Ejakulat verflüssigt. Somit kommt das PSA auch in der normalen Prostata vor. Verschiedene Pathologien können dazu führen, dass der PSA Wert ansteigt. Die gutartige Vergrösserung, eine Prostatainfektion, aber eben auch das Prostatakarzinom. Daher werden dann wiederholt Biopsien durchgeführt. Bei persistierend erhöhten PSA-Werten sollte man nach wiederholten Biopsien ohne Tumornachweis auf weitere Biopsien verzichten und allenfalls mittels einer MRI Bildgebung weiterverfolgen.

Methoden um prostatakrebs eindeutig zu diagnostizieren

George Thalmann: Bildgebung mittels MRI und dann die Ultraschall- oder MRI-gesteuerte Biopsie.

Guten Abend, lange wurde die Frage kontrovers diskutiert. Gibt es aus Ihrer Sicht inzwischen gesicherte Erkenntnisse darüber, ob ausgedehntes Radfahren der Prostata abträglich ist? Vielen Dank und freundliche Grüsse

George Thalmann: Ausgedehntes Radfahren kann zu einem PSA-Anstieg führen. Ansonsten hat das Radfahren keinen negativen Einfluss auf die Prostata. Langes Radfahren kann zu Taubheitsgefühl im Dammbereich führen, hat aber keinen Bezug zur Prostata, sondern zur Kompression von Nerven.

Guten Abend, nach der Ejakulation verspüre ich ein leichtes Brennen in der Harnröhre. Kann es sich um Nachwirkungen, vielleicht um noch immer vorhandene Bakterien handeln als Folge einer Prostatitis, die ich vor 15 Monaten hatte? Besten Dank und freundliche Grüsse

George Thalmann: Schmerzen nach der Ejakulation können mit einer chronischen Prostatitis zusammenhängen. Wie der Name sagt, kann dies immer wieder aufflackern und Beschwerden machen. Die Abklärung ob eine chronische Prostatitis vorliegt erfolgt durch Untersuchung des Urins nach Prostatamassage, wo nach Bakterien und anderen Keimen gesucht wird.

Sehr geehrte Dres Thalmann und Waisbrod! Ich bin 67 und gesund, war heute aber ein weiteres Mal bei meinem Hausarzt wegen meiner vergrösserten Prostata und weil ich etwa alle 2 Stunden Wasser lösen muss, aber nie nachts. Der PSA-Wert ist weiterhin unter 3, die Prostata ca. 51 cm3 gross. Mein Hausarzt meinte, er würde keine OP machen, bevor ich nicht mehr Beschwerden hätte, sicher nicht bevor ich 70 bin. Sehen Sie dies - mit den wenigen Prämissen - auch so? Besten Dank für Ihre Beurteilung!

George Thalmann: Die Indikation für eine Prostataoperation bei vergrösserter Drüse erfolgt aufgrund 2er Kriterien: 1. Restharn (objektiv), 2. subjektive Beschwerden. Wenn Sie die Blase gut entleeren können, was durch eine Ultraschalluntersuchung untersucht wird, und keine Einschränkungen haben, ist also z.Zeit kein Eingriff notwendig. Bei Beschwerden kann immer auch ein medikamentöser Therapieversuch erfolgen vor einem Eingriff.

Guten Abend, kennt man Risikofaktoren für Prostatakrebs? Ist Prävention möglich? Besten Dank und freundliche Grüsse

Sharon Waisbrod: Es wurden viele Studien gemacht um verschiedene Risikofaktoren zu erfassen. Was sicherlich zu einem Risikofaktor zählt ist wen ein erst-gradiger Verwandter der an einem Prostata Krebs erkrankt vor allem wenn er dies schon im frühen Alter bekommen hat. Studien in Amerika haben gezeigt das Menschen mit Afroamerikanischer Herkunft deutlich höheres Risiko haben an einem Prostata Krebs zu leiden. In Europa zeigt sich ein Nord-Süd Gefälle das heisst in Schweden ist die Inzidenz von Prostata Krebs höher als in Italien. Der Grund dazu ist nicht bekannt. Weichere Risikofaktoren sind Übergewicht. Diabetes zählt überraschenderweise nicht zu einem Risikofaktor für Prostata Krebs. Die Prävention ist sehr umstritten und schlussendlich konnten Studien nicht nachweisen das sogenannte Anti-oxidantien wie Vitamin E das Risiko reduzieren. Es gibt ein Mittel der Finasterid heisst (Avodart) der Zwar in Studien erwiesen hat das Risiko eines Prostatakrebs zu reduzieren, allerdings hat diese Therapie gewisse Nebenwirkungen wie z.b. reduktion des sexuellen Antrieb sowie reduktion der Potenz. Ob junge Männer dies zu sich nehmen sollen ohne zu wissen das sie an einer solchen Erkrankung jemals zu leiden ist fraglich gerecht. Des weiteren ist dies Medikament zur Prävention nicht zugelassen.

