Alles oder nichts

Die Schweiz braucht für die Viertelfinal-Qualifikation einen Sieg nach 60 Minuten gegen Tschechien.

«Ich gehe davon aus, dass wir am Dienstag gegen Tschechien endlich belohnt werden», gibt sich Patrick Fischer vor der alles entscheidenden Partie optimistisch.

Nach Dänemarks standesgemässem 4:1-Sieg über Kasachstan brauchen die Schweizer 3 Punkte, um sich für die Viertelfinals zu qualifizieren. Aufgrund des Sieges in der Direktbegegnung wären die Schweizer damit vor den Dänen klassiert.

Gegen den «Lieblingsgegner»

Immerhin: Die Tschechen sind von den 6 grossen Eishockey-Nationen so etwas wie der Lieblingsgegner der Schweiz. In den letzten 10 Jahren setzte es gegen die Weltmeister von 2010 an Titelkämpfen nur eine Niederlage in der regulären Spielzeit ab. Dafür eine happige: 0:5 hiess es vor 8 Jahren in Quebec.

«  Wir dürfen uns nicht mehr so viele Stockfouls leisten. »

Patrick Fischer

An der diesjährigen WM konnte die Nati die Erwartungen aber noch nicht erfüllen. Das zeigt auch ein Blick in die Zahlenbücher. Als Weltranglisten-Nummer 7 rangiert die Schweiz in vielen Statistiken hinter vermeintlich schwächeren Teams.

In Sachen Skoring-Effizienz (Rang 15), Powerplay (10.), Unterzahlspiel (14.) und der Torhüter-Statistik (11.) hat die Nati bislang das Nachsehen. Einzig bei den Strafen (3.) ist sie vorne mit dabei – eine wenig ruhmreiche Leistung. «Wir dürfen uns nicht mehr so viele Stockfouls leisten», weiss auch Fischer.

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Bildlegende: Die Tabelle der Gruppe A SRF

Hoffen auf Raphael Diaz

Gute Nachrichten gibt es dafür bezüglich Raphael Diaz: Der stärkste Schweizer Verteidiger des Turniers (Plus-6-Bilanz), dürfte gegen Tschechien nach 2 verletzungsbedingten Absenzen wieder mittun. Diaz absolvierte am Montag das Training, beklagte hinterher keine grossen Schmerzen und dürfte gemäss Patrick Fischer «auf die Zähne beissen».

Sendebezug: Laufende Berichterstattung Eishockey-WM