Überraschung: Chromatics bringen «Closer To Grey»

Es tauchten Singles auf, ein Album wurde angekündigt, bereits gepresste Platten vernichtet, das Album erneut versprochen. Dann nichts. Und jetzt aus dem Nichts ein Album - aber ein anderes. Was uns die Chromatics in den letzten 5 Jahren auftischten ist so surreal und dramatisch wie ihr Sound.

Ruth Radelet und die geheimnisvolle VII: Cover der neuen Chromatics Platte «Closer To Grey»
Bildlegende: Ruth Radelet und die geheimnisvolle VII: Cover der neuen Chromatics Platte «Closer To Grey» Italians Do It Better

2012 gelang dem Quartett aus Portland Oregon mit «Kill For Love» der Durchbruch, und ab Anfang 2015 spielten wir im «Sounds!» die ersten Singles des Nachfolgers, dem 6. Albums «Dear Tommy.» Was folgte war ein Internet-Verwirrspiel erster Güte. Fakten scheinen immerhin zu sein: A. Das Album hat in einer oder mehreren Versionen existiert und wurde auch physisch produziert. Und B. Erschienen ist es bis heute nicht.

In der Nacht auf Mittwoch diese Woche kam nun völlig überraschend ein anderes Album namens «Closer To Grey». Interessant und für alle Fans der oben zusammengefassten Geschichte ein schönes Detail: Auf das Plattencover ist die Zahl VII gedruckt - die Band versteht die neue Platte also nicht anstelle von Nummer 6 «Dear Tommy» - und die Saga kann weitergehen!

Musikalisch kriegen wir typisch Chromatics: Ruth Radelets gehauchte Vocals über Johnny Jewels morbid-surrealen Elektrokompositionen. Auch die von den Chromatics standesgemäss eingebauten Coverversionen gibt es: von Simon & Garfunkels «The Sounds Of Silence» und «On The Wall» von The Jesus And Mary Chain. Fazit: Mehr als ein Lückenfüller!

Gespielte Musik

Autor/in: Andi Rohrer, Moderation: Andi Rohrer, Redaktion: Andi Rohrer / Matthias Erb