Können Sie mir sagen, ab welchem Alter es ratsam ist, die Prostata präventiv regelmässig untersuchen zu lassen?

George Thalmann: Eine Vorsorgeuntersuchung sollte nach Aufklärung über die möglichen Konsequenzen erfolgen. Bei Männern ohne eine familiäre Belastung empfiehlt man eine Vorsorgeuntersuchung ab dem 50 Altersjahr bis zum 70-75. Lebensjahr. Bei Männern mit einer familiären Belastung (betroffene männliche direkte Verwandte, d.h. Vater, Onkel, Grossvater) wird eine Vorsorgeuntersuchung ab dem 45. Lebensjahr empfohlen.

Ich hatte vor einem Jahr eine Prostataentzündung. Behandlung mit Antibiotika. Besteht nun ein erhöhtes Risiko für Prostatakrebs?

Sharon Waisbrod: Nach der aktuellen Studienlage gibt es keine Evidenz (Beweis) dafür das eine Entzündung der Prostata zu eine Entartung der Prostata führt.

guten abend. mein partner ist 55. ich bin 37. er hatte vor einigen jahren 2 leisten operationen. bei der zweiten gab es Komplikationen. er musste notoperiert werden. seither ist eine hode geschrumpft. zudem ist er zweimal am herz operiert worden. beim wasserlassen fällt mir auf dass er nicht im strahl wasserlässt. ich habe ihn darauf angesprochen und er hat von seinem hausarzt proscar verschrieben bekommen. seit der einnahme ist sex zwar möglich aber er hat nur sehr selten einen orgasmus.

George Thalmann: Der geschrumpfte Hoden ist eine Komplikation, die bei Leistenoperationen bekannt ist. Die Probleme beim Wasserlassen können durch eine vergrösserte Prostata verursacht sein. Darum hat der Hausarzt Proscar verschrieben, um die Drüse medikamentös zu verkleinern. Da dieses Medikament auf den Hormonhaushalt der Prostata wirkt, kann es einen negativen Einfluss auf die Sexualität haben. Man könnte in dieser Situation allenfalls das Proscar auf einen Alphablocker wechseln, der weniger negative Wirkungen auf die Sexualität aufweist.

gibt es medikamentös möglichkeiten um die prostata noch weiter verkleinern zu können?

George Thalmann: Das Proscar, das eine Form eines gewissen Enzyms blockiert, könnte auf Duodart, das 2 Formen dieses Enzyms blockiert, gewechselt werden. Ansonsten steht eine chirurgische Reduktion des Prostatavolumens an.

Gegen meine androgene Alopezie nehme ich seit vielen Jahren das Medikament Proscar zu 1/4 dosen (1.25 mg Wirkstoff finasteride täglich). Bin ich durch diese langjährige Anwendung und zukünftige Anwendung Prostatakrebs gefährdet durch die Einnahme dieses Prostata Medikaments ?

George Thalmann: Das Proscar wurde zur Vorbeugung eines Prostatakarzinoms untersucht, und hat zu weniger gutmütigen Tumore geführt und zu etwas mehr agressiven Tumore. Bei niedrigdosierter Medikation sollte dies weniger ausgeprägt sein. Wichtig ist bei diesem Medikament zu wissen, dass der PSA-Wert halbiert wird. Sollten Sie verunsichert sein, empfiehlt es sich allenfalls eine Bildgebung durchzuführen oder eine Biopsie zum Ausschluss eines Prostatakarzinoms. Bei familiärer Belastung wäre dies sicher angezeigt.

