Arthur Welti und Adolf Ribi 1947 an der Groppenfasnacht

Einmal im Jahr kommt ein kleiner Bodenseefisch in Ermatingen ganz gross raus: An der Groppenfasnacht steht der Gropp im Mittelpunkt des Geschehens. Mit einer Aufnahme von 1947 tauchen wir in das farbige Treiben am Groppenumzug ein und geniessen ein Groppengedicht im alten Ermatinger Dialekt.

Ein grosses Fischmodell auf einem Wagen während eines Umzugs.
Bildlegende: Die Groppe aus dem Jahr 1956. Groppenkomitee Ermatingen

Die Groppenfasnacht Ermatingen gilt als späteste Fasnacht der Welt und findet drei Wochen vor Ostern in der Thurgauer Gemeinde statt. Während an anderen Orten die Fastenzeit angebrochen ist, wird an der Groppenfasnacht noch ausgelassen gefeiert.

König Gropp

Höhepunkt der Groppenfasnacht ist der Groppenumzug, angeführt von König Gropp. Es folgen Fischer, die ihren Fang zeigen, Schilfungeheuer, Frösche und ähnliche Figuren. Verschiedene Gruppen inszenieren Frühlings- und Märchenthemen und zahlreiche Guggen spielen ihr Fasnachts-Repertoire.

Ursprung

Nach der Legende entstand die Groppenfasnacht zu Beginn des 15. Jahrhunderts. Das ärmliche Fischerdorf Ermatingen gehörte damals zum Bistum Konstanz. Während den turbulenten Ereignissen am dortigen Konzil, soll das Dorf zwischen 1414 und 1418 mehrfach von geistlichen Würdenträgern besucht worden sein.

Die Ausschnitte im Beitrag stammen aus einer Reportage von 1947. Damals reisten Arthur Welti und Adolf Ribi nach Ermatingen und berichteten vom Groppenumzug.

Moderation: Jörg Stoller, Redaktion: Bea Schenk