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Nationalmannschaft Hockey-Nati: Rückenwind dank neuen Prioritäten?

Seit 2007 hat die Nati am Deutschland-Cup keinen Titel mehr errungen. Im Vergleich zu früheren Jahren kann Headcoach Patrick Fischer diesmal auf eine Mannschaft mit viel Erfahrung zählen.

Legende: Video Rückblick auf die letzten 5 Jahre Deutschland Cup abspielen. Laufzeit 2:21 Minuten.
Vom 02.11.2016.
  • Nati-Trainer Patrick Fischer kann auf 12 WM-Spieler setzen
  • Im Vergleich zur Vorsaison gab es Änderungen im Coachingstaff
  • Das Aufgebot finden Sie am Ende des Artikels

Mit dem Deutschland Cup beginnt für die Hockey-Nati am Freitag die neue Saison. Für Patrick Fischer und seine Mannschaft die Chance, «erfolgreich Hockey zu spielen und einen guten Start hinzulegen», wie er selbst sagt.

Dass ihm dafür ein erfahrenes Team mit 12-WM-Spielern zur Verfügung steht, ist aber alles andere als eine Selbstverständlichkeit.

Weg vom Gedanken einer «U23-Veranstaltung»

Alleine mit der Meisterschaft mit ihren 50 Qualifikationsrunden wären einige Klubs schon gut bedient. Hinzu kommt die Champions Hockey League, sowie der Schweizer Cup. «Es ist eigentlich klar, dass die Klubs ihre Spieler nicht auch noch für die Nati abtreten wollen», ist sich Fischer der Problematik bewusst.

Für die Spieler ist es wichtig, sich vor der WM-Vorbereitung zeigen zu können.
Autor: Patrick FischerNati-Trainer
Nati-Trainer Patrick Fischer.
Legende: Will erfolgreich in die Saison starten Nati-Trainer Patrick Fischer. Keystone

Dass heuer nicht nur junge, unerfahrene Spieler aufgeboten werden konnten, führt der Nati-Trainer auf gute Kommunikation mit den Klubs zurück. Man habe zahlreiche Gespräche geführt und deshalb eine Einigung erzielen können. «Diesmal ist wirklich jeder mitgezogen, Spieler, Manager, Trainer. Wir haben die bestmögliche Lösung, die wir haben konnten», so der 41-Jährige.

Neues Defensiv-Gewissen

Nicht nur auf Spielerseite gibt es im Vergleich zum Vorjahr einige Änderungen. Auch der Coachingstaff ist nicht mehr der gleiche wie vor einem Jahr. Neben Christian Wohlwend wurde der Schwede Tommy Albelin als Assistenzcoach engagiert, Felix Hollenstein und Reto von Arx sind nicht mehr an Bord.

Aggressiv und aufsässig, aber immer aus einer stabilen Defensive heraus.
Autor: Patrick Fischerzur Spielweise

«Klar braucht so etwas immer etwas Anlaufzeit. Die Aufgabenverteilung ist aber klar. Tommy übernimmt die Verteidigung», erklärt Fischer. Die Philosophie soll aber die gleiche bleiben, heisst: Wenig Raum für den Gegner, aggressiv und aufsässig sein, «und das alles immer aus einer sicheren Defensive heraus.»

Ein erstes Mal beweisen kann sich die Equipe von Fischer am Freitag. Zum Auftakt trifft die Nati auf Kanada, ehe am Samstag die Partie gegen Deutschland ansteht. Zum Abschluss wartet am Sonntag die Slowakei.

Das Schweizer Aufgebot

Tor (2): Robert Mayer (Genève-Servette), Tobias Stephan (Zug).
Verteidigung (9): Eric Blum (Bern), Raphael Diaz (Zug), Patrick Geering (ZSC Lions), Joël Genazzi (Lausanne), Robin Grossmann (Zug), Romain Loeffel (Genève-Servette), Yannick Rathgeb (Fribourg-Gottéron), Dominik Schmutz (Zug), Noah Schneeberger (Davos).
Sturm (15): Andres Ambühl (Davos), Enzo Corvi (Davos), Etienne Froidevaux (Lausanne), Gaëtan Haas (Biel), Yannick Herren (Lausanne), Gregory Hofmann (Lugano), Mauro Jörg (Davos), Lino Martschini (Zug), Vincent Praplan (Kloten), Noah Rod (Genève-Servette), Reto Schäppi (ZSC Lions), Tristan Scherwey (Bern), Dario Simion (Davos), Julian Walker (Lugano), Jeremy Wick (Genève-Servette).

Sendebezug: Radio SRF 1, Bulletin von 18:45 Uhr, 03.11.2016

Livestream-Hinweis

Das Startspiel zwischen Kanada und der Schweiz können Sie am Freitag ab 15:55 Uhr im kommentierten Web-only-Livestream verfolgen.