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EM-Qualifikation Charaktertest im «6-Punkte-Spiel»

Mit einem Heimsieg gegen Slowenien kann die Schweizer Nationalmannschaft einen grossen Schritt Richtung EM-Qualifikation machen. Anders als beim Hinspiel vor einem Jahr müssen die favorisierten Schweizer allerdings ihr Potenzial ausschöpfen.

Legende: Video Nati vor dem EM-Quali-Spiel gegen Slowenien abspielen. Laufzeit 2:37 Minuten.
Aus sportaktuell vom 04.09.2015.

3 Punkte beträgt das Schweizer Polster auf Slowenien, den ärgsten Verfolger um den sicheren EM-Startplatz. Das Direktduell am Samstag im Basler St.-Jakob-Park wird damit zum vorgezogenen Endspiel. Mit einem Sieg käme das Team von Vladimir Petkovic der EM-Qualifikation einen grossen Schritt näher.

Slowenien hat vielleicht noch mehr Druck als wir.
Autor: Vladimir Petkovic
Legende: Video Vladimir Petkovic vor dem Slowenien-Spiel abspielen. Laufzeit 2:26 Minuten.
Vom 04.09.2015.

Für die Slowenen ist die Partie am Samstag jedoch fast wichtiger als für die Schweizer. Petkovic sieht sein Team deshalb in der komfortableren Situation: «Slowenien hat vielleicht noch mehr Druck als wir. Sie müssen punkten, wenn sie weiter um Platz 2 kämpfen wollen.»

Gewinnen die Schweizer mit mindestens 2 Toren Vorsprung, wären sie kaum mehr von diesem 2. Rang zu verdrängen. Ein Pflichtsieg im Oktober gegen San Marino vorausgesetzt.

Jetzt werden wir wirklich gefordert. Zuletzt spielten wir gegen Teams, die wir alle besiegen mussten.
Autor: Stephan Lichtsteiner

Für die Schweiz spricht die Substanz. Das Kader besteht inzwischen fast ausschliesslich aus «Söldnern» der besten Ligen Europas. Mit Steve von Bergen und Breel Embolo sind nur noch zwei Super-League-Spieler dabei.

«Gegen die Slowenen wird man sehen, ob wir wirklich Fortschritte gemacht haben», sagt Stephan Lichtsteiner. Das Duell taxiert der Juventus-Verteidiger als Charaktertest: «Jetzt werden wir wirklich gefordert. Zuletzt spielten wir gegen Teams, die wir alle besiegen mussten.»

Vielleicht überschätzten wir uns eine Spur. Wir hatten generell zu viel vor.
Autor: Granit Xhaka

Der Routinier hat den zuletzt nervenaufreibenden Auftritt in Litauen (2:1 nach spätem Umschwung) nicht vergessen: «Wir haben etwas gutzumachen.» Dies hatten die Schweizer schon vor einem Jahr. Den Fehlstart unter Vladimir Petkovic mit 2 Niederlagen korrigierten sie mit zuletzt 4 Quali-Siegen in Folge.

«Vielleicht überschätzten wir uns eine Spur. Wir hatten generell zu viel vor. Keiner wollte den neuen Coach enttäuschen, jeder wollte überall sein», sagt Granit Xhaka rückblickend zum missglückten Auftakt in die EM-Qualifikation.

Im Kollektiv zum Sieg

Inzwischen hat sich das Team auch unter Petkovic gefunden. Die Mischung aus Routiniers und jungen Talenten machte das Erfolgsrezept der Schweizer Nationalmannschaft aus. Auch im «6-Punkte-Spiel» gegen Slowenien führt der Weg zum Sieg über das Kollektiv.

Die möglichen Aufstellungen

Schweiz: Sommer; Lichtsteiner, Schär, Klose, Rodriguez; Behrami, Inler, Xhaka; Shaqiri, Seferovic, Mehmedi.

Slowenien: Handanovic; Struna, Ilic, Cesar, Jokic; Kurtic, Stevanovic; Birsa, Kampl, Ilicic; Novakovic.

Sendebezug: SRF zwei, «sportaktuell», 02.09.2015, 22:20 Uhr

Programm-Hinweis

Programm-Hinweis

Am Samstag überträgt SRF zwei ab 20 Uhr das EM-Qualifikationsspiel gegen Slowenien live. Sie können die Partie auch im Radio auf SRF 3 mitverfolgen.

6 Kommentare

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  • Kommentar von Franz Huber, Bülach
    Wenn sie heute gewinnen, reichen nachher 4 Punkte aus den Spielen in England und Estland, und dem Heimspiel gegen San Marino zu Hause, um mindestens einen Punkt vor Slowenien zu bleiben. Das schaffen die schon. Hopp Schwiiz
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  • Kommentar von Mike taison, bern
    Wieso diesen schlechten behrami es gibt viel bessere z.b zuber und schwegler (wenn der noch spielen will für die nati) inlet muss jetz auch nicht sein gerade
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    1. Antwort von Alex Zürcher, Zürich
      Behrami ist enorm wichtig für die Schweizer Nati. Klar, sein Spielstil ist nicht besonders schön anzuschauen, aber was der an Zweikämpfen gewinnt im Mittelfeld…
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    2. Antwort von Fabio Del Bianco, Spiez
      Bin ihrer Meinung (@ Mike taison, Bern). Doch solange es gut geht, werden einige stillschweigend akzeptieren, dass ein Behrami und ein Inler in der Startformation stehen. Ich absolut kein Fan der Beiden. Lasse mich jedoch gerne eines Besseren belehren. Wenn die Beiden heute Abend bspw. mal gute und auch positiv entscheidende Szenen hätten, wäre ein Anfang gemacht.
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  • Kommentar von Leandro Irarragorri, Herrliberg
    wir werden uns für diese em problemlos qualifizieren. deprimierend finde ich nur, all den leidenschaftlichen teams, wie wales, island usw. zuzusehen. diesen kampfgeist und siegeswillen sehe ich bei unserer nati einfach nicht. das hat nichts mit den secondos usw. zu tun (bin selbst einer). mit dem guten herr meier aus oberrieden würde das genau gleich aussehen, nur das es nur noch wenige "meier's" im CH-"spitzenfussball" gibt. das ganze sieht leider eher nach hitzfeld-angsthasen-fussball aus.
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    1. Antwort von Kevin, Zürich
      @Irarragorri: Gut geschrieben. Ich denke, wir sollten dem Team um V. Petkovic Zeit geben. Mit der Nationalmannschaft trainiert man nun mal nicht das ganze Jahr über, somit gewöhnt man sich viel langsamer an eine neue Taktik und Spielweise als im Clubfussball. Ich bin optimistisch, ich weiss.
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