Ich bin wegen meiner Prostata bei einem Naturarzt in Behandlung. Dieser hat mir eine sogenannte Bio-Elektro-Tumor-Therapie (BET) empfohlen. Bei dieser Methode wird mittels Elektroden Strom durch den Tumor hindurch geleitet. Dies soll das Tumorgewebe zerströren, ohne dass umliegende gesunde Körperzellen in Mitleidenschaft gezogen werden. Ich persönlich bin etwas skeptischk.. Gibt es überhaupt alterntive Heilmethoden?

Sharon Waisbrod: Mit ihrer skeptik legen sie nicht falsch. Wir als so genannte "Schulmediziner" geben unsere Empfehlungen anhand wissenschaftliche erprobte Methoden oder Therapien die sich erwiesen haben zu helfen und nicht gleichzeitig einem nicht akzeptablen Schaden versetzen. Die Therapie die sie beschrieben haben ist mir nicht bekannt und ich kenne keine Leitlinien der urologischen Gesellschaft der eine solche Therapie empfehlt. Deshalb wenn sie mich Fragen würde ich vor allem eine Erkrankung wie ein Prostata Krebs bei einem Urologen behandeln lassen.

ich habe eine vergrösserte prostate, aber gutartig, zudem ein nierenstein in der blase, demnächst will mich der urologe opererieren - ich möchte ein zweitmeinung bei einen weiteren urologen einholen - was denken sie darüber, macht dies sinn ?

George Thalmann: Sie haben offenbar eine Blasenentleerungsstörung, die zu Restharn geführt hat. Restharn kann zu Blasensteinen führen, sodass bei Restharn und Blasensteinen eine Entfernung des Steines und chirurgische Behandlung der Prostata notwendig wird. Sollte der Restharn nicht allzu gross sein, dann könnte vorher nach Blasensteinentfernung eine medikamentöse Therapie der Blasenentleerungsstörung erfolgen. Bei fehlendem Erfolg dann die Operation.

Ich habe im Frühjahr eine Biopsie auf Grund hoher PSA - Werte durchgeführt. Der Behandelnde Urologe hat mir gesagt, ich hätte keinen Krebs. Gibt es natürliche Mittel, keine Medikamente, die dazu beitragen, daß mein PH - Wert niedrig bleibt, sinkt oder nicht erhöht. Was darf ich alles essen und trinken und was nicht? Gibt es Übungen, die mir dabei helfen?

George Thalmann: Ich gehe davon aus, dass Sie Ihren PSA-Wert beeinflussen möchten. Sichere Methoden gibt es keine. Eine Abklärung, ob ein Infekt der Prostata vorliegt, empfiehlt sich. Letztlich empfiehlt man für die Vorbeugung eines Prostatakarzinomes eine mediterrane Küche, mit ungesättigten Fettsäuren, viel Gemüse und Früchte, wenig rotes Fleisch. Ob dies zu einem Absinken des PSA Wertes führt, kann nicht garantiert werden.

Stimmt es, dass die tägliche Einnahme von Kürbiskernen eine positive Wirkung auf die Entwicklung der Postata hat?

George Thalmann: Es gibt Untersuchungen, die das postulieren, aber eine sichere Wirkung konnte nicht nachgewiesen werden.

Besteht die Möglichkeit das nach der Bestrahlung bei einem möglicherweise erneut aufkeimendem Krebs die neue Methode in Zürich angewendet werden kann?

Sharon Waisbrod: In der Theorie ja, allerdings ist die Methode in Zürich also die HIFU Therapie noch experimentell das heisst wir wissen noch zu wenig welche Patienten davon am meisten profitieren. Dazu gibt es noch zu wenig Langzeitdaten in wie Fern diese Methode überlegen ist oder nicht zu Therapien die aktuell vorhanden sind. Solche Entscheidungen müssen an den Zentren entschieden werden die im Rahmen einer Studie eine solche Therapie anbieten. Zur Zeit ist die Empfehlung der Deutschen sowie der Europäischen Gesellschaft für Urologie zur Therapie mit HIFU nur zur Erstbehandlung eines nicht fortgeschrittenem Prostata Tumor.

