Anni Simonet

Für das letzte Landfrauenessen reisen die Frauen an den Murtensee, wo Anni Simonet als Weinbäuerin im französischsprachigen Môtier lebt. Zusammen mit ihrem Mann Eric und den beiden Söhnen führt sie ein Weingut.

Video ««Landfrauenküche»: Anni Simonet - Hoppalas» abspielen

«Landfrauenküche»: Anni Simonet - Hoppalas

2:32 min, vom 21.10.2013

In der Küche ist Anni Simonet mutig. Für das Landfrauenessen bereitet sie Fischtartar aus rohem Fisch zu. Sie brät Entenfleisch mit einer dicken Fettschicht und serviert dies mit einer Bénichonsenfsauce, die süsslich nach Zimt und Anis schmeckt. In ihrem Alltag aber hält sich die Weinbäuerin lieber zurück und agiert auf ihrem Weingut «Le Petit Château» gerne im Hintergrund.

Anni Simonet im Weinkeller. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Anni Simonet ist Weinbäuerin mit Leib und Seele. SRF

Das Dorf Môtier liegt im Weinbaugebiet Vully am Murtensee. In dieser Region des Kantons Freiburg spricht man Französisch. Der Sprache wegen kam Anni vor rund dreissig Jahren auch an den Murtensee. Et voilà, die Serviertochter aus dem Aargau lernte den Weinbauern Eric Simonet kennen und blieb im Ort.

Anni bezeichnet sich selber als zurückhaltend. Sie überlasse es gerne anderen, im Mittelpunkt zu stehen. Die Führungen auf dem Betrieb machen entsprechend ihr Mann und die zwei Söhne, die wie der Vater Weinbau studiert haben. Anni steht lieber im Keller und verkauft den Wein an einzelne Kunden.

Die kulinarischen Spezialitäten der Region Vully kennt Anni Simonet mittlerweile bestens. Mehrmals wöchentlich bäckt sie den traditionellen Vully-Kuchen mit Speck für Degustationen im Weinkeller. Neugierig ist sie aber auch auf neue Rezepte. Solche probiert sie regelmässig mit ihren Freundinnen der Kochzunft «Gourmettes du Vully» aus.

Die Zutaten für das Landfrauenessen findet Anni alle in der Region. Die Felchen für das Tartar kommen frisch aus dem Murtensee, die Enten schwammen in einem Teich im Nachbarort, Gemüse und Früchte baut Anni in ihrem Garten an. Und alte Rebstöcke und Trauben für die Dekoration findet die Weinbäuerin natürlich in ihrem Rebberg.

Sendung zu diesem Artikel