Die Spieler des FC St. Gallen rieben sich auf dem Trip nach Portugal wohl verwundert die Augen, als plötzlich Paris unter ihnen lag. Die französische Hauptstadt liegt nicht gerade auf der Flugstrecke vom Startort Zürich nach Lissabon, wohin Enrico Maassen und sein Team zum Rückspiel in der 2. Runde der Europa-League-Qualifikation vom Donnerstag bei Benfica unterwegs waren (Hinspiel 2:1).
Der Grund für den Umweg: Die verheerenden Waldbrände in der Region und das dadurch entstandene Flugchaos. Deswegen wurde das Flugzeug kurzerhand umgeleitet. Mit einer rund einstündigen Verspätung landete der Charter am Dienstagabend laut dem St. Galler Tagblatt in Portugal – allerdings nicht in Lissabon, sondern auf einem zivil genutzten Militärflughafen rund zwei Stunden von der Hauptstadt entfernt.
Zigi fehlt im Rückspiel verletzt
Dort wartete Teil zwei der kleinen Odyssee: Eine nächtliche Fahrt durch den Alentejo, die heisseste und trockenste Region des Landes. Der Bus, der die Profis an ihren Zielort bringen sollte, hatte auch Verspätung – wegen eines Unfalls musste er ebenfalls umgeleitet werden.
Nicht Teil der Reisedelegation war übrigens Stammgoalie Lawrence Ati Zigi. Der Ghanaer zog sich beim Meisterschaftsauftakt am Sonntag gegen den FC Zürich (2:1) eine Oberschenkelzerrung zu. Am kommenden Sonntag gegen Vaduz soll Zigi wieder einsatzfähig sein.