Washington dominiert – und hadert

Die 3. Niederlage in Folge bringt Washington in den NHL-Viertelfinals in Zugzwang. Nach dem 2:3 in der Overtime bei Pittsburgh würde jeder weitere Ausrutscher das Out bedeuten.

(Quelle: nhl.com)

Das abrupte Ende hat überhaupt nicht zum Geschehen auf dem Eis gepasst. So waren die Capitals in allen Bereichen der Partie überlegen. Ihr Handicap: Sie konnten ihre Dominanz nicht in Tore ummünzen.

Prompt wurde ihnen die Quittung dafür präsentiert. Pittsburghs schwedischer Stürmer Patric Hörnqvist erwischte Washington-Keeper Braden Holtby nach 2:31 Minuten der Verlängerung zwischen den Beinen zum siebringenden 3:2. Damit führen die Penguins in der Best-of-7-Serie gegen den Qualifikationssieger mit 3:1.

Das Ding umdrehen

Hörnqvist heimste hinterher die Lorbeeren ein. «Es fällt schwer, diesen Burschen nicht zu mögen», sagte Pittsburgh-Coach Mike Sullivan mit einem Schmunzeln. Und weiter schwärmte er von seinem 29-jährigen Schützling: «Er liebt Hockey, er liebt den Wettkampf. Er sprüht vor Energie.»

Auf der anderen Seite blieb Washington-Star Alexander Owetschkin, der seit seiner Ankunft in der US-Hauptstadt 2005 noch nie über die Viertelfinals hinausgekommen ist, wirkungslos. Dennoch gab er sich mit Blick auf die Fortsetzung des Duells kämpferisch. «Unser Team hat einen unglaublichen Charakter.»

Er erinnerte an letzte Saison, als sein Team in den Playoffs eine 3:1-Führung gegen die New York Rangers noch aus der Hand gab. «Wir müssen uns an diese Erfahrung klammern und das Ding einfach zu unseren Gunsten umdrehen», forderte Captain Owetschkin.

Sendebezug: Radio SRF 1, Morgenbulletin, 05.06.2016 07:08 Uhr