Schelling: Nach dem Olympia-Hype zurück im Alltag

Florence Schelling war der Hauptgrund für den Höhenflug der Schweizer Eishockey-Frauen in Sotschi, der im Gewinn der Bronzemedaille gipfelte. Jetzt hat die Torhüterin der Alltag wieder.

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Eishockey: Studiogast Florence Schelling, Teil 1

9:04 min, aus sportpanorama vom 2.3.2014

Die Rückkehr ins Tagesgeschäft ging blitzschnell: 48 Stunden nachdem sich Florence Schelling und ihre Teamkolleginnen in Sotschi die Bronzemedaille hatten umhängen lassen, hütete die 24-Jährige bereits wieder das Tor in der 1. Liga der Männer. Mit Bülach ging die erste Viertelfinal-Partie gegen Frauenfeld indes verloren. Fünf Tage und zwei weitere Niederlagen später war die Saison für Schelling beendet.

Lob vom Trainer

«Die Niederlage schmerzt. Es wäre mehr möglich gewesen», ärgerte sich Schelling unmittelbar nach dem Out. Ihr Ehrgeiz ist auch nach dem Olympia-Höhenflug ungebrochen. Die Zürcherin musste sich aber nichts vorwerfen lassen. «Dass sie trotz dem grossen Medienrummel solch solide Playoffs gespielt hat, ist beachtlich», lobte der langjährige NLA-Spieler und jetzige Bülach-Trainer Thierry Paterlini.

Freude an beiden Fronten

Schelling ist neben Goalie-Kollegin Sophie Anthamatten die einzige Akteurin der Frauen-Nati, die in der Schweiz in einem Männer-Team spielt. Sie sagt: «Beides ist extrem spannend. Die Emotionen in Sotschi waren unglaublich. Aber ich habe auch grosse Freude daran, mit Bülach zu spielen.»

Auch künftig in der 1. Liga

Sie wisse allerdings noch nicht, bei welchem Klub sie kommende Saison spielen werde, erklärte Schelling am Sonntag im «sportpanorama». Klar ist für sie lediglich, dass sie weiterhin in der 1. Liga zwischen den Pfosten stehen möchte. Daneben geht sie ihrem Job auf dem Hauptsitz des Internationalen Eishockey-Verbands IIHF in Zürich nach. Dort ist sie seit Juli 2013 in der Administration tätig. Denn seine Brötchen muss auch ein Olympia-MVP ausserhalb des Eisrinks verdienen.

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Eishockey: Studiogast Florence Schelling, Teil 2

7:43 min, aus sportpanorama vom 2.3.2014