Vor etwa 2 Jahren wurde bei mir eine etwas grössere Prostata festgestellt. Auf Anraten des Arztes nehme ich töglich eine Kapsel DUODART 0,5/0,4 mg, diese soll ich lebenslänglich nehmen. Seit 6 Monaten lebe ich wieder in der Schweiz und war schon zweimal in Kontrolle beim hiesigen Hausarzt, der nahm mir Blut ab und sandte es ins Labor. Es kam nie eine Rückmeldung, also muss ich annehmen, dass alles in Ordnung ist. Leider leidet mit diesem Medikament die Potenz absolut.

George Thalmann: Allgemein ist die maximale Wirksamkeit des Dutasterides im Duodart nach 6 Monaten maximal, sodass dieses versuchsweise abgesetzt werden kann und nur ein Alphablocker eingenommen werden kann. Duodart enthält 2 Wirkstoffe. Für die Potenzeinschränkung ist das Dutasterid im Duodart verantwortlich. Das Dutasterid hat auch eine Wirkung auf das PSA, sodass es falsch tief sein kann. Ich würde empfehlen Ihren Hausarzt darauf anzusprechen.

Ich wurde vor über 5 Jahren in Nyon erfolgreich mit HIFU behandelt. Damals hat die Krankenkasse trotz Zusatzversicherung die Kostenübernahme abgelehnt. Ist HIFU heute als Behandlungsmethode von den Krankenkassen in der Schweiz anerkannt?

George Thalmann: HIFU sollte heutzutage durch die Kassen übernommen werden, wobei das oft nicht so schnell geht. Eine rückwirkende Kostenübernahme wird kaum möglich sein.

Ich bin 67 und kontrolliere alle 15 Monate die Prostata, PSA 4, Abtasten ja, leichte Vergrösserung. Empfehlen Sie mir im 2015 auch zusätzlich eine Autopsie, um rechtzeitig auch einen Tumor zu orten, bösartig oder nicht bösartig. Vielen Dank für Ihren Ratschlag !

George Thalmann: Ihr PSA-Wert ist an der Grenze. Ich würde primär ein multiparametrisches MRI der Prostata durchführen lassen und bei auffälligem Befund erst eine Biopsie durchführen. Ist die MRI Untersuchung ohne Nachweis eines Tumors kann man weitgehend auf eine Biopsie verzichten.

Ich bin 50. Vor einem Jahr war ich im Untersuch. PSA Wert 14.5. Biobsie negativ. Kurz darauf hatte ich einen akuten Harnverhalt. Danach täglich Duodart. Im September war der psa Wert bei 10. Ich habe gelesen, dass sich der Wert nach 6 Monaten halbieren sollte. Jetzt habe ich das Problem dass es gelegentlich tropft. Müsste der psa nicht stärker zurück gehen?

George Thalmann: Der PSA Wert sollte unter Duodart auf die Hälfte zurückgehen. In dieser Situation empfiehlt sich nach Ausschluss einer chronischen Entzündung als Ursache der PSA Erhöhung eine Biopsie durchzuführen. Wenn Sie starke Beschwerden durch die vergrösserte Prostata haben, kann diese auch als Ursache der PSA-Erhöhung möglich sein.

Was halten Sie von Greenlight?

George Thalmann: Es gibt verschiedene Laser, welche in der Behandlung der vergrösserten Prostata zur Anwendung kommen. Beim Greenlight wird das Gewebe zerstört, ohne dass Gewebe eingeschickt wird. Es gibt auch z.T. irritative Beschwerden nach der Therapie mit dem Greenlight. Persönlich ziehe ich den Holmium-Laser vor.

Vor 2 Jahren wurde in Spanien eine etwas grössere Prostata festgestellt, Seit damals nehme ich tägl. 1 Kapsel DUODART 0.,5/0,4 mg. Leider leidet die Potenz ganz darunter. Seit 6 Monaten vin ich wieder in der CH, mein Hausarzt hat auf mein Ersuchen 2 x Blut abgenommen und ins Labor gesandt, ich bekam nie eine Rückmeldung, also ist alles i.O. Soll ich die Kapseln weiter einnehmen?

