Die verschlungenen Wege der Frühmenschen

  • Samstag, 24. September 2011, 12:40 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Samstag, 24. September 2011, 12:40 Uhr, DRS 2
  • Wiederholung:
    • Sonntag, 25. September 2011, 19:30 Uhr, DRS 2

Beiträge

  • Die verschlungenen Wege der Frühmenschen

    Der Mensch ist ein Eroberer: Keine andere Spezies hat sich so weit auf der Erde verbreitet wie wir. Doch wie alles begann, auf welchen Wegen unsere Vorfahren Afrika verliessen und sich über die Kontinente verbreiteten, das ist unklar und umstritten.

    Diese Woche sind nun gleich zwei Studien erschienen, die Licht ins Dunkel unserer bewegten Frühgeschichte werfen.

    Vor kurzem gruben Archäologen Knochen am australischen Mungo See aus. Sie gehören zu den ältesten Überresten eines Menschen, die ausserhalb Afrikas gefunden wurden - und sie stürzen die Wissenschaft in einige Verlegenheit: Denn zumindest nach einer vorherrschenden Theorie dürfte es diese Knochen gar nicht geben, sagt der Genetiker Morten Rasmussen von der Universität Kopenhagen. In den letzten Jahren habe die Ansicht Oberwasser gewonnen, dass Homo sapiens in einer einzigen Wanderbewegung Afrika verlassen und dann nach Asien und Australien vorgestossen sei. «Wir können nun sagen, dass es nicht eine, sondern zwei frühe Wanderungsbewegungen nach Asien und Australien gegeben hat. Denn die Aboriginies spalteten sich bereits vor etwa 70 000 Jahren von den ersten afrikanischen Auswanderen ab. Die Vorfahren der modernen Asiaten hingegen erst vor etwa 25 000 bis 40 000 Jahren», so Rasmussen.

    Thomas Häusler

  • Einsteins Relativitätstheorie in Frage gestellt

    Das Teilchenforschungszentrum Cern meldete Erstaunliches: Es habe Teilchen gemessen, die schneller seien als Licht. Das widerspricht Einsteins spezieller Relativitätstheorie, einer der grossen Theorien der Physik. Muss nun also die Physik neu geschrieben werden?

    Die Forscher geben an, Neutrinos beobachtet zu haben, die schneller waren als das Licht. Sie brauchten für die 720 Kilometer lange Strecke vom Cern bis zu einem unterirdischen Labor im italienischen Grandsasso 60 Milliardstel Sekunden weniger als das Licht brauchen würde.

    Nach der speziellen Relativitätstheorie, die Albert Einstein vor fast 100 Jahren aufgestellt hat, darf es eigentlich nichts geben, das schneller ist als Licht. Nachdem die Forscher monatelang nach möglichen Fehlern in ihren Berechnungen gesucht und nichts gefunden haben, haben sie sich zu einem eher ungewöhnlichen Schritt entschlossen: Sie stellen die Messungen mit allen Details ins Internet bevor diese den herkömmlichen Begutachtungsprozess durchlaufen haben.

    Pascal Biber

  • Die Problematik mit den Ernteausfall-Versicherungen

    Schweizer Bauern können sich gegen schlechtes Wetter versichern. Bald schon soll dies auch immer mehr afrikanischen Farmern möglich sein. Sie spüren die Zunahme von Extrem-Wetterereignissen im Zusammenhang mit den Klimawandel besonders stark.

    Der Schweizer Rückversicherungskonzern Swiss Re startet in wenigen Wochen ein entsprechendes Pilotprogramm.

    Unterstützt von den Vereinten Nationen will Swiss Re afrikanische Farmer mit gegen 30 Millionen Dollar gegen Klimarisiken versichern. Es sind dies Farmer in so genannten semi-ariden Zonen, in Gebieten also, wo markante Trockenzeiten, nur während kurzer Zeiten durch Regenfälle unterbrochen werden. Regenfälle, die allerdings immer häufiger ganz ausbleiben.

    Katharina Bochsler