Zum Inhalt springen

Header

Zur Übersicht von Play SRF Audio-Übersicht

2:3-Niederlage gegen Dinamo Thuns Traum von der Champions League platzt in der Verlängerung

  • Der FC Thun verliert bei Dinamo Zagreb mit 2:3 nach Verlängerung und scheitert in der 2. Quali-Runde der Champions League.
  • Die Berner Oberländer verspielen nach einem Platzverweis gegen Captain Marco Bürki einen 2:0-Vorsprung.
  • Die Entscheidung zugunsten Zagrebs fällt erst in der 112. Minute nach einem Sonntagsschuss.

Nach 112 Minuten im Rückspiel war es dann doch noch passiert: Der FC Thun lag erstmals im Duell mit Dinamo Zagreb im Rückstand. Moris Valincic fasste sich aus der Distanz ein Herz und traf mit einem Traumtor zum 3:2 für die Kroaten. 8 Minuten vor Ende der Verlängerung fiel so das goldene Tor für Dinamo, das sich in einem engen Duell gegen den Schweizer Meister mit 4:3 im Gesamtskore durchsetzte.

Der Siegtreffer für das Heimteam war angesichts der Torchancen verdient. Die meisten dieser Torchancen hatten sich die Kroaten aber erst herausgespielt, als sie ab der 67. Minute in Überzahl spielen durften. Der Thuner Captain Marco Bürki war wegen einer Notbremse des Feldes verwiesen worden. Zu diesem Zeitpunkt hatte Thun noch mit 2:0 geführt, doch der Platzverweis sollte der Anfang vom Ende sein.

Starker Auftakt

Die Partie hatte für die Thuner optimal begonnen. Schon nach 4 Minuten stellten die Gäste das Publikum in Zagreb ruhig. Brighton Labeau schob eine flache Hereingabe von Neuzugang Nassim Zoukit, der von Aarau gekommen war, aus wenigen Metern zum 1:0 über die Linie. In der 22. Minute war es dann Bürki, der eine Flanke von Fabio Fehr am zweiten Pfosten einköpfelte.

Es war alles angerichtet für den Auswärtssieg – bis zur 67. Minute und zur roten Karte Bürkis. Der Captain hatte den Ball kurz vor dem eigenen Strafraum selbst vertändelt und anschliessend seinen Gegenspieler in aussichtsreicher Position zurückgehalten. Nach Intervention des VAR änderte der Schiedsrichter seine ursprüngliche Entscheidung von Gelb auf Rot.

Zwei Kopfball-Gegentreffer

Knapp 10 Minuten nach dem Platzverweis hatten die Kroaten die Partie bereits ausgeglichen. Erst traf Toptorjäger Dion Beljo (74.), dann Mittelfeldspieler Lukas Kacavenda (78.). Beide Gegentreffer fielen per Kopf, obwohl der FC Thun eigentlich noch genügend Verteidiger im Strafraum gehabt hatte.

Danach versuchte sich der Schweizer Meister irgendwie in die Verlängerung zu retten. Dort zeigte sich nur noch Michael Heule offensiv, doch sein Schuss zischte vorbei. Auf der anderen Seite rettete Goalie Niklas Steffen mehrfach – bis gegen den Abschluss von Valincic kein Kraut mehr gewachsen war.

So geht's weiter

Nach dem Out in der Champions League geht es für Thun in der 3. Quali-Runde der Europa League weiter. Dort treffen die Berner Oberländer auf den Verlierer des Duells zwischen Vikingur Reykjavik (ISL) und Hapoel Be'er Scheva (ISR). Das Hinspiel haben die Isländer mit 2:1 gewonnen, die Entscheidung fällt am Mittwochabend.

Am Wochenende muss Thun aber noch in der Super League ran. Am Samstagabend (ab 20:30 Uhr live bei SRF) steht das Derby gegen YB auf dem Programm.

Übersicht

SRF zwei, sportlive, 28.07.2026, 19:50 Uhr ; 

Meistgelesene Artikel