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WM Schweiz ringt Dänemark nieder

Die Schweiz gewinnt das 3. WM-Gruppenspiel gegen Dänemark mit 3:2 in der Overtime. Die 3. Niederlage des Turniers schien schon Tatsache.

Ein Sieg in der regulären Spielzeit hatte Coach Patrick Fischer vor dem so wichtigen Spiel gegen die Dänen gefordert. Nach einer wundersamen Aufholjagd resultierten letztlich 2 Punkte.

Blum mit der Erlösung

Wie schon in den ersten beiden Gruppenspielen mussten die Schweizer einem Rückstand nachrennen. Wie zuletzt gegen Norwegen lag man mit 2 Toren zurück – und kehrte zurück. Eric Blum erlöste die Nati mit seinem Tor in der Overtime. 52,6 Sekunden vor Ende der Verlängerung traf der Verteidiger nach einem gewonnenen Bully von Andres Ambühl mit einem Weitschuss.

Legende: Video «Bully, Tor: Blum trifft in der Overtime» abspielen. Laufzeit 0:58 Minuten.
Vom 10.05.2016.

Nach dem 0:2 im Startdrittel hatte es lange nicht nach einer erfolgreichen Aufholjagd ausgesehen. Doch der zuletzt viel gescholtene Yannick Weber (50.) und Nino Niederreiter 2:02 Minuten vor Schluss erzwangen die Overtime.

Beide Gegentore in Unterzahl

Der Auftritt der Schweizer war zwar engagiert, aber alles andere als berauschend. Zu denken geben dürfte Coach Fischer mit Sicherheit das Verhalten im Boxplay. 2 Mal schlug der vermeintliche Aussenseiter in Überzahl zu:

  • 8. Minute: Storm lenkt einen Schuss von Daniel Nielsen unhaltbar für Goalie Reto Berra ab.
  • 19. Minute: Ausgerechnet der ehemalige Bieler Nikolaj Ehlers trifft sehenswert in den Winkel.
Legende: Video «Raphael Diaz: «Powerplay und Boxplay können wir noch verbessern»» abspielen. Laufzeit 1:20 Minuten.
Vom 10.05.2016.

Die Schweizer agierten in der Folge verunsichert. Symptomatisch war die Aktion, als Simon Moser Teamkollege Dubois bei einer Befreiungsaktion mit dem Stock im Gesicht traf. Im Abschluss agierte man lange harmlos – bis Weber den Bann brach.

Für den «Weckruf» war zuvor Ambühl besorgt gewesen. Der Davoser checkte Dänemarks Star-Verteidiger Jensen in der 44. Minute so hart, dass dieser vom Eis musste (siehe Video unten). Beim 24-Jährigen wurde im Spital eine Gehirnerschütterung diagnostizierte. Gemäss Angaben des dänischen Teams ist die WM für ihn gelaufen.

Das Fazit von SRF-Experte Christian Weber.
Legende: «What's up Chrigel» Das Fazit von SRF-Experte Christian Weber. SRF

Nun wartet Lettland

Für die Schweiz steht am Mittwoch hingegen bereits das nächste Schicksalsspiel an. Gegen die noch sieglosen Letten müssen möglichst 3 Punkte her. Denn danach warten mit Russland, Schweden und Tschechien ganz andere Kaliber. Die Schweiz kommt nach 3 Spielen «nur» auf 4 Punkte.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 10.5.2016, 15:00 Uhr

30 Kommentare

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  • Kommentar von Fabio Del Bianco, Spiez
    Vielleicht klappt es gegen die sogenannt "Grossen" besser. Ich würde das der Schweizer-Nati noch zutrauen. Im Eishockey scheint mir das möglich.
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    1. Antwort von Adrian Flükiger, Bern
      @Del Bianco: Da ist definitiv was Wahres dran - als vermeintlicher nicht Favorit spielt es sich in der Regel leichter und es sind auch die besseren Spiele zum zuschauen. Was mir auf den Sack geht, ist diese übersteigerte Erwartungshaltung welche die Moderatoren von SRF und jene der scheibenden Zunft verbreiten. Die Differenz zu den vermeintlich kleinen Gegner ist heute verdammt klein. Das läuft alles auf Augenhöhe! Da kannst Du auch problemlos die Arschkarte ziehen...
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  • Kommentar von Hoc Key, Zürich
    Der Pessimisten-Bus ist wieder einmal angekommen... Ich fand das Schweizer Spiel anfangs auch schwach. Aber im 3en Drittel waren die Schweizer dominant. Wenn sie nun den Schwung mitnehmen können, sind eventuell kleine Wunder gegen Russland oder die Schweden möglich. Ich glaube an euch, HOPP SCHWIIZ
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  • Kommentar von Adrian Flükiger, Bern
    Für Ambühls Check empfehle ich - unter Berücksichtigung der hiesigen Standards - 10 Spielsperren! Für die Untat von Moser am eigenen Mann würde ich als Clubverantwortlicher im Nachgang den Einzelrichter ansetzen und solange ein Gestürm am kochen halten, bis er mindestens für 2 Spiele zuschauen muss.
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    1. Antwort von Davide Weber, Zürich
      10 Spielsperren für einen einfachen Bandencheck? Wen man das so sanktionieren würde dan wären ja so ziemlich alle Spieler gesperrt. Das ist Eishockey und nicht Fussball
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    2. Antwort von Peter Bänziger, D 71277 Rutesheim
      Dann hätte der SCB nach drei Spielen in den Playoffs keine Mannschaft mehr gehabt.
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    3. Antwort von Tom Strauss, Olten
      @Weber+Bänziger: Herr Flükiger bezieht sich auf die seltsame Anwendung von Strafen im Schweizer Eishockey, wo (wilkürlich?) Spielsperren en masse - oder dann gar keine - verteilt werden. Und wo ein Spieler sogar noch NACH SAISONENDE zwei Spielsperren erhält...
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