Disziplinierte Nati feiert Sieg gegen Weissrussland

Die Eishockey-Nati hat an der WM in Paris auf die erste Niederlage gegen Gastgeber Frankreich reagieren können. Gegen Weissrussland setzten sich die Schweizer souverän mit 3:0 durch.

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Nati mit klarem Sieg gegen Weissrussland

1:33 min, vom 10.5.2017
  • Schäppi erzielt den 2. Schweizer Powerplay-Treffer an dieser WM
  • Dank dem Sieg gegen Weissrussland darf die Nati wieder vom Viertelfinal träumen
  • Die Schweiz hat nun zwei spielfreie Tage, ehe sie am Samstagabend (20:10 Uhr SRF zwei) auf Kanada trifft.

Mit einem 2:0-Vorsprung und dem Wissen, dass der Gegner offensiv bislang praktisch gar nichts zustande gebracht hatte, nahm die Schweiz das Schlussdrittel in der Bercy-Arena in Angriff. Das Fischer-Team schien aus den vergangenen Partien die richtigen Schlüsse gezogen zu haben.

Denn trotz des Polsters hielt die Nati die Geschwindigkeit und den Druck hoch – und wurde belohnt. Cody Almond sorgte in der 48. Minute mit einer schönen Aktion für die Entscheidung. Vom rechten Flügel kommend drosch der Schweiz-Kanadier die Scheibe in die weite Torecke.

Schäppi trifft zum 1:0

0:37 min, vom 10.5.2017

Defensiv abgeklärt

Zum Mann des Spiels wurde Keeper Leonardo Genoni ausgezeichnet, der erneut den Vorzug vor Jonas Hiller erhalten hatte. Der SCB-Meistergoalie feierte seinen 2. Shutout und stand mit seiner Leistung sinnbildlich für die äusserst abgeklärte und solidarische Defensivarbeit der Schweiz.

Offensiv geduldig

Ein Selbstläufer war die Partie für die Schweiz dennoch nicht. Gegen körperlich robuste Weissrussen tat sich die Nati offensiv zuerst schwer. Erst mit Fortdauer der Partie kreierten die Schweizer Torchancen, scheiterten aber immer wieder an Keeper Kevin Lalande. Den Bann brach schliesslich Reto Schäppi (18.), der im 3. Powerplay einen Abpraller verwerten konnte.

Zwei Tage Pause, dann geht's richtig los

Auch im Mitteldrittel benötigten die Schweizer eine Weile, ehe sie den knappen Vorsprung ausbauen konnten. Gaëtan Haas, Vincent Praplan und Romain Loeffel kamen allesamt nicht an Lalande vorbei.

Ambühls wuchtiges 2:0

0:25 min, vom 10.5.2017

Erst als dieser nach einem schönen Backhand-Pass von Denis Hollenstein nicht schnell genug wieder auf seiner Position war, schlug es zum 2. Mal hinter ihm ein. Andres Ambühl (36.) hämmerte den Puck aus zentraler Position unter die Latte.

Nach 4 Spielen steht die Schweiz damit mit 9 Punkten da und darf weiter von den Viertelfinals träumen. Mit Kanada (am Samstag), Finnland und Tschechien warten nun allerdings die «harten Brocken».

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 10.05.2017, 16:00 Uhr