Tausende heissblütige Fans werden am Dienstagabend im Stadion Maksimir sein. Dann, wenn der FC Thun im Rückspiel der 2. CL-Qualifikationsrunde auf Dinamo Zagreb trifft. Beim 1:1 im Hinspiel zeigte der Schweizer Meister schon einmal, dass er mit dem vermeintlich übermächtigen Gegner mithalten kann.
Doch auswärts braucht es noch einmal eine Steigerung – und einen Sieg, um im Kampf um die Champions League weiter im Rennen zu bleiben. In Zagreb erwartet die Berner Oberländer ein echter Hexenkessel: Bereits das Hinspiel lieferte eine Kostprobe darauf, was das Team von Gian-Luca Privitelli im Maksimir mit rund 35'000 Plätzen erwarten wird. Schon in Thun waren mehrere Tausend Dinamo-Fans im Stadion.
Was setzt sich durch: Spielrhythmus oder Pause?
Umso wichtiger ist deshalb, dass der FCT mit Rückenwind nach Kroatien reist. Mit einem 3:1-Auswärtssieg in Luzern glückte dem Meister der perfekte Saisonstart in der Super League. Und dies, obwohl im Vergleich zum Spiel gegen Zagreb gleich auf acht Positionen gewechselt worden war. Während Thun innert einer Woche zum Saisonauftakt drei Spiele bestreitet, pausiert die kroatische Liga noch – Dinamo Zagreb geht also mit 90 Minuten weniger in den Beinen ins Rückspiel.
Klar ist: Mit einem Sieg würde Thun in der 3. Qualifikationsrunde entweder auf den färöischen Meister Klaksvik oder das beste Team Litauens der vergangenen Saison, Kauno Zalgiris, treffen (0:0 im Hinspiel). Bei einer Niederlage ginge es in der Qualifikation für die Europa League gegen Vikingur Reykjavik aus Island oder den israelischen Klub Hapoel Be'er Sheva weiter (2:1).
Um den Namen des Gegners zu kennen, wird sich Thun aber so oder so noch einen Tag gedulden müssen. Die beiden Spiele der vier möglichen Gegner finden erst am Mittwoch statt.