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Europäische Sicherheitspolitik 75 Jahre NATO – alte Freunde, neue Fronten

Am 24. Februar 2022 greift Russland die Ukraine an. Damit ist der Krieg zurück in Europa. Viele fragen sich seitdem, wie verteidigungsfähig die NATO heute noch ist. Generäle, Insider und Sicherheitsexperten schätzen ein und wagen einen Blick in die Zukunft des mächtigsten Militärbündnisses der Welt.

Video
75 Jahre NATO – Alte Freunde, neue Fronten
Aus SRF school vom 18.05.2024.
Bild: Shutterstock/Michael-CZ abspielen. Laufzeit 51 Minuten 29 Sekunden.

Mittlerweile prägt die NATO die Sicherheitspolitik der Welt und Europas seit 75 Jahren. Entscheidend dabei ist der Artikel 5 des Nordatlantikvertrags, der den sogenannten Bündnisfall regelt: Wenn ein NATO-Mitgliedsstaat angegriffen wird, wird dies als Angriff auf alle NATO-Mitglieder gewertet. Daraufhin verteidigt sich das Militärbündnis gemeinsam. Dieser Bündnisfall gilt als Kern der NATO und wurde bisher nur einmal ausgelöst, und zwar nach den terroristischen Anschlägen vom 11. September 2001 auf die USA.

Artikel 5: Was passiert im Bündnisfall?

Dieses Prinzip lässt das grösste Militärbündnis der Welt mächtig und abwehrbereit erscheinen – aber ist es das auch? Wie bindend ist dieser Artikel 5? Wie gesichert ist die erforderliche Einstimmigkeit unter den Mitgliedsländern und wie schnell könnten Truppen und Ausrüstung im Konfliktfall eingesetzt werden? Diesen Fragen geht die Dokumentation «75 Jahre NATO – Alte Freunde, neue Fronten» nach.

Dafür begibt sich der Beitrag auf eine Reise quer durch das Bündnisgebiet. Stationen dieser Reise sind das Cyber-Defence-Zentrum der NATO im estländischen Tallinn oder das NATO-Hauptquartier in Brüssel. Zu Wort kommen Sicherheitsexpertinnen und Experten oder amtierende und ehemalige Generäle der NATO. Zeitzeugen wie Donald Trumps ehemaliger Sicherheitsberater John Bolton ordnen prägende Geschehnisse in der jüngeren Geschichte der NATO ein, während internationale Historiker die Geschichte der NATO und deren Gründung beleuchten.

Sicherheitspolitische Herausforderungen

Zudem wagt die Dokumentation einen Blick in die Zukunft des mächtigsten Militärbündnisses der Welt und stellt entscheidende Fragen: Was, wenn die USA der NATO den Rücken kehren, falls Trump wieder US-Präsident werden sollte? Braucht es vielleicht eine einheitliche europäische Armee? Wie verändert sich die potenzielle Bedrohungslage durch die Volksrepublik China, deren Armee mittlerweile die zweitstärkste der Welt ist? Alles Fragen, auf die es keine einfachen Antworten gibt. Eines ist aber klar: Auch 75 Jahre nach der Gründung steht die NATO vor derselben Aufgabe, wie am Anfang: Kriege zu verhindern.

Informationen für Lehrpersonen

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Bezug zum Lehrplan 21:

Die Schülerinnen und Schüler …

  • RZG.6.3a: ...können darlegen, warum das 20. Jahrhundert als Zeitalter der Extreme bezeichnet wird (Weltkriege, Faschismus, Kommunismus, Holocaust, Kalter Krieg, Unabhängigkeitsbewegung, Globalisierung, Bürgerkrieg, Terrorismus).
  • RZG.6.3b: ...können die Geschichte von ausgewählten Institutionen und Menschen erzählen, die sich im 20. und 21. Jahrhundert für Freiheit, Frieden, Wohlstand, Gerechtigkeit oder Nachhaltige Entwicklung einsetzten (z.B. Bertha von Suttner, Martin Luther King, Mutter Theresa, Nelson Mandela, Mahathma Ghandi) – Humanitäres Völkerrecht, Rotes Kreuz, Flucht, Migration, Asyl.
  • RZG.8.3c: ...können unterschiedliche Positionen zum Verhältnis Schweiz – Europa skizzieren und selber dazu Stellung nehmen.

    Fächer: RZG

    Stufe: Sek I, Sek II

    Stichwörter: Krieg, Frieden, North Atlantic Treaty Organization, UN-Charta, UNO, Vereinte Nationen, Nordatlantikrat, Osterweiterung, Zweiter Weltkrieg, Sowjetunion, Kommunismus, Kalter Krieg, Militär, Sicherheit, kollektive Verteidigung, Krisenreaktionseinsätze, Abschreckung, internationale Sicherheitspolitik

    Produktion: MDR/BR 2024.

    VOD: Bis 30.04.2027.

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