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Geschichte, Geografie Entfaltung und Grenzen des Sozialstaats

Wohl kein anderes Thema ist im politischen Diskurs der Schweiz so präsent wie die Sozialpolitik. Dass es eine Absicherung für Menschen im Alter oder mit Beeinträchtigung braucht – da sind sich alle einig. Wie diese aber ausformuliert und finanziert werden soll, ist spätestens seit 1970 Dauerthema.

Das Fundament der Schweizer Sozialwerke ist die 1948 eingeführte Alters- und Hinterlassenenversicherung AHV. Diese ermöglicht in erster Linie den Rückzug aus dem Berufsleben und trägt zu einem materiell gesicherten Ruhestand bei. Zusammen mit der Invalidenversicherung IV (ab 1960) bildet sie in Verbindung mit den Ergänzungsleistungen die erste obligatorische Säule des sogenannten Drei Säulen-Modell. Die berufliche Vorsorge bildet die zweite Säule. Als dritte Säule wird das private Sparen bezeichnet.

Chronik

  • Audio
    Nationalrat Robert Bratschi zum Entwurf des AHV-Gesetzes
    13:14 min
    abspielen. Laufzeit 13:14 Minuten.

    Nationalrat Robert Bratschi zum Entwurf des AHV-Gesetzes

    SR DRS am 20.08.1946

  • Audio
    Konrad Ilg: Ehrung zum 70. Geburtstag
    01:17 min
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    Konrad Ilg: Ehrung zum 70. Geburtstag

    SR DRS am 25.01.1947

  • Video
    Die AHV wird eingeführt
    Aus SRF school vom 03.12.2017.
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    Die AHV wird eingeführt

    Schweizer Filmwochenschau vom 11.07.1947

  • Video
    Leistungen und Mängel der Invalidenversicherung
    Aus SRF school vom 03.12.2017.
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    Leistungen und Mängel der Invalidenversicherung

    Rundschau vom 14.04.1971

  • Video
    «Dene wos guet geit ...»
    Aus SRF school vom 03.12.2017.
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    «Dene wos guet geit ...»

    SF vom 26.12.1973

  • Audio
    Was darf der Sozialstaat kosten?
    07:40 min
    abspielen. Laufzeit 07:40 Minuten.

    Was darf der Sozialstaat kosten?

    SR DRS Index vom 23.12.1975

Seit den 1960er Jahren liegt der sozialpolitische Schwerpunkt beim Ausgleich von Chancenungleichheiten. Während der Hochkonjunktur in den «Wirtschaftswunder»-Jahren war der Ausbau zwar finanzierbar. Ohne ein kontinuierliches Wirtschaftswachstum stösst aber diese fortschrittsgläubige Sozialpolitik an ihre Grenzen. Mitte der 1970er Jahre wird daher das erste Mal von der «Krise des Wohlfahrtsstaates» gesprochen.

Strukturelle Probleme

Alterspyramiden der Schweiz
Legende: Die Altersstruktur der Schweiz Die Menschen werden immer älter. Das führt zu strukturellen Problemen in der AHV. BFS Neuchâtel

Grund für die seither immer wiederkehrenden Diskussionen ist die Abhängigkeit des Sozialstaates von wirtschaftlichen und demographischen Entwicklungen. Gerade die AHV als tragendes System ist besonders anfällig. Die Menschen werden immer älter, aber gleichzeitig hat die Schweiz eine relativ tiefe Geburtenrate.

Das führt dazu, dass immer weniger Menschen in den AHV-Fonds einzahlen, und immer mehr Mensch Geld daraus beziehen. Als Lösungen werden verschiedene Massnahmen diskutiert – von der Erhöhung des obligatorischen Rentenalters bis hin zur Einführung einer Schenkungs- und Erbschaftssteuer ist alles auf dem Tisch.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Peter Zuber  (Hä nuuh)
    Die AHV basiert wie beschrieben auf dem Umlageverfahren, das heisst Jung zahlt für Alt. Das war der erste grosse Fehler. Die Einführung der zweiten Säule, wo jeder für sich selber einzahlt, war eine gute Idee. Hier passierte der zweite Fehler. Man hat diese leider den Banken und Versicherungen überlassen deren Geschäftsmodel darin besteht den Kunden zu übervorteilen. Wenn das nicht so gewesen wäre dann wäre auch noch mehr als genug Geld da und ein Ausbau der AHV unnötig. Unschön aber wahr.
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