Zecken gibt es überall in der Schweiz. Sogar in den Bergen, in der Höhe bis zu 2'000 Metern, leben die kleinen Tiere. Die häufigste Art hierzulande ist der «Gemeine Holzbock». Zecken mögen es schön warm und feucht. Die kleinen Parasiten sind deshalb auch von Mai bis August am aktivsten.
Warum saugen Zecken Blut?
Zecken sind keine Insekten, sondern Spinnentiere. Für ihre Entwicklung brauchen sie Blut. Dazu warten sie im hohen Gras, auf Sträuchern oder feuchtem Boden, und zack — im richtigen Moment klammern sie sich an einem vorbeilaufenden Menschen oder Tier fest. Mit ihren Mundwerkzeugen stechen die Spinntiere in die Haut und saugen Blut aus.
Beim Zustechen benutzen die Zecken einen Trick, um nicht sofort bemerkt zu werden: Das Tier betäubt die Stelle vor dem Stich. Dadurch spüren wir den Stich oft nicht.
Darum können uns Zecken krank machen
Eine Zecke kann ganz schön gefährlich sein. Mit ihrem Stich kann sie schlimme Krankheiten wie FSME oder Borreliose übertragen. FSME ist eine Virusinfektion, die das Gehirn oder die Hirnhäute entzündet oder in schweren Fällen gar zu Lähmungen führt. Eine Impfung schützt vor dieser Krankheit. Bei Borreliose ist hingegen ein Bakterium für die Infektion verantwortlich. Das Krankheitsbild beim Menschen ist sehr vielfältig. Früh bemerkt, kann Borreliose mit Antibiotika behandelt werden. Eine entdeckte Zecke muss deshalb sofort entfernt und getötet werden.
Zecken als Überlebenskünstler
Zecken sind unglaublich widerstandsfähig. Einmal vollgesogen, überleben die Spinnentiere mehrere Jahre, ohne wieder zu stechen. Wird es im Winter nicht länger unter -20 Grad kalt, sind auch die eisigen Temperaturen keine Gefahr für die Zecke.
Sogar im Wasser kann sie bis zu einem Monat überleben. Deshalb sollten wir das gefundene Kleintier niemals die Toilette herunterspülen. Besser in ein Küchenpapier wickeln und mit einem Glas zerdrücken.
Mehr über die kleinen Blutsauger und wirksame Schutzmöglichkeiten zeigt die neue Folge von «SRF Kids – Clip und klar!» mit Raphi.