Heusler: «Ich habe grossen Respekt vor dieser Mannschaft»

Spieler und Funktionäre des FC Basel waren nach der nervenaufreibenden Partie gegen Salzburg sichtlich abgekämpft - und überglücklich. Den Einzug in die Viertelfinals der Europa League schafften die Basler mit einer einzigartigen Mischung aus Kampfgeist und der Coolness eines Europacup-Veteranen.

Die Basler zeigten in Salzburg fast schon unheimliche Nehmer-Qualitäten. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Abgekämpfte Sieger Die Basler zeigten in Salzburg fast schon unheimliche Nehmerqualitäten. Keystone

«Wir haben gezeigt, dass wir ihre Offensive kontrollieren können», hatte FCB-Trainer Murat Yakin Positives aus dem torlosen Hinspiel zu Hause mitzunehmen versucht. In Salzburg sah es lange so aus, als wäre davon nicht allzu viel übrig geblieben: Der Schweizer Meister musste sich nach 50 Minuten glücklich schätzen, nicht mit 2 oder gar 3 Toren im Hintertreffen zu liegen.

Heusler: «Sportlich unglaublich wertvoll»

Auch FCB-Präsident Bernhard Heusler war froh, dass die Partie nicht bereits mit dem Pausenpfiff entschieden war. Dann aber habe man sich zurück gekämpft - gleichzeitig seien dem Gegner die Ideen ausgegangen. Den Prestige-Erfolg im Duell gegen das Team der Stunde in der Europa League bezeichnete Heusler als «unglaublich wertvoll»: «Wir wussten, ganz Fussballeuropa schaut auf dieses Duell, am Anfang lief alles gegen uns. Ich habe grossen Respekt vor dieser Mannschaft.»

Europa League: Marco Streller («sportlive»)

1:58 min, vom 20.3.2014

Streller: «Unglaublich solidarischer Auftritt»

Captain Marco Streller, der die Basler mit seinem 1:1-Kopfballtreffer unverhofft zurück ins Spiel brachte, sprach von einer «unglaublich solidarischen Teamleistung. Gegen eine Mannschaft, die in Europa diese Saison noch kein Spiel verloren hat, in Unterzahl eine solche Leistung abzuliefern und verdient zu gewinnen - grossartig.»

Einen Yann (Sommer) in «Normalform» - womit er scherzhaft Weltklasse meinte - habe es aber zum Weiterkommen gebraucht. Natürlich habe man auch das Glück beanspruchen müssen. Vielleicht sei aber auch die internationale Erfahrung durchgekommen, mit der man das Wettkampfglück erzwungen habe.

Europa League: Yann Sommer («sportlive»)

1:44 min, vom 20.3.2014

Sommer: «Wussten, dass es keine Schulreise wird»

Keeper Sommer, der Basel mit mehreren Glanzparaden im Spiel und schliesslich auch den Sieg fest hielt, war ob des Salzburger Offensiv-Spektakels nicht überrascht: «Wir wussten, dass es hier keine Schulreise wird. Salzburg legte beim Offensivpressing noch einmal eine Schippe drauf, viel schlechter hätte die Partie mit der roten Karte nicht beginnen können.»

«Wir gaben aber nie auf, haben immer weiter gekämpft.» Sommer schloss seine Analyse mit einem Kompliment an den Gegner - und einem noch grösseren an die eigene Mannschaft: «Es war ein harter Brocken - es macht eine grosse Mannschaft aus, dass sie auch solche Teams eliminiert.» Über grosse Brocken wird sich Sommer auch im Viertelfinal nicht beklagen können: Es warten unter anderem Juventus Turin, Porto oder Valencia darauf, vom Schweizer Meister gefordert zu werden.