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Der Generalstreik
Aus SRF school vom 27.08.2018.
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Der Generalstreik

Zwar wurde die Schweiz vom Ersten Weltkrieg verschont, 1918 kam es aber beinahe zu einem Bürgerkrieg. Am Höhepunkt der Krise stand das Land zwei Tage lang still.

Frauen dürfen abstimmen, die AHV ist Teil jeder Lohnabrechnung und die Arbeitszeiten in den Betrieben sind geregelt. Was für die Schweizerinnen und Schweizer heute selbstverständlich ist, hat seinen Ursprung in einer Krise, die beinahe zum Bürgerkrieg geführt hat.

Anfang des 20. Jahrhunderts gibt es in der Schweiz grosse Spannungen zwischen den Bürgerlichen und den Sozialdemokraten. Letztere beschuldigen das Bürgertum, für zu hohe Lebensmittelpreise und tiefe Löhne verantwortlich zu sein. Auf der anderen Seite wächst die Angst der Bürgerlichen vor einem linken Regierungssturz, denn genau das geschieht in den Nachbarländern gegen Ende des Ersten Weltkrieges.

Tote und Verletzte

Eine unscheinbare Meldung in einer sozialdemokratischen Zeitung, die mit den Worten «reserviert euch den 10. November» endet, führt zur Mobilisierung der Armee. Der Bundesrat glaubt nämlich, darin einen versteckten Aufruf zum Umsturz zu erkennen. Nach einem Proteststreik mit mehreren Verletzten und einem toten Soldaten beschliesst der Führungsstab der Schweizer Arbeiterschaft – das Oltener Aktionskomitee – den landesweiten Generalstreik auszurufen.

250 000 Menschen in der ganzen Schweiz legen die Arbeit nieder. Zwei Tage lang steht das Land still. Der Bundesrat ist jedoch nicht bereit, auf die Forderungen der Streikenden einzugehen. Aus Angst vor einer Eskalation und im schlimmsten Fall eines Bürgerkrieges, nehmen die Streikenden die Arbeit wieder auf. Trotzdem kommen drei Menschen ums Leben. Die Situation schockiert beide Seiten und verändert die Schweizer Gesellschaftspolitik nachhaltig.

Der animierte Kurzfilm «Generalstreik» erklärt, wie und warum es 1918 soweit kommen konnte und zeigt, welchen Einfluss das Ereignis auf unsere heutige Gesellschaft genommen hat.

Stufe: Sek II

Fächer: Geschichte

Stichwörter: Animation, Sozialismus, Marxismus, Lenin, Bolschewismus, Emil Sonderegger, Robert Grimm, Arbeiterbewegung

Produktion: Roman Lauer. SRF mySchool 2018.

VOD: Unbegrenzt.

SRF Dok

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Legende:

100 Jahre nach den Ereignissen, die die Schweiz 1918 erschütterten, realisiert SRF eine Doku-Fiktion, welche Ursachen, und Folgen der gesellschaftspolitischen Krise behandelt. In den Hauptrollen der fiktionalen Szenen sind Schauspieler zu sehen, in Nebenrollen treten Bundesparlamentarier auf. Zu SRF Dok

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Christian Koller  (18)
    Nochmals zu Lenin: 1913 war nicht Lenins erster Besuch in der Schweiz. Lenin hat bereits in den 1890er Jahren die Schweiz bereist und dann ab 1900 mehrfach für längere Zeit in Genf gelebt (vgl. Gautschi, Lenin als Emigrant in der Schweiz)
    1. Antwort von SRF mySchool (SRF)
      Besten Dank für die Hinweise. Wir haben dies angepasst. Freundlicher Gruss, die Redaktion.