Sharon Waisbrod: Duodart ist eine Medikamenten Kombination die bei einer gutartige Vergrösserung der Prostata die Miktion Probleme verursacht angewendet wird. Das Medikament behält zwei Wirkstoffe der einer ist ein Medikament der die Prostata kleiner macht. Dies ist auch der Bestandteil der zu ihren Potenzbeschwerden passt. Das passiert dadurch das ein abspalt Produkt von Testosteron (männliches Geschlechtshormon) durch das duodart nicht mehr gebildet wird und dadurch zu einem die Prostata kleiner wird zum anderem auch die Potenz reduziert wird. Der anderer Teil des Medikament ist ein sogenannter Alpha-blocker dieser macht den muskulären Anteil der Prostata schlaffer und dadurch besseren sich teilweise die beschwerten der Prostata. Es gibt auch operative Alternativen zur Behandlung der gutartigen Prostata Vergrösserung. Sie müssen dies mit ihren Hausarzt bzw. einem Urologen besprechen was für ihre Lebensqualität die beste Behandlung ist. Die Idee ist neben der Probleme der gutartigen Prostata Vergrösserung ihnen eine so gut wie machbar Lebensqualität anzubieten.

Bin 51 und Gesund.In welchen Abständen empfehlen sie eine Vorsorgeuntersuchung der Prostata?

George Thalmann: Wenn Sie eine Vorsorgeuntersuchung machen wollen, dann wäre jetzt der Zeitpunkt. Sollte der PSA-Wert sehr tief sein, kann dann für 5 Jahre gewartet werden. Sollte der Wert in der Norm sein, wäre die nächste Kontrolle in 2 J. angezeigt. Bei erhöhtem PSA-Wert wäre eine Biopsie angezeigt.

Wie sicher sind negative Biopsien? Mein Vater (54a mit positiver FA-Anamnese - sein Bruder verstarb an Prostatakrebs) hatte PSA Wert von 7, Biopsie negativ, nach der Biopsie erreichte der Wert ca. 13 und er muss nach einer Antibiotikakur wieder zur Biopsie. Wie sehr kann man einer negativem Biopsieergebnis vertrauen? Und sollten weitere Abklärungen erfolgen?

George Thalmann: Ihr Vater hat eine pos. Familienanamnese, sodass eine PSA-Erhöhung abgeklärt werden muss.Aufgrund des Anstieges nach der Biopsie und des Infektes ist eine entzündliche Ursache für die PSA-Erhöhung möglich. Negative Biopsien schliessen nur beschränkt ein Karzinom aus. Ich würde ergänzend ein multiparametrisches MRI durchführen und falls verdächtige Herde vorliegen diese gezielt stereotaktisch biopsieren lassen.

Gibt es Möglichkeiten (z.b. Sport, Ernährung, etc) um Prostatakrebs vorzubeugen?

George Thalmann: Es gibt keine sicheren Vorbeugungsmethoden. Bei der Ernährung empfiehlt man eine mediterrane Kost, d.h. Olivenöl, viel Gemüse und Früchte, wenig rotes Fleisch. Kohlarten, Grüntee und Granatäpfel werden günstige Effekte zugeschrieben. Aber es gibt keine Garantie. Sport ist im vernünftigen Mass immer gut.

Ich habe kein Krebs sondern gutartig sehr grosse Prostata. Bin ich deswegen Impotent? Soll man die Prostata dennoch sofort Ausschälen wenn keine Schmerzen bestehen?

Sharon Waisbrod: Eine gutartige Vergrösserung der Prostata mach an sich keine Impotenz. Es gibt Medikamente die zur gutartigen Vergrösserung einer Prostata angewendet werden die eine Impotenz verursachen können. Des weiterem gibt es andere Faktoren die eine Impotenz führen können z.b. Gefässerkrankungen oder Medikamente wie sogenannte Beta-Blocker die zum Schutz des Herzens angewendet werden. Leider kann ich ihnen nicht sagen was die Ursache ist zu ihren Beschwerden ist. Der Entscheid die Prostata auszuschalen hängt von ihren Beschwerden ab Wasser lösen zu können. Solche Symptome würden z.B. sein ein abgeschwächter Harnstrahl, das mehr als zwei mal nachts aufstehen zu müssen, das Gefühl beim Wasserlösen nicht die Blase komplett zu leeren etc. Falls die bei ihnen der Fall ist würde ich mich an einem Urologen wenden. Dann können sie gleichzeitig noch ihre Impotenz Beschwerden besprechen.

