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Wege zur Energie-Autonomie

Der Umstieg auf erneuerbare Energien braucht Mut und Innovation. Von beidem haben die Familie Baltensberger und die Bewohner von Feldheim genug. Der bewusste Entscheid für eine autarke Energieversorgung bedeutet zwar Verzicht, aber keinen Verlust an Wohlbefinden.

Schon lange warnt die Wissenschaft davor, dass moderne Gesellschaften ihren Energiekonsum in der heutigen Form nicht aufrechterhalten können. Mit den sich verschärfenden Folgen des Klimawandels sieht sich auch die Politik gezwungen, Alternativen zu prüfen. Grosse Lösungen werden gesucht. Doch manchmal liegt das Heil im Kleinen.

Ob als einzelne Familie oder als ganzes Dorf: die Technik für eine energieautarke Zukunft ist schon heute vorhanden. Oft fehlt es einfach am nötigen Willen. Nicht aber in diesen beiden Fällen. Sowohl die Familie Baltensberger, als auch das ostdeutsche Dorf Feldheim koppelten sich vom Stromnetz los. Dabei leben sie vor, wie eine nachhaltige Energieversorgung in der Zukunft funktionieren kann.

Doch die alternativen Möglichkeiten zur Energiegewinnung, wie zum Beispiel die Windenergie, weisen auch Nachteile auf. So verursachen Windräder Geräusch-Emissionen, beeinträchtigen den Lebensraum von Vögeln und sie stellen einen starken Eingriff in die Landschaft dar.

Wirklich unabhängig?

Als «energieautark» werden Geräte, Gebäude, Ortschaften oder Regionen bezeichnet, die unabhängig von Energiezulieferungen von aussen sind. Sie decken ihren Energiebedarf über Quellen, die lokal zur Verfügung stehen. Das Wort «autark» kommt aus dem Altgriechischen und bedeutet soviel wie «unabhgängig» oder «selbstständig».

Wenn ein Dorf also zum Beispiel den Elektrizitätsbedarf vollständig über eine eigene Windkraftanlage und die Wärme zum Heizen über eine eigene Holzschnitzelverbrennung deckt, kann es als «energieautark» bezeichnet werden.

Allerdings existiert für den Begriff keine einheitliche Definition. Oft bleibt unklar, auf welche Formen der Energie er sich tatsächlich bezieht. Streng genommen kann ein Dorf, das nur seinen Strom selber produziert, nicht als «energieautark» gelten, wenn seine Hausbesitzerinnen und -besitzer weiterhin Erdöl zum Heizen beziehen.

Stufe: Sek I, Sek II

Fächer: Physik, Gesellschaft

Stichwörter: Deutschland, Solarkraft, Gaskraftwerk, Windkraft, Wasserstoff, Energiewende, Umwelt, Cleantech, EON

Produktion:

  • Rechtsinhaber/ Produzent: SRF
  • Urheber: Martina Mieth («Ein Haus als Kraftwerk»), Sebastian Günther («Ein Dorf wagt den Alleingang»)
  • Redaktion: Einstein. SRF 2017

VOD: Unbegrenzt.

Hinweis der Redaktion

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Zum Beitrag «Ein Dorf wagt den Ausstieg» liegt eine Beurteilung des Ombudsmanns der SRG Deutschschweiz vor. Dieser bemängelt, dass im Videobeitrag auf die Nachteile erneuerbarer Energien nicht explizit hingewiesen wird und deutet darauf hin, dass das Publikum dadurch irregeführt werden kann. Zum Schlussbericht.

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10 Kommentare

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  • Kommentar von N. Schmid  (Schmid)
    Unsere Wasserkraftwerke können alleine doppelt so viel Strom produzieren wie im Schnitt verbraucht wird (BFE) und die Speicherreserven der Stauseen reichen monatelang (BFE). Es gibt keine Flauten und Nächte die zusammen nur schon eine einzige Woche andauern. Wind- und Solarkraftwerke produzieren zudem im Gegensatz zu AKW (welche gerne ungeplant monate- bzw. sogar jahrelang ungeplant ausfallen - siehe Beznau I und Leibstadt) jeden Tag Strom.
  • Kommentar von N. Schmid  (Schmid)
    Zu den Subventionen: Zwischen 1970 und 2012 ist Braunkohle, Steinkohle und Atomenergie in Deutschland mit über 600 Mrd € subventioniert worden. Erneuerbare Energien haben demgegenüber nur 67 Mrd € erhalten - decken aber bereits über 37% des Strombedarfs. Selbst in China, welches den Neubau von AKW mit Abstand am stärksten subventioniert, hat die Wind- inzwischen die Atomstromproduktion überholt, weil neue AKW selbst wenn die Rückbau- und Endlagerkosten ignoriert werden, schlicht zu teuer sind.
  • Kommentar von Jürg Sand  (Jürg Sand)
    Dieser Käse wurde schon auf einer deutschen Insel mit sehhhhhr viel Luft versucht, medial hochgelobt, mit Millionendefizit lautlos abgebrochen und seither medial verschwiegen. Die Insel heisst Pellworm. Was daraus wurde ist nachzulesen auf achgut.com.