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Fehlerkorrektur Korrekt zum Beitrag «Mit Spezialeinheit ‹Enzian› gegen Femizide»

Die Moderation sowie der Beitrag «Kanton Bern: Mit Spezialeinheit ‹Enzian› gegen Femizide» in der Sendung «Schweiz aktuell» vom 11. September 2025 waren zu wenig präzise und damit teilweise irreführend:

Anlass für den Medientreff der Berner Sicherheitsdirektion war die «Krisenkommunikation bei polizeilichen Einsätzen» mit einem Schwerpunkt auf der Arbeit der Verhandlungsgruppe – nicht jedoch eine polizeiliche Übung zum besseren Schutz vor häuslicher Gewalt. Die Anmoderation war in diesem Punkt bedauerlicherweise nicht ausreichend präzise formuliert. Die Verhandlungsgruppe wurde fälschlicherweise nicht erwähnt, obwohl die Medienkonferenz zu dieser Gruppe der aktuelle Anlass für die Berichterstattung war.

Bezüglich der im Beitrag erwähnten präventiven Massnahme der sogenannten Täteransprache ist festzuhalten, dass im Kanton Bern im Jahr 2024 rund 12 Prozent der Täterinnen und Täter von den Regierungsstatthalterinnen und Regierungsstatthaltern zu einem Gespräch aufgeboten wurden. Diese Zahl hat im Beitrag gefehlt. Über die Täteransprache durch die Regierungsstatthalterinnen und Regierungsstatthaltern hinaus stellt und finanziert der Kanton Bern in Zusammenarbeit mit verschiedenen staatlichen und privaten Institutionen sowie Beratungsstellen umfassende Präventions-, Beratungs- und Unterstützungsangebote (z.B. Lernprogramme für Gewaltausübende). Darüber hatte die Sicherheitsdirektion des Kantons Bern die Medien bereits früher verschiedentlich orientiert. Da auch im Beitrag die Thematisierung der Verhandlungsgruppe fehlte, konnte der Anschein erweckt werden, die Berner Sicherheitsdirektion würde bei häuslicher Gewalt hauptsächlich auf den Einsatz der Spezialeinheit, anstatt auf Verhandlungen, Beratungen und Gewaltprävention setzen. Dem ist nicht so. Der Beitrag wurde im Rahmen der kritischen Nachbetrachtung analysiert – weshalb diese Korrektur öffentlich aufgeschaltet wurde.

Gregor Meier, Leiter News und Aktualität Fernsehen SRF

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