Unter normalen Umständen hätte Lugano die Reise in den Kosovo zum Rückspiel der 2. Quali-Runde zur Conference League in Pristina gegen Dukagjini entschieden entspannter antreten können. Doch die Tessiner sündigten im Hinspiel am vergangenen Donnerstag im Abschluss.
Das Team von Trainer Mattia Croci-Torti erspielte sich hochprozentige Torchancen en masse, brachte im ersten Pflichtspiel der Saison und bei Luganos Premiere im neuen Stadion aber nur ein einziges Tor durch Renato Steffen zustande.
Siegreich, aber nicht ohne Makel
Weil die Luganesi gegen den kosovarischen Underdog nicht viel zuliessen, steigen sie am Mittwoch immerhin mit einem 1:0-Mini-Vorsprung ins Rückspiel. Dukagjini wird sich aber durchaus Hoffnungen auf eine Wende ausrechnen. Der amtierende Cupsieger im Kosovo dürfte mitbekommen haben, dass Lugano am Sonntag in der heimischen Meisterschaft gegen Aufsteiger Vaduz teils grosse Schwierigkeiten bekundete.
Zwar zeigte sich der Super-League-Dritte der Vorsaison in der Offensive – anders als noch wenige Tage zuvor in der Europacup-Quali – äusserst effizient und erzielte aus wenigen Torchancen zwei Treffer. In der Defensive hingegen brannte es bei Lugano wiederholt lichterloh. In der Schlussphase mussten Croci-Tortis Schützlinge gegen dezimierte Vaduzer gar noch den 2:1-Sieg erzittern.
Nächster Gegner käme wohl aus Slowenien
Sollte Lugano seiner Favoritenrolle gegen Dukagjini gerecht werden und weiterkommen, würde in der 3. Quali-Runde wohl der FC Koper warten. Der slowenische Vizemeister hat das Hinspiel gegen Runavik, den Dritten der färöischen Meisterschaft, auswärts mit 2:0 für sich entschieden.