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Europa League Mönchengladbach lässt dem FCZ keine Chance

Der FC Zürich ist in der Gruppenphase der Europa League ausgeschieden. Die Stadtzürcher, welche fürs Weiterkommen einen Sieg benötigt hätten, blieben bei Mönchengladbach chancenlos und verloren gegen das Team von Lucien Favre mit 0:3.

Legende: Video Mönchengladbach - FCZ: Die Live-Highlights abspielen. Laufzeit 03:53 Minuten.
Aus sportlive vom 11.12.2014.

Eine halbe Stunde lang hatte der FC Zürich vom Coup in der Europa League träumen dürfen. Doch dann münzte Mönchengladbach seine Überlegenheit in Zählbares um. Ein abgelenkter Querpass wurde zur perfekten Vorlage für Patrick Herrmann; dieser spielte FCZ-Keeper David Da Costa gekonnt aus und schob zum 1:0 ein.

Früher Kecojevic-Ausfall

Den Pass von Oscar Wendt lenkte mit Cédric Brunner ausgerechnet derjenige Spieler ab, der erst seit 8 Minuten auf dem Feld stand. Der 20-Jährige, der diese Saison bislang erst im Cup und 12 Minuten in der Meisterschaft eingesetzt worden war, wurde für den verletzten Ivan Kecojevic eingewechselt. Der Ausfall schmerzte FCZ-Coach Urs Meier umso mehr, als die Innenverteidigung nach dem krankheitsbedingten Ausfall von Alain Nef ohnehin schon geschwächt war.

Doppelpack von Hrgota

Von diesem frühen Rückschlag erholte sich der FCZ nicht mehr. Die Zürcher mussten sich im Borussia-Park klar dominieren lassen und waren mit dem 0:1 zur Pause noch gut bedient. So landete etwa Ibrahima Traorés Schuss nur am Pfosten (38.) und auch Raffael und Herrmann sündigten im Abschluss.

Nach der Pause steigerte sich der Sechste der Bundesliga punkto Effizienz. Nach einer knappen Stunde und schönem Zusammenspiel mit Ex-FCZ-Akteur Raffael erhöhte Hrgota auf 2:0. Und wenige Minuten später doppelte der schwedische Neo-Nationalspieler mit einem gefühlvollen Lob nach.

Legende: Video Villarreal siegt auf Zypern abspielen. Laufzeit 00:33 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 11.12.2014.

Gruppensieg für Mönchengladbach

Der FCZ seinerseits hatte die beste Torchance in der 77. Minute, als ein Distanzversuch Philippe Kochs knapp am Tor vorbeisegelte. Doch es blieb beim 3:0 für die Equipe des ehemaligen FCZ-Coaches Lucien Favre, die damit den Gruppensieg holte. Den 2. Platz in der Gruppe A sicherte sich Villarreal mit einem 2:0-Sieg bei Limassol. Dagegen muss der FCZ weiter warten, um erstmals seit der Saison 2007/08 wieder europäisch zu überwintern.

Da Costa: «Sie waren eine Klasse besser»

Nach der 9. Niederlage in den letzten 12 Europa-Cup-Auswärtsspielen zeigten sich die FCZ-Protagonisten konsterniert. «Wir spielten gegen eine sehr gute Mannschaft», so Zürichs Marco Schönbächler. Glachbach sei in der Bundesliga top, der FCZ in der Super League - «das sind zwei verschiedene Paar Schuhe». Ähnlich fiel die Bilanz von FCZ-Keeper David Da Costa aus: «Es stimmte vieles nicht, da müssen wir ehrlich sein. Sie waren eine Klasse besser.»

Sendebzug: SRF zwei, sportlive, 12.12.14, 18:50 Uhr

12 Kommentare

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  • Kommentar von Reini Styger, 8572 Berg
    Der FCZ war nach dem unglücklich entstandenen 1:0 eine Klasse schlechter als BM. Im Aufbau fehlte die Seele Yapi (Wieser und FCA sei Dank) sowie 5 gestandene, erfahrene Spieler. Berücksichtigt man, dass BM und Villareal inkl. FC Basel zu den 24 besten Teams Europas und somit in die Champions League gehören, was man von Liverpool, Rasgard, Napoli und Sparta Prag nicht behaupten kann, dann kann der FCZ nur in Vollbeseztung an die Türe klopfen, siehe Heimspiele gegen VM und Villareal.
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  • Kommentar von werner heinz, bern
    Als langjähriger FCZ-Fan war ich von der gestrigen "Finalissima" masslos enttäuscht. Einzig Etundi hat bei Züri einen kämpferischen Einsatz geboten; doch war er vorne völlig isoliert, allein gelassen. Und die Jungen wie Elvedi, Brunner etc. waren schlicht überfordert. Nun hat die Mannschaft Zeit, sich zu erholen, eine gute Rückrunde zu spielen und den Cup zu holen. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt ...
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  • Kommentar von Andi, Luzern
    Gestern wurde klar das Niveau von einem Schönbächler aufgezeigt, ein völlig überschätzter Spieler, er spielt 2- 3 gute Spiel und wird direkt in Nati Aufgeboten ein F Frei liefert über Jahre Topleistungen in der königsklasse und ist 3 Wahl in der Nati, ist eine Frechheit!
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    1. Antwort von E. Schönbächler, Einsiedeln
      M. Schönbächler zeigte gestern wahrlich keinen überragenden Match. Aber das trifft auf die ganze FCZ-Mannschaft zu. Kommentator Dani Wyler bemerkte richtig: "Der FCZ geht auf dem Zahnfleisch." Doch das Weiterkommen wurde zu Beginn der Gruppenphase verspielt. Und noch ein Wort zur Nati. Marco Schönbächler und Fabian Frei gehören für mich beide in die Schweizer Auswahl.
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    2. Antwort von Andi, Luzern
      Finde es Schade das man nicht bereit ist sich zu zerreissen wenn man weis es gibt noch 1 Spiel zu spielen, klar hat der FCZ grosses Pech mit den Verletzten! Auch hier hätte der FCB als Vorbild hinhalten können. Muss aber auch ehrlich sein als FCB Fan kann ich leben wenn es gegen Gladbach so herauskommt, da man doch auch für diesen Verein Mitfieber was ich bei Bayern nicht sagen kann! Und natürlich ist es eine gesamt Mannschaftsleistung und nicht die eins einzelnen Spielers.
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    3. Antwort von E. Schönbächler, Einsiedeln
      Nach dem ersten Gegentor war der Match praktisch entschieden. Doch Zürich hat nicht das gleiche Kader wie Basel. Da müssen bei Verletzungen und Sperren junge Spieler eingesetzt werden wie z. B. die beiden Brunner. Da kann es halt mal Fehler geben und eine gewisse Kaltschnäuzigkeit gerade bei so einer Kulisse geht halt noch ab.
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