Sehr geehrte Herren; im 2010 wurde ich an der Prostata operiert, eine so genannte radikale Prostatektomie. Obwohl damals das Unispital Zürich bereits die Da Vinci-Methode anwendete wurde mir diese Methode abgeraten, da ich Gleason 9 hatte. Seither bin ich impotent und habe Probleme mit der Inkontinenz, die ich aber dank regelmässigem Beckenboden recht gut im Griff habe. Wäre die Da Vinci-Methode nicht schon damals für mich besser gewesen? Besten Dank für eine Antwort. Freundliche Grüsse.

George Thalmann: Bei Gleason 9 Prostatakarzinom wurde offenbar mit Blick auf Tumorkontrolle keine Nervenschonung durchgeführt. Das wäre mit dem DaVinci auch so gewesen. Die Tumorkontrolle scheint ja vorhanden zu sein. Führen Sie das Beckenbodentraining weiter.

Mein Bruder ist vor einem Jahr, im Alter von 67 Jahren an Prostatakrebs gestorben. Ich selber bin zwei Jahre jünger. Vor etwa zwei Jahren habe ich mich untersuchen lassen auf den Krebs. Bei mir wurde nichts Negatives festgestellt. Wie oft und in welchen Zeitabständen ist es sinnvoll, die Untersuchung zu wiederholen.

George Thalmann: In Abhängigkeit Ihres Allgemeinzustandes würde ich eine Vorsorgeuntersuchung jährlich durchühren lassen, bis zu einem Alter von 70-75 Jahren.

hatte 2005 mit 60 Jahren Total OP mit PSA 5.9 , 2007 Psa wider auf 1.3 dann 33 x Nachbestrahlung dann PSA ab 2008 gesunken auf 0.16 und nun nach 6 Jahren mit 69 Jahre immer so auf 0.2 .0.3 Frage Kann ich da Beruhigt sein, es geht mir super sonst. Danke und freundliche Grüsse

George Thalmann: Bei seit 6 Jahren weitgehend stabilen PSA-Werten kann von einem guten Ansprechen auf die Therapie ausgegangen werden. 1-2 jährliche Kontrollen des PSA-Wertes sind zu empfehlen.

Guten Abend - Untersuchung im Lindenhof im August 2013 mit PSA 3,4 (vor den Medikamenten 5,7) und nach regelmässiger Einnahme von DuoDart im November 13 PSA 2.08 , nehme ich das Medi regelmässig - muss ich das "ewig" einnehmen ? Biopsie wurde keine gemacht - danke für Ihre Antwort

George Thalmann: Das Duodart enthält 2 Medikamente. Allenfalls kann auf ein Medikament wie Tamsulosin (z.B. Pradif) gewechselt werden. Bei PSA im Normbereich ist eine Biopsie nicht zwingend. Hängt aber auch von Ihrem Alter ab. Sind Sie über 75 Jahre wäre man eher zurückhaltend mit einer Biopsie.

Ich hatte letzten Herbst einen zu hohen PSA Wert (3,2) dann eine Biopsie, welche negativ ausfiel. Dann im Frühling einen noch höheren PSA Wert ( 7,2) Wiederum Biopsie, wieder negativ! Was kann der zu Hohe PSA Wert auslösen und wie weiter, wie streng weiteren PSA Wert bestimmen und dann auch wieder Biopsie ?

George Thalmann: Der PSA-Wert ist nicht tumorspezifisch, sondern prostataspezifisch. Ich würde vor einer weiteren Biopsie eine entzündliche Erkrankung der Prostata ausschliessen. Nach 2x negativer Biopsie würde ich eine MRI-Untersuchung zum Ausschluss eines Karzinomes, welches nicht im Standard Biopsiebereich liegt. Sollte das MRI keinen Tumor aufweisen, würde ich einmal zuwarten.

Seit ca. 6 Monaten im linken Hodensack ein "Kügelchen". Ich war beim Arzt und habe es untersuchen lassen. Nach abtasten hat der Arzt mit einem Ultraschallgerät nachgeschaut. Er hat mir dann gesagt es sei ein Luftbläschen und nicht weiter schlimm. Wenn man das "Kügelchen/Luftbläschen" zwischen die Finger gibt und etwas zusammendrückt, gibt es leicht nach. Ist aber an sich eher fest. Ich habe vorher noch nie was von Luftbläschen im Hodensack gehört? Soll ich eine Zweitmeinung einholen? Besten Dank

George Thalmann: Wenn das Kügelchen auf dem Hoden aufliegt und von diesem abgrenzbar ist, liegt eine Spermatozele vor, d.h. eine Ausstülpung der Hodenhülle, in dem sich Spermien finden. Das ist nicht gefährlich, kann sich aber einmal verdrehen, was dann eine Entfernung als Konsquenz hätte. Im Zweifelsfall würde ich einen Urologen aufsuchen.

Ich muss jede Nacht bis zu vier Mal das Wasser lösen. Kann das ein Indiz für Prostatakrebs sein? Oder anders gefragt: was sind die Symptome, die man allenfalls als Laie erkennen kann, die auf Prostatakrebs hindeuten?

Sharon Waisbrod: Es gibt zwei arten von Prostatavergösserung. Die eine ist die gutartige Vergrösserung, diese passiert im Rahmen des Alterns eigentlich beim jedem Mann. Nicht bei allen führen dies zu Beschwerden. Die Beschwerden die durch einer gutartigen Vergrösserung verursacht werden sind zum Beispiel vermindertem Harnstrahl, das häufige aufstehen nachts, das Gefühl die Blase nicht komplett zu entleeren beim Wasserlösen etc. Es gibt aber auch andere Erkrankung z.B. an der Blase, wo diese zu aktiv ist, die zu ähnlichen Beschwerden führt. Der unterschied lässt sich nur unter genauer Untersuchung der Prostata und Blase klären. Bezüglich der bösartigen Veränderung der Prostata ist es leider so das diese leider nur Beschwerden macht wenn sie fortgeschritten ist. So oder so falls sie oft aufstehen müssen in der Nacht empfehle ich ihnen einen Urologen aufzusuchen um die Ursache nachzugehen und ggfls. diese zu behandeln und dadurch ihre Beschwerden zu minimieren.

Hallo Ich hatte im Februar 14 die sogenannte kleine Prostataoperation in Bern. Seither bin ich sehr inkontinent und trage immer Einlagen. Bin im Moment in einer Therapie, aber erziele kaum besserung. was kann ich tun?

George Thalmann: 6 Monate nach diesem Eingriff sollte sich die Inkontinenz gelegt haben. Ich würde das an einer Klinik in Ihrer Nähe abklären lassen. Allenfalls kann ein künstlicher Schliessmuskel oder ein Band eingelegt werden.

Bin 69. Vor 8 Jahren operativ Prostata entfernt. Nun 1/J. Kontrolle beim Hausarzt. PSA-Wert bis jetzt immer <0.02 ug/L. Kann dies alles Einfluss auf einen möglichen Hodenkrebs haben, jetzt oder später.

George Thalmann: Nein. PSA-Wert ist sehr gut. Hodentumore sind Tumore des jungen Mannes, selten einmal in Ihrem Alter.

Vor 5 Jahren hatte ich einen agressiven Prostatakrebs zu behandeln. Nebst einer Bestrahlung wurd mir eine Hormonbehandlung empfohlen. Diese bestand aus einer einmaligen Spritze mit einer 6-monatigen Wirkung. Seither hat die Potenz stetig abgenommen bis zu fast vollständigen Nullpunkt. Der behandelnde Onkologe sagte mir dass durch die Bestrahlung die Potenz nicht leiden würde. Daraus schliesse ich, dass die Folge bei der Hormonbehandlung zu suchen ist. Gibt es keine gegenteilige Hormonbehandlung?

George Thalmann: Bei einmaliger Spritze vor 5 Jahren sollte die Wirkung der Hormontherapie abgeklungen sein. Die Potenz nimmt mit dem Alter ab, aber eine Strahlentherapie zusammen mit einer Hormontherapie kann sich negativ auf die Potenz auswirken. Eine Hormonsubstitution muss bei aggressivem Prostatakarzinom gut gegen die mögliche negative Wirkung auf das Prostatakarzinom abgewogen werden. Ich empfehle eine Bestimmung der Hormone im Blut bevor eine solche Therapie diskutiert und eingeleitet wird.

Wie hoch ist ein hoher PSA Wert. Wie lange sollte man DUODAERT Eeinnehmen

Sharon Waisbrod: Die Grenze des PSA Werts hängt zum einem vom Alter und der Grösse der Prostata ab. Zudem können Manipulationen an der Prostata (Katheter Einlage, Digital Rektale Untersuchung) sowie Entzündungen diese erhöhen. Ebenfalls die gutartige Vergrösserung der Prostata kann zu einem PSA Anstieg führen. Deshalb ist dieser Wert nicht gut genug um einem Tumor zu beweisen. Bei einem PSA Wert von über 4 sollten je nach Alter weitere Abklärungen erfolgen. Duodart ist eine gutes Medikament das angewendet wird zur Behandlung der gutartigen Vergrösserung angewendet wird. Falls durch die Einnahme dieses Medikament ihre Beschwerden sich besserten ist die weiter Einnahme sicherlich sinnvoll. Dann sollten sie dies einnehmen solang sie ihnen dies hilft und sie die Nebenwirkung gut vertragen. Ebenfalls wenn es bedeutet dies Lebenslang einzunehmen.

Nach 9 1/2 Jahren Radikale Prostata Operation (der Karzinom war sehr gross) mittels DaVinci Methode ist die Inkontinenz kein Thema. Aber die Lust auf Sex hat sozusagen komplett nachgelassen. Auch wenn ich Cialis nehme braucht es sehr viel zur Errektion sie funktioniert aber noch sowie der Orgasmus. Was gibt es neues das ich noch ausprobieren könnte

George Thalmann: Es gibt verschiedene Möglichkeiten: Sie können das Cialis mit Levitra oder Viagra kombinieren; Sie können sich durch Ihren Urologen in der Schwellkörperautoinjektion instruieren lassen, was meist sehr gut wirkt und zuverlässig ist. Man kann ein Medikament (MUSE) in die Harnröhre applizieren, aber das brennt oft in der Harnröhre. Weiter gibt es die Vakuumpumpe zur künstlichen Herstellung einer Erektion. Ich denke ich würde als erstes eine Kombinationstherapie versuchen.

Wieso schwankt eigentlich der PSA-Wert so stark?

George Thalmann: Der PSA-Wert kann durch verschiedene Faktoren beeinflusst werden: Entzündungen, Radfahren, Ejakulation, und viele andere mehr. Der PSA-Wert ist nur "beruhigend", wenn er sehr tief ist, ansonsten kann er ein Karzinom letztlich nicht ausschliessen. Daher würde ich primär eine Entzündung in der Prostata ausschliessen lassen.

Nach dem PSA-Wert und abtasten der Prostata gibt es die Biopsie. Wann ist die Biopsie nötig und wie läuft das ab ? Besten Dank!

Sharon Waisbrod: Dies hängt zu einem von Alter des Patienten sowie des Risiko des Patienten. Als Regel gilt bei einem PSA über 4 wird bei Patienten im Alter von 45 bis 65 eine Biopsie empfohlen. Vor allem bei verdächtigem Befund beim Abtasten. Allerdings ist es wichtig vorher mit dem behandeltem Urologen über mögliche Ergebnisse zu diskutieren und dessen konsequenten. Dies ist aus dem Grund so das manchmal ein niedrig aggressiver Krebs gefunden wird, wo nicht immer klar ist ob dieser zum Zeitpunkt der Entdeckung behandelt werden soll und dieser nur überwacht wird.

Chat-Admin: Der Chat ist beendet. Es war wegen der Fülle an Fragen leider nicht möglich, alle zu beantworten. Wir bitten um Verständnis. Weitere Informationen zum Thema finden Sie hier: http://www.srf.ch/gesundheit/gesundheitswesen/prostatakrebs-wie-weiter-nach-der-diagnose sowie http://www.srf.ch/gesundheit/gesundheitswesen/ultraschall-gegen-prostatakrebs

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