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United-Tormaschine polarisiert Mag denn niemand Lukaku?

Romelu Lukaku ist die Lebensversicherung von Manchester United. Allen recht kann er es trotzdem nicht machen.

Lukaku jubelt
Legende: Beim Torjubel Romelu Lukaku. Getty Images

Manchester United kann mit 2 Niederlagen aus den ersten 5 Spielen mit dem Saisonstart nicht zufrieden sein. Einer wusste trotzdem zu brillieren: Romelu Lukaku.

Der Belgier zeigte sich in hervorragender Form und erzielte bereits 4 Tore. Nach dem letzten Spiel in Watford, wo Lukaku als Torschütze und Vorkämpfer glänzte, fand sein Trainer José Mourinho nur lobende Worte: «Lukakus Grätsche nach einem 50-Meter-Sprint zeigt mir den Geist der Mannschaft.»

Lukaku tackelt
Legende: Beim besagten Tackling nach 50-Meter-Sprint in der Schlussphase Lukaku zeigt kämpferischen Einsatz. Imago

In Manchester ist man mehr als zufrieden mit der Leistung des 1,90-Meter-Hünen. Anders sieht dies in seinem Heimatland Belgien aus. «Ich weiss nicht, warum mich manche Landsleute scheitern sehen wollen», äusserte sich Lukaku vor der WM 2018.

Polarisierende Aussagen

Einige Belgier dürften sich wohl an seinen Äusserungen stören. Ein kleines Beispiel von Lukaku lautet:

Die Leute im Fussball lieben es, über mentale Stärke zu reden. Nun, ich bin der stärkste Typ, den du jemals treffen wirst.

Um seine Worte einordnen zu können, hilft ein Blick in die Vergangenheit. Die Familie Lukaku lebte in ärmlichen Verhältnissen und konnte sich laut Angaben des ManUnited-Stürmers als tägliche Mahlzeit nur Brot und Milch leisten.

«Ich habe zu meiner Mutter im Alter von 6 Jahren gesagt, dass ich für Anderlecht Fussball spielen werde und alles gut kommt», blickt Lukaku zurück.

Spielt er mit 27 Jahren nicht mehr für Belgien?

Tatsächlich behielt er recht und biss sich durch. Mittlerweile ist er laut transfermarkt.ch satte 100 Millionen Euro wert und belgischer Nationalspieler. Letzteres könnte jedoch schon bald wieder der Vergangenheit angehören.

Zuletzt gab Lukaku bekannt, nach der EM 2020 zurücktreten zu wollen. Er wolle die Verantwortung für die nächste WM den jüngeren Spielern übertragen. «Im Moment bin ich noch nicht im besten Alter, also sehe ich sie immer noch als Konkurrenten. Aber in 2 Jahren können sie meine Position einnehmen», meinte er zur Situation in der belgischen Nationalmannschaft.

Bei Manchester United wartet nun vorerst die Champions League und damit auch die Berner Young Boys. Tor, Grätsche oder scharfe Worte: Man darf gespannt sein, was Lukaku in Bern alles zeigen wird.

Sendebezug: SRF zwei, «sportaktuell», 17.09.2018, 22:35 Uhr.

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