Zum Inhalt springen

Kein Europa nach 17 Jahren Das Basler Debakel hat historisches Ausmass

Lange ist es her, seit der FC Basel das letzte Mal die europäische Gruppenphase verpasste. Wie kam es so weit?

Legende: Video Basel nach dem Out in der EL-Quali abspielen. Laufzeit 01:33 Minuten.
Aus sportaktuell vom 31.08.2018.

17 Jahre sind vergangen, seit der FC Basel das letzte Mal nicht die Gruppenphase eines europäischen Wettbewerbs erreichen konnte. Streller, Ceccaroni, die Yakin-Brüder und Co. qualifizierten sich damals aufgrund des schlechten Abschneidens in der Saison 2001/02 nicht für das europäische Geschäft.

Wo liegt das Problem?

«In der Kabine war es extrem ruhig. Aber es wäre wichtig, dass auch mal einer sauer ist und eine Flasche in die Ecke knallt», meinte Trainer Marcel Koller laut der Tageswoche nach der Partie. Der FCB-Coach nahm seine Spieler in die Pflicht. Man habe «fast ein bisschen naiv gespielt» und «zu selten die Zweikämpfe gesucht.»

Doch auch Koller muss sich an die eigene Nase fassen. Seine Aufstellung am Donnerstag überraschte mit dem 18-jährigen Noah Okafor und dem eigentlichen Spielmacher Samuele Campo auf den Flügelpositionen. Campo fand nie ins Spiel und wurde zur Pause erlöst. Albian Ajeti, der von vielen in der Startformation erwartet worden war, kam.

Es wäre wichtig, dass auch mal einer sauer ist und eine Flasche in die Ecke knallt.
Autor: Marcel KollerTrainer FC Basel

Ein weiteres Problem stellt die Verletzungssituation dar. Mit Jonas Omlin, Marek Suchy und Valentin Stocker fielen 3 Stammspieler aus. Ausserdem sei der temporäre Suchy-Ersatz Carlos Zambrano noch zu wenig fit für Einsätze.

Diejenigen Stimmen, die den Grund gar nicht bei der unmittelbaren Exekutive sehen, werden ebenfalls immer lauter. Veränderungen in den Strukturen prägen den Klub jetzt bereits seit über einem Jahr stark. Genau seit diesem Zeitpunkt ging es auch mit der Basler Leistung auf dem Platz bergab. Übertriebene Einsparungen und Lobbyismus werden der «neuen» Führung vorgeworfen. Verständlich, dass das Europa-League-Versagen letztlich auch an der Leitung des Klubs festgemacht wird.

Legende: Video Europacup-Saison für Basel beendet abspielen. Laufzeit 02:56 Minuten.
Aus sportaktuell vom 30.08.2018.

Sendebezug: SRF zwei, sportaktuell, 23.08.18, 22:15 Uhr

17 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Marc Hofer (M. Hofer)
    Die einzige und richtige Hoffnung heisst Eric Sarasin, also weg mit Burgener, Streller, Frei und diesen Club wieder in die richtigen Hände, sprich mit einer kompetenten Führung austatten. Wird sicher einen Moment dauern bis dieser riesige Scherbenhaufen aufgeräumt ist, aber danach gibt es sicher wieder Licht am Horizont. Alles andere ist nur Symptombekämpfung und besser wirds nicht, denn die Ursache ist ganz klar „die inkompetente Führung“!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Bruno Froehlich (Bruno Froehlich)
    Wenn Laien die Fuehrung uebernehmen ist der Absturz schon fast Programm. Gute Fussballer leisten Bestes auf dem Rasen, die neue Fuehrungsriege hat das der alten Fuehrung Jahre ueberzeugend bewiesen. Vereine lenkt man mit Kopf und viel Menschenkenntnis. Bestandteil fuer gute Entscheide. Nun haben die ex guten Kicker fast alles falsch gemacht. FCB z.Z. platt. Weitere Neue sind noetig. Koller schaffts nicht allein.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von markus kohler (nonickname)
    Koller hat klar gemacht, dass er Verstärkungen braucht, was machte Streller? Nichts. Wahrscheinlich war er gerade damit beschäftigt, seinen Bonus für die Einsparungen beim Kader zu berechnen. Diese Vereinsführung will gar keinen sportlichen Erfolg, da Erfolg kostet und der eigene Bonus kleiner wird. Ich bin mir sicher, dass die momentane GL den Club eigentlich grounden will und nun absolut auf Kurs ist.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen