Die Schweiz ist seit über 200 Jahren neutral. Davor war das anders: Die Eidgenossenschaft führte selbst Kriege. Nach mehreren Niederlagen entschied sie sich, sich aus den Konflikten der Nachbarländer herauszuhalten. Beim Wiener und Pariser Kongress wurde 1815 die dauernde Neutralität der Schweiz offiziell anerkannt. Dieses Prinzip gilt bis heute.
Zwischen handeln und sanktionieren
Wenn zwei Länder Krieg führen, darf sich die Schweiz militärisch nicht einmischen. Neutral bleiben ist aber nicht immer einfach. Die Schweiz muss sich regelmässig entscheiden, wie sie sich gegenüber kriegsführenden Staaten verhält. Zum Beispiel verhängen manche Staaten Sanktionen gegen Angreifende, indem sie den Handel einschränken. Die Schweiz kann sich solchen Sanktionen anschliessen oder weiterhin Handel treiben. Das sorgt manchmal für Kritik, weil angreifende Länder so weiterhin Geld verdienen können.
Gibt es Regeln im Krieg?
Aufgrund der Neutralität ist die Schweiz ein guter Ort für Friedensverhandlungen. Beispielsweise wurden an mehreren Genfer Konventionen Regeln für die Kriegsführung festgelegt. Dabei geht es vor allem um den Schutz von Personen, die im Kampf nicht teilnehmen.
In der neuen Folge von «SRF Kids – Clip und Klar!» erklärt Raphi was Neutralität heisst und was das für die Schweiz bedeutet.