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12 Jahre nach Fehlschuss Dzemaili: «Auch für mich wäre eine Revanche eine Genugtuung»

Vor 12 Jahren schied die Schweiz gegen Argentinien im WM-Achtelfinal aus. Der tragische Held Blerim Dzemaili blickt zurück.

Blerim Dzemaili wird dieser Tage häufiger auf die eine Szene seiner Karriere angesprochen. Seit dem Viertelfinal-Einzug der Nati wurden die Sprüche gewiss nicht weniger. Der ehemalige Nati-Spieler, der als Experte für RSI in den USA weilt, war DIE tragische Figur beim 0:1 n.V. im Achtelfinal gegen Argentinien an der WM 2014 in Brasilien.

«Die Atmosphäre war einzigartig. Wir hatten so einen guten Match gespielt und Argentinien in Bedrängnis gebracht», blickt der 40-Jährige zurück. Nach dem 0:1 durch Angel Di Maria in der 118. Minute hatte Dzemaili in der Nachspielzeit der Verlängerung die goldene Chance auf den Ausgleich.

Für mich war es aber relativ schnell abgehakt. Als Fussballer muss man nach vorne schauen.
Autor: Blerim Dzemaili

«Ich steige hoch, vor mir steigt ein Gegenspieler hoch. Ich erwarte es gar nicht und komme trotzdem an den Ball. Der Kopfball prallt an den Pfosten, an mein Knie und dann ins Aus», beschreibt Dzemaili die Szene, die sich in die Erinnerung der meisten Nati-Fans eingebrannt hat.

Messi der «GOAT»

Die Chance, dass der Ball von seinem Knie ins Tor prallt, sei eigentlich viel grösser gewesen. «Doch der Ball ging ins Aus.» Er sei noch einige Male mit dieser Szene konfrontiert worden. «Für mich war es aber relativ schnell abgehakt. Als Fussballer muss man nach vorne schauen.»

Live-Hinweis

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Den Viertelfinal zwischen der Schweiz und Argentinien sehen Sie in der Nacht auf Sonntag live auf SRF zwei. Anpfiff in Kansas City ist um 03:00 Uhr.

Bereits ab 01:30 Uhr stimmen Sie Paddy Kälin und Experte Beni Huggel vor Ort auf die Partie ein.

Nur Granit Xhaka, Ricardo Rodriguez und Lionel Messi sind beim Wiedersehen in Kansas City wieder mit von der Partie. «Messi ist der Beste, den es je auf dieser Welt gegeben hat», stellt Dzemaili klar. Man müsse Respekt haben, aber nach dem Anpfiff geht es um die Schweizer Nati.

Dzemaili hofft auf Revanche

Diese sei 12 Jahre später viel weiter. Der Achtelfinal war damals quasi das «Endziel» gewesen, heuer das Minimalziel. Die Mannschaft sei gewachsen und erwachsener geworden. Die bittere Niederlage in Brasilien sei der Anfang einer grossen Ära gewesen.

Selbstredend hofft auch Dzemaili auf eine erfolgreiche Revanche in der Nacht auf Sonntag. Nicht zuletzt aus persönlichen Gründen: «Auch für mich wäre das eine Genugtuung.»

SRF zwei, Sportlive, 07.07.2026, 21:10 Uhr ; 

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