Sounds! Album der Woche: Caroline Rose «Superstar»

Wer hat Angst vor Popmusik? Nachdem sie mit dem tollen «Loner» (2018) schon mal annetzte, schmeisst sich die ursprüngliche Alt-Americana Songwriterin Caroline Rose nun voll und ganz ins gitzernde Schwimmbad der zugänglichen Tanzmusik. Dank witzigen Texten und gekonnter Anti-Haltung geht sie nicht unter.

Wollte aus dem kühlen Norden in de Sonne Kaliforniens und ist in Texas gestrandet: Bei Caroline Rose läuft nicht alles perfekt, und das ist gut so.
Bildlegende: Wollte aus dem kühlen Norden in de Sonne Kaliforniens und ist in Texas gestrandet: Bei Caroline Rose läuft nicht alles perfekt, und das ist gut so. Kayl Cooper

«Superstar» ist filmreif inszeniert: Vom brotlosen Dasein über den plötzlichen Ruhm bis zur baldigen Ernüchterung spiegelt Caroline Rose ihre eigene Geschichte vom Projekt via Crowdfunding und dem Leben im Auto bis zur weltweiten Beachtung des 3. Albums «Loner» - gespickt mit groben Zweifeln, ob der Schritt zum Augenzwinker-Pop nun eben wirklich ihr Ding ist. Mal extra dick auftragend, mal surreal verzerrt ist «Superstar» genau so «La La Land» wie «Mulholland Drive» und musikalisch dann eben genau so Madonna wie Tame Impala.

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Gespielte Musik

Autor/in: Andi Rohrer, Moderation: Andi Rohrer, Redaktion: Andi Rohrer / Matthias Erb