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#SRFglobal Der Papst auf Twitter

Papst Franziskus betreibt zurzeit offizielle Twitter-Accounts in neun verschiedenen Sprachen. Insgesamt hat er über 42 Millionen Follower. Das sind fast so viele wie @realDonaldTrump.

Legende: Video @Pontifex_de abspielen. Laufzeit 0:54 Minuten.
Aus SRFglobal vom 04.12.2017.

Anders als der US-Präsident weckt Papst Franziskus seine Follower nicht frühmorgens mit Wutausbrüchen und Provokationen, sondern wartet mit seinen Tweets bis am Nachmittag zu. Meist im Verlaufe des Nachmittags mitteleuropäischer Zeit meldet er sich zu Wort, wort- und fast zeitgleich in neun Sprachen. Darunter – Geschichte verpflichtet – lateinisch:

(deutsch: «Der Glaube wird greifbar, wenn er sich in konkreter Liebe zeigt, besonders im Dienst an den Armen und Ausgegrenzten.»)

Die Liste seiner Follower zeigt: bisher konnte der aus Argentinien stammende Papst vor allem spanisch- und englischsprechende Follower mobilisieren. Aber auch die sieben anderen Accounts erreichen beachtliche Followerzahlen.

Der Pontifex auf Twitter

AccountSpracheFollower (06.12.2017)
@Pontifexenglisch15.4 Mio.
@Pontifex_es
spanisch
15.4 Mio
@Pontifex_ititalienisch4.77 Mio
@Pontifex_ptportugiesisch3.34 Mio.
@Pontifex_frfranzösisch1.03 Mio
@Pontifex_plpolnisch993 Tausend
@Pontifex_lnlateinisch855 Tausend
@Pontifex_dedeutsch567 Tausend
@Pontifex_ararabisch398 Tausend
TOTAL
42'753'000

Sehr oft bestehen die päpstlichen Tweets aus spirituellen Gedanken, die an Gebete oder an die kirchliche Liturgie erinnern. Gelegentlich greift Franziskus aber in heiss diskutierte, politische Debatten ein. Dabei stellt er sich regelmässig auf die Seite der Armen, Schwachen und Randständigen. Im Dezember 2016 etwa zugunsten der Flüchtlinge:

Es ist nicht anzunehmen, dass der Papst seine Tweets höchstpersönlich schreibt. Von den neun Sprachen spricht er Spanisch, Italienisch und Englisch. Es dürfte sich also um ein mehrköpfiges Team handeln, das die Social Media-Aktivitäten für den «Chef» nach dessen Vorgaben erledigt.

Wenig Interaktivität

Arbeit für dieses Team gäbe es allenfalls noch bei der Interaktivität. Diese hält sich auf überschaubarem Niveau – gerade im Vergleich mit US-Präsident Donald Trump, der deutlich mehr Retweets und Antworten als der Papst erhält. Wahrscheinlich hat sich das Verhältnis von Kirchgängern übertragen auf die Follower bei Twitter: Einem Priester widerspricht man nicht. Und dem Pontifex schon gar nicht. Die häufigste Antwort auf seine Tweets ist deshalb: Amen.

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