Wie gegen Kanada, nur andersrum: Schweiz unterliegt Finnland

Die Schweiz verliert an der WM in Paris gegen Finnland nach einer 2:0-Führung knapp mit 2:3 nach Verlängerung.

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Schweiz - Finnland: Die Live-Highlights

3:01 min, vom 14.5.2017
  • Die Schweiz geht schnell 2:0 in Führung
  • Finnland wechselt den Torhüter und schafft die Wende
  • Als Knackpunkt erweisen sich die Special Teams: Finnland trifft zweimal im Powerplay, die Schweiz kann keine Überzahl ausnutzen
  • Die Chancen auf die Viertelfinal-Quali stehen trotzdem weiterhin gut

Hatte der Sieg gegen Kanada am Vortag noch Sensationscharakter, wäre ein Erfolg gegen Finnland gar von historischem Ausmass gewesen. Denn letztmals konnte die Schweiz die Nordländer 1988 an einem grossen Turnier (2:0 an Olympia in Calgary) bezwingen.

Selten war die Schweiz indes so nahe dran wie an der WM in Paris. Doch erst rettete Mikko Rantanen mit dem 2:2 in der 48. Minute seine Farben in die Verlängerung, ehe NHL-Star Valtteri Filppula der Siegtreffer gelang.

2:0 nach 11 Minuten: Schweiz glückt Start gegen Finnland

0:44 min, vom 14.5.2017

Schweiz mit Blitzstart

Dabei endete das Spiel nicht nur konträr zur Partie gegen Kanada, sondern hatte auch so angefangen. Bereits nach 11 Minuten hatte das Fischer-Team dank Toren von Fabrice Herzog und Joel Genazzi mit 2:0 in Führung gelegen.

Finnlands Coach Lauri Marjamaki nahm darauf hin einen Torhüterwechsel vor und ersetzte Joonas Korpisalo durch Harri Sateri. Und dieser sollte wie Leonardo Genoni gegen Kanada die Wende zum Guten bringen.

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Furrer und Hiller angeschlagen

Getrübt wurde der Auftritt der Schweizer durch das Out von Verteidiger Philippe Furrer, der zu Beginn des Mitteldrittels mit einer Verletzung an der «unteren Extremität» ausfiel. Nach dem Warm-up am Morgen hatte bereits (Ersatz-)Torhüter Jonas Hiller wegen einer leichten Zerrung Forfait erklären müssen.

Viertelfinal-Chancen weiter intakt

So verpasste die Schweiz in doppelter Überzahl das 3:0, während Finnland im Anschluss im Powerplay noch vor Ablauf des 1. Drittels zum 1:2 verkürzen konnte. Die Special-Teams blieben danach die Achillesferse der SIHF-Auswahl. Während die Schweizer in 5 Powerplays ohne Tore blieben, nutzten die Finnen 2 der 4 Überzahlspiele aus.

Die Schweiz besitzt als Drittplatzierte der Gruppe B trotz der Niederlage noch beste Chancen auf den Viertelfinal-Einzug. Finnland und Norwegen, die beide hinter der Schweiz liegen, müssen noch gegen Leader Kanada antreten. Das Fischer-Team schliesst die Gruppenphase am Dienstag mit dem Spiel gegen Tschechien ab.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 14.05.2017, 20:00 Uhr.