Umarmungen für Josi, Hüte für Sissons

Mit dem erstmaligen Einzug in den Stanley-Cup-Final geht für die Nashville-Spieler Roman Josi und Yannick Weber ein Kindheitstraum in Erfüllung. Nun scheint alles möglich – und das trotz gewichtigen Ausfällen.

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Josi: «Es gab ziemlich viele Umarmungen»

2:33 min, vom 23.5.2017

20 Jahre nach der Franchise-Gründung der Nashville Predators greift das Team aus Tennessee nach den Sternen. Als Achter der Regular Season hat Nashville alle drei Playoff-Serien gegen höher eingestufte Gegner gewonnen.

Zuerst schickte man Chicago zu Null in die Ferien, danach setzten sich die Predators sowohl gegen St. Louis als auch Anaheim jeweils im 6. Spiel durch. Dass gegen die Ducks ausgerechnet Colton Sissons zum Matchwinner avancierte, sagt viel über die Stärke von Nashville aus.

Fisher lässt die Finger vom Pokal

Der 23-Jährige, 2012 von den Predators gedraftet, lief in den Playoffs mit 10 Skorerpunkten zur Höchstform auf. Erst recht nach den Ausfällen der beiden Leistungsträgern Mike Fisher (Captain) und Ryan Johansen (Topskorer), die im 4. Spiel gegen die Ducks verletzungsbedingt ausfielen und in der Folge zum Zuschauen verdammt waren.

«  Früher schaute ich den Final mit Kollegen, jetzt werde ich selber in diesem spielen können. »

Roman Josi

Das von Hüten bedeckte Spielfeld. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Das von Hüten bedeckte Spielfeld. Keystone

Mit seinem Hattrick hatte Sissons, der in seinen 58 Partien in der Regular Season ebenfalls auf 10 Skorerpunkte kam, massgeblichen Anteil am Einzug in den NHL-Final. Für seine 3 Tore wurde der Center von den Fans mit dem traditionellen «Hüte werfen» entsprechend gefeiert.

Im Anschluss an die Partie nahm der verletzte Fisher die Clarence-S.-Campbell-Trophäe für den Gewinn der Western Conference in Empfang. Berührt hat den Pokal aber niemand: Seit fünf Jahren lassen die Spieler aus abergläubischen Gründen jeweils die Finger davon, vier dieser Teams krönten sich danach zum Stanley-Cup-Sieger.

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Josi und Weber im siebten Himmel

Mittendrin im ganzen Trubel: Die beiden Schweizer Roman Josi und Yannick Weber. Für die beiden geht mit dem Einzug in den NHL-Final ein nie für möglich gehaltener Kindheitstraum in Erfüllung. «Ich schaute früher oft mit meinen Kollegen den Final. Dass ich jetzt selber in diesem Final spielen werde, ist toll. Ein Traum wird wahr», sagte Josi nach der Partie.

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Weber: «Die Emotionen waren riesig»

2:32 min, vom 23.5.2017

Sendebezug: Radio SRF 3, Bulletin von 06:00 Uhr, 23.05.2017