Zivilcourage - die Tapferkeit der Unbewaffneten

Wenn Diktatoren, Terroristen oder bewaffnete Vertreter der Staatsgewalt die Freiheit bedrohen, dann braucht es den Mut der Nicht-Soldaten: Zivilcourage ist die Tapferkeit der Unbewaffneten. Das wussten schon Bismarck, Brandt, Magnani und viele andere Grössen aus Kultur und Politik.

Portrait Willy Brandt Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Willy Brandt (1913–1992) «Wo die Zivilcourage keine Heimat hat, reicht die Freiheit nicht weit.» Keystone/AP Photo Klaus Schlagmann

Der Begriff stammt aus dem Französischen, «civil» und «Courage», wörtlich übersetzt Bürgermut. Erstmals in Deutsch verbürgt ist der Begriff – erstaunlicherweise – bei Otto von Bismarck. Als junger Abgeordneter soll Bismarck 1847 einem Vertraueten gesagt haben: «Mut auf dem Schlachtfeld ist bei uns Gemeingut, aber Sie werden nicht selten finden, dass es ganz achtbaren Leuten an Civilcourage fehlt.»

Seit Bismarck ist die Unterscheidung zwischen dem Mut des Soldaten und jenem des Bürgers auch im Deutschen heimisch. Heute wird unter Zivilcourage ein mutiges Verhalten verstanden, mit dem sich jemand - ohne Rücksicht auf eventuelle Nachteile - für Werte einsetzt, von denen er überzeugt ist. Im Englischen wird dafür zumeist der Begriff «moral courage» verwendet.

Vorschläge für weitere Voten zur «Zivilcourage» können Sie gerne im Kommentarfeld einfügen.