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WM USA: Mit Youngsters zum Erfolg?

Die Amerikaner spielen an der WM in Tschechien mit einem sehr jungen Team ganz gross auf. Die jugendliche Lockerheit des Schweizer Viertelfinal-Gegners birgt aber auch Gefahren.

Verglichen mit den Auswahlen von Kanada und Russland sind es nicht die ganz grossen Namen, die das 25-köpfige Kader der Amerikaner zieren. Auf den ersten Blick fehlen die Stars, die Ausnahmekönner wie Sidney Crosby oder Jewgeni Malkin.

Doch aufgepasst: In der Gruppe B mit den Eishockey-Grossmächten Russland und Finnland haben sich die US-Boys still und leise den ersten Rang gesichert. Die Finnen schlugen sie mit 5:1, gegen die «Sbornaja» gab es einen 4:2-Erfolg zu feiern.

Junge «Wilde» sollen es reissen

Diese Vorrunden-Erfolge kommen nicht von ungefähr. Die Amerikaner sind hungrig, spielen wuchtig und mit beeindruckender Zielstrebigkeit nach vorne. Ein Grund für ihre unverkrampfte und lockere Spielweise ist sicherlich ihr extrem junges Kader. Der Altersschnitt im amerikanischen Team beträgt nicht einmal 24 Jahre, fünf Akteure sind in College-Mannschaften engagiert. Darunter auch Jack Eichel, der in seiner Heimat als grosse Nachwuchshoffnung gehandelt wird. AHL-Goalie Connor Hellebuyck gehört die Zukunft.

Legende: Video Die letzten WM-Duelle gegen die USA abspielen. Laufzeit 1:38 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 13.05.2015.

Mit dem Team, gegen welches die Schweizer Nati 2013 im WM-Halbfinal glatt mit 3:0 gewann, hat die aktuelle Truppe eigentlich nichts mehr gemein. Hurricanes-Verteidiger Justin Faulk ist der einzige, der damals schon auf dem Eis stand.

Reicht die Erfahrung?

Obwohl die jungen «Wilden» – von denen Acht die bekannte Akademie in Ann Arbor durchliefen – sich mit NHL-Profis wie Brock Nelson (New York Islanders), Captain Matt Hendricks (Edmonton), Nick Bonino (Vancouver), Seth Jones (Nashville Predators) und Torey Krug (Boston Bruins) sehr gut ergänzen und eine homogene Gruppe bilden, ist auch bei den USA nicht alles Gold was glänzt.

Die auf den ersten Blick tadellose Vorrunde hatte auch ihre Schattenseiten. Gegen die vermeintlich «Kleinen» wie Dänemark (1:0-Sieg), Norwegen (2:1-Sieg), Slowenien (3:1-Sieg) und Weissrussland (2:5-Niederlage) taten sich die Amerikaner schwer. «Viele tragen das rot-weiss-blaue Trikot zum ersten Mal. Ihnen fehlt international noch die Erfahrung», merkt der amerikanische Coach Todd Richards kritisch an.

Vielleicht liegt die Schweizer Chance im Viertelfinal genau in dieser Unerfahrenheit des Gegners. Wie reagieren die jungen Talente wohl, wenn sie plötzlich in Rückstand geraten?

Sendebezug: SRF zwei, «sportlive» 12.5.2015, 20:00 Uhr

1 Kommentar

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  • Kommentar von John Berger-Rees, Kalifornien
    Ich finde die Premise dieses Artikels doof. Diese WM ist uns eigentlich egal. Von diesen NCAA-Talenten und 3. Klasse NHL Spielern (mit ein paar wenigen namhaften Ausnahmen) erwartet niemand sehr viel, auch wenn sie doch anscheinend viel können (das spricht eher für die Schwäche unserer bisherigen Gegner). Wenn Überhaupt, zählt für uns einzig und allein die Olympiade. Als die Schweiz die USA 2013 schlug, stand ein Juniorenspieler im Goal, das zeigt allein wie wenig Ernst wir diesen Event nehmen.
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