Zum Inhalt springen

Champions League Müllers fataler Fehlschuss

Beim Stand von 1:0 tritt Thomas Müller gegen Atletcio Madrid zum Elfmeter an – und verschiesst. Es war der Anfang vom Ende für die Bayern.

Legende: Video «Müllers Abend gegen Atletico» abspielen. Laufzeit 1:03 Minuten.
Vom 04.05.2016.

Thomas Müller machte vieles richtig an diesem Abend: Er kurbelte das Offensivspiel der Bayern an. Er gewann Zweikämpfe. Er legte uneigennützig zweimal für Robert Lewandowski auf. Er stiftete in der Atletico-Mauer Unruhe und ermöglichte Xabi Alonsos 1:0. Er rackerte bis in die 96. Minute.

Aber – Müller machte eben auch etwas falsch: Er verschoss in der 34. Minute den Penalty, den Bayern 2:0 in Führung gebracht hätte. Der 26-Jährige versuchte, Goalie Jan Oblak «auszugucken». Der Slowene blieb aber lange stehen, wählte die richtige Ecke und wehrte den Schuss ab. «Ein Elfmeter, der nicht reingeht, ist kein guter Elfmeter», sagt Müller nach dem Spiel lapidar.

Wir haben vieles richtig gemacht und ein bisschen etwas falsch.
Autor: Thomas Müller

So avancierte Müller zur tragischen Figur bei den Bayern. Er, der im Hinspiel bis zur 70. Minute auf der Bank schmorte, was viele Fans und Experten nicht verstanden und wofür sich Trainer Pep Guardiola rechtfertigen musste.

«Der Fussball ist manchmal extrem. Wir haben vieles richtig gemacht und ein bisschen etwas falsch», sagte Bayerns Identifikationsfigur am Dienstagabend in den Katakomben der Allianz Arena. Er meinte damit die Mannschaft. Die Aussage traf aber vor allem auch auf seine persönliche Leistung zu.

Torres macht den Müller – ohne Konsequenzen

Klar, auch Fernando Torres verschoss einen Elfmeter. Und erst noch auf praktisch identische Weise wie Müller. Nur, darüber spricht am Ende niemand. Denn Torres steht im Champions-League-Final. Und Müller nicht.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 3.5.16, 20:00 Uhr

16 Kommentare

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Alberto da Vinci, Pratteln
    Das aus hat ganz alleine Guardiola zu verantworten. Im Hinspiel hat er sich mit der nicht Aufstellung von Müller und Ribery verpokert. Ich verspüre keine Schadenfreude das Bayern ausgeschieden ist. Aber einem mag ich das Aus besonders gönnen Pep Guardiola.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Jim James, Zürich
    Gestern war doch ein wunderbares Spiel. Atletico wie immer kompromisslos und brutal, hat mit Bayern den Gegner gefunden, der sich dem Kampf stellt. Nicht schöner Fussball, aber extrem hart und intensiv. Das gehört zum Fussball auch dazu. Fussball ist ein vielseitiges Spiel und viele Wege führen nach Rom, oder dieses Jahr nach Mailand.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Stefan Arnold, Unterschächen
      Antwort an James wenn das der Fussball der nächsten Zeit sein soll dann ist das wirklich bedenklich und da kommt nichts gutes dabei zum Vorschein. Es wird auch noch viel mehr Verletzungen geben und das kann es ja nicht sein.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Tom Stone, Ennetmoos
    Emotionen im Fussball gehören dazu. Aber in jedem wichtigen Spiel kippt das ganze sehr schnell. 2 Penalties, Rudelbildung, Spielverzögerung und ein Zampano an der Seitenlinie machen den Sport nicht wirklich attraktiver. Da wären Spieler und Coaches schon in der Vorbereitung gefordert. So ist zuschauen ein "Chnorz".
    Ablehnen den Kommentar